„Jetzt handeln, um Kohlendioxidemission zu stoppen“

Fast 200 Teilnehmende diskutierten im Rahmen der 4. Carbon2Chem-Konferenz Wege zu nachhaltiger Industrie

Einblicke in Projekte zur Gestaltung einer klimaneutralen und nachhaltigen Industrie auf der einen, aktuelle Ergebnisse aus dem Verbundprojekt Carbon2Chem® auf der anderen Seite – die 4. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie bescherte knapp 200 Teilnehmenden Ende November 2021 einen intensiven Tag – so eine Medienmitteilung aus dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT). Das Motto der hybriden Veranstaltung: „Carbon2Chem – Baustein für den Klimaschutz“. weiterlesen…

Team von „Superhelden“ ermöglicht erfolgreiche OER

Neue Katalysatoren für die elektrochemische Wasserspaltung

Für die großtechnische Erzeugung von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse ist die Entwicklung von langzeitstabilen und aktiven Katalysatoren für die Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) nach wie vor eine zentrale Herausforderung. Die meisten Katalysatoren leiden unter schwerer struktureller Korrosion, die bei schwankenden Potenzialen noch ausgeprägter wird. Einem Team von Wissenschaftlern der RWTH Aachen, der TU Berlin und des MPI CEC ist es gelungen kubische mangan- und cobalthaltige Partikel herzustellen, die als Katalysatoren für die elektrochemische Wasserspaltung eingesetzt werden können. (Bild: Catalysis Science & Technology 22, Cover – © rscl.li/catalysis)) weiterlesen…

PV-Weltrekord wieder beim HZB

Fast 30 % Wirkungsgrad bei Tandemsolarzelle der nächsten Generation

Drei Teams des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie unter der Leitung von Prof. Christiane Becker, Prof. Bernd Stannowski und Prof. Steve Albrecht schafften es gemeinsam, den Wirkungsgrad von komplett in-house hergestellten Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen auf den neuen Rekordwert von 29,8 % zu steigern. Der Wert ist bereits vom Fraunhofer ISE CalLab zertifiziert und nun offiziell in den NREL-Charts, der „offiziellen Effizienz-Weltrangliste“ (pv magazine), verzeichnet. Damit rücke die 30-Prozent-Marke in greifbare Nähe, so eine Medienmitteilung aus Berlin-Adlershof. weiterlesen…

Mehr Strom, weniger Kohlendioxid

Erfolg bei der Carbon Removal Student Competition

Biogas ist ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung der Energiewende. Doch der Wirkungsgrad der Anlagen lässt sich steigern. Junge Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein Anlagenkonzept entwickelt, das mehr Strom produzieren und klimafreundlicher arbeiten soll. Damit überzeugte das Team auch bei der XPRIZE Carbon Removal Student Competition, dem „größten Förderpreis der Geschichte“, der durch die Stiftung des Unternehmers Elon Musk gefördert wird, und Studenten für Erkenntnisse auszeichnet, den Klimawandel zu bekämpfen, indem sie neue technische Lösungen für die Abscheidung und Umwandlung von Kohlenstoff in der Atmosphäre entwickeln. Die Doktoranden und jungen Forscher gewannen im weltweiten Wettbewerb 250.000 US-Dollar Anschubförderung für die Umsetzung ihres Konzepts. (Foto: Anlagenkonzept BioCORE – © Fabian Vogl/TUM) weiterlesen…

Viskos und elastisch: Gletscher verhalten sich „fester“ als gedacht

AWI-Forscher zeigen: Elastische Verformung spielt viel wichtigere Rolle als bislang bekannt

Schmelzende Gletscher tragen erheblich zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Um diesen möglichst exakt vorhersagen zu können, müssen alle relevanten Prozesse in den großen Gletschern der Welt in Computermodellen realitätsnah nachgebildet werden. In den meisten Simulationen wird das Eis dabei ausschließlich als fließender Körper betrachtet. Wie eine Modellierungsstudie unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts nun nachweist, wurden dabei die Festkörpereigenschaften des Eises zu stark vernachlässigt. So konnten die Forschenden am Beispiel eines Gletschers an der Küste Grönlands zeigen, dass etwa die Gezeiten des Meeres das Eis noch in mehreren Kilometern Entfernung landeinwärts elastisch verformen. Die Untersuchung ist in Nature Communications: Earth & Environment open access erschienen. weiterlesen…

