Flora und Fauna unter Stress

Megadürre demonstriert, dass Bäume sowohl Indikatoren als auch Leidtragende des Klimawandels sind

Nach wochenlangem Regenmangel führen manche Flüsse in der Schweiz weniger Wasser als gewöhnlich. Auch die Flora reagiert auf die Trockenheit: Für Graubünden und das Tessin hat das schweizerische Bundesamt für Umwelt große Waldbrandgefahr diagnostiziert. Im Freien gilt in den beiden Kantonen ein absolutes Feuerverbot. In Deutschland trocknen die Böden ebenfalls immer mehr aus: In der Rhön sind die Hochmoore in Gefahr, warnt die Fuldaer Zeitung. Während es hierzulande im dritten Jahr zu wenig regnet, führen Forscher in der Wissenschaftszeitschrift Science eine jahrelange Trockenphase in Nordamerika zur Hälfte auf den Klimawandel zurück. Was die Folgen betrifft, gibt es noch viele Unbekannte, wie Sven Titz am 17.04.2020 in der Neuen Zürcher Zeitung schrieb. weiterlesen…

Der Bundesrat soll’s richten

NRW plant Energiewende als Konjunkturmotor aus der Krise

Offenbar strebt das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien ein grünes Wachstumspaket als Ausweg aus der Corona-Krise an. Die Fachmedien Energate Messenger und Tagesspiegel Background berichten heute über ein entsprechendes Positionspapier der NRW-Landesregierung. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) habe früh ein klimafreundliches Konjunkturpaket gefordert, und begrüße die bekannt gewordenen Pläne, heißt es in einer Pressemeldung vom 17.04.2020. weiterlesen…

Regel zur Vorhersage neuer supraleitender Metallhydride gefunden

Supraleitung bei Raumtemperatur

Wissenschaftler vom Center for Energy Science and Technology des Skoltech (Skolkovo Institute für Wissenschaft und Technologie) und vom MIPT (Moskauer Institut für Physik und Technologie) haben auf der Suche nach Supraleitung bei Raumtemperatur ein neues „Gesetz in einem Gesetz“ entdeckt (und in Current Opinion in Solid State & Materials Science veröffentlicht), das einen Zusammenhang zwischen der Position eines Elements im Periodensystem und seinem Potenzial zur Bildung eines hochtemperatur-supraleitenden Hydrids herstellt. (Grafik: Vorhergesagte maximale kritische Temperatur des supraleitenden Übergangs für Metallhydrid – © Pavel Odinev, Skoltech) weiterlesen…

Ukraine: Brände wirbeln radioaktive Teilchen auf

Greenpeace-Analyse zeigt Ausmaß der Brände auf kontaminierten Flächen

Die Brände in der Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine haben auf 48.700 Hektar, einer Fläche halb so groß wie Berlin, Radioaktivität aufgewirbelt. Das zeigt eine Greenpeace-Analyse, bei der Satellitenbilder vom Beginn der Feuer bis zum Ende des Brandes am 15.04.2020 ausgewertet wurde, wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace am 16.04.2020 per Pressemitteilung verbreitete. weiterlesen…

EU-Politiker wollen wirklich Green Deal

Umweltminister und EU-Parlamentarier fordern grünen Wiederaufbau

Der Green Deal der EU-Kommission sollte im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Aufbaustrategien nach der Corona-Krise stehen, haben laut Euractiv 13 EU-Umweltminister in einem gemeinsamen Aufruf gefordert. Das EU-Parlament zog am 06.04.2020 mit einer ähnlichen Initiative (siehe unten) nach. Der Green Deal „muss für eine nachhaltige Erholung nach der COVID-19-Krise von zentraler Bedeutung sein“, schrieben mehrere EU-Umweltminister in einem Meinungsbeitrag, der am 09.04.2020 auf der Website Climate Home News veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Neue Idee zum Klimaschutz

DLR-Studie: Klimaschutz durch CO2-Bremse?