Stromausbeute fast doppelt so hoch

ISE: „Matrix“-Schindelmodule effizienter bei Verschattung

Wissenschaftler des Freiburger Fraunhofer ISE haben laut pv magazine die Leistung ihres neu eingeführten „Matrix“-Ansatzes zur Verschaltung von geschindelten Solarzellen untersucht – mit positivem Ergebnis: Dank optimierter Stromflüsse fällt die Energieausbeute des „Matrix“-Ansatzes unter zufälliger Verschattung fast doppelt so hoch aus wie bei Standardverschaltung von Schindelzellen. Das haben sie in Progress in Photovoltaics veröffentlicht (open access). weiterlesen…

Pkw-Bestand entscheidet über Einhaltung der Klimagrenze

FVV mit sechs Thesen zur Klimaneutralität des europäischen Verkehrssektors – dringend E-Fuels einführen

Strom, Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe: Welche Energieträger im Straßenverkehr der Zukunft eingesetzt werden sollen, ist eine viel diskutierte Frage. Eine am 11.11.2021 veröffentlichte Untersuchung der Forschungsvereinigung Verbrennungskraft­maschinen e.V. (FVV) zeigt nun: Wie schnell der Verkehr in Europa klimaneutral wird, hängt nicht entscheidend vom Antrieb ab, sondern davon, wie rasch klimaneutrale Energieträger für nachhaltige Mobilität zur Verfügung stehen. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

5 Millionen Module pro Jahr zu recyceln

Auch bisher verlorenen Rohstoffe zurückgewinnen

Mit dem Ausbau der Photovoltaik (PV) steigt innerhalb der nächsten Jahre auch das Aufkommen an zu recycelnden Solarmodulen. Mit ihrer innovativen Recyclingtechnologie schließt die SOLAR MATERIALS GmbH den Rohstoffkreislauf der PV-Energie. Dazu investiert bmp Ventures AG investiert mit dem IBG Risikokapitalfonds III GmbH & Co. K in das Clean-Tech Startup SOLAR MATERIALS – so eine Medienmitteilung am 10.11.2021. weiterlesen…

EU-Projekt für vollständiges PV-Recycling

Kreislauf von Solarmodulen

Ein europäisches Konsortium hat einen Plan für eine emissionsarme Pilotanlage zur Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen wie Silizium, Indium, Gallium und Silber aus Solarmodulen entwickelt, schrieb Emiliano Bellini am 17.11.2021 auf pv magazine. Die Anlage soll dazu dienen, neue Materialien und neue Produkte in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Das soll das EU-Projekt PHOTORAMA (PHOtovoltaic waste management – advanced Technologies for recOvery & recycling of secondary RAw MAterials from end of life modules), das im Rahmen des Programms Horizon2020 mit 8,4 Mio. EUR finanziert wird und an dem 13 Forschungsinstitute und Unternehmen beteiligt sind. weiterlesen…

Bald Akkus aus Münster

Karliceks „Leuchtturmprojekt“<

Laut tagesschau.de weihte Noch-Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am 19.11.2021 im westfälischen Münster ein Forschungszentrum für Batteriefertigung ein – ihr Prestigeprojekt. Es war an diesem Standort lange Zeit umstritten*). Die Ministerin erwartet, dass das Forschungszentrum für „technologische Souveränität in einem wesentlichen Technologiefeld sorgen“ werde. Denn an vielen Orten werde intensiv an leistungsfähigen Batterien gearbeitet. Daher gehe es in Münster darum, dass die deutsche Industrie mit der Konkurrenz mithalte und nicht hinterherlaufen müsse. weiterlesen…