Die Energieforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in einer Studie eine neue Idee zum Klimaschutz entwickelt. Zentrales Element ist ein Preisaufschlag auf CO2, der ganz zu Beginn des Kohlenstoffzyklus erhoben wird: Rohstoffproduzenten von Erdöl, Erdgas, Kohle und Kalk werden verpflichtet, diese Materialien vor dem Verkauf in der Nähe der Förderorte einzulagern. Dies kann entweder real oder virtuell über eine Kryptowährung erfolgen. Im Gegensatz zu Instrumenten wie CO2-Steuern oder Vereinbarungen zum Emissionsrechtehandel, die auf nationalen Gesetzen oder internationalen Regelungen beruhen, soll die vom Team des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik vorgeschlagene CO2-Bremse als weltweiter Pakt zwischen Bürgern und Industrie organisiert sein. (Foto: Materielle CO2-Bremse durch reale Einlagerung – © DLR; Universität Stuttgart) weiterlesen…

Kohlestrom rentiert sich weltweit schon zur Hälfte nicht mehr

Neue Berichte – Boom und Bust 2020: Nachzeichnung der weltweiten Kohlekraftwerk-Entwicklung

In diesem Jahr können 46 Prozent der weltweit laufenden Kohlekraftwerke nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, schätzt die laut einer Medienmitteilung von Matt Gray am 01.04.2020 veröffentlichte Analyse „Global Energy Monitor“ des Thinktanks Carbon Tracker („COVID and coal power: outlook and opportunities“ – COVID und Kohlestrom: Perspektiven und Möglichkeiten). Entsprechend ging die weltweite Kohleverstromung 2019 schon das vierte Jahr in Folge zurück, aber für das Pariser Klimaabkommen sind wesentlich stärkere Reduzierungen erforderlich – so eine Medienmitteilung von Christine Shearer am 25.03.2020 über den neuen Bericht von EndCoal („Boom and Bust 2020“). Weltweit schrumpften die Kohlekraftwerkskapazitäten zwar, aber Chinas Genehmigungsboom fresse den globalen Rückgang wieder auf: Im März habe Peking bereits mehr neue Kohlekraftwerksleistung genehmigt als im ganzen Jahr 2019. (Foto: Vor allem in Europa und China rechnet sich Kohle nicht mehr – Kohlekraftwerk Niederaußem, RWE – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

„…Potenzial, digitale Energiewende zum Scheitern zu bringen“

Digitalisierung der Energiewende – „ungenügend bis mangelhaft“

Das am 08.04.2020 vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) veröffentlichte „Zweite Digitalisierungsbarometer für die Energiewende“ lobt marginale Fortschritte und zeigt zusätzliche große Baustellen kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne), Robert Busch. Sein Kurzstatement vom 09.04.2020. weiterlesen…

Privates Ladeinfrastrukturpotenzial in Deutschland

Bevölkerungsreiche Wohngegenden mit Mehrfamilienbebauung benötigen beschleunigten Ladeinfrastrukturausbau

Mit zunehmender Elektrifizierung des Verkehrs wächst auch der Bedarf an privat und öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Prognos AG im Auftrag des Energieunternehmens EnBW verfügt Deutschland zwar über ein großes Potenzial von 8-12 Millionen privaten Ladepunkten in Gebäuden mit einer oder zwei Wohnungen, jedoch nur über ein Potenzial von 0,45-1,8 Millionen privaten Ladepunkten bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen. weiterlesen…

Klimaschonender Verkehr in europäischen Umwelthauptstädten

Fachartikel zu europäischem Benchmark der „European Green Capitals“ für mehr Nachhaltigkeit im Stadtverkehr

Nachhaltigkeitsorientierte, urbane Verkehrspolitik und -planung sind heute wichtiger denn je. Daher ist es sinnvoll zu analysieren, welchen Maßstab (Benchmark) europäische Vorreiterstädte für einen umwelt- und klimaschonenden Personenverkehr in Städten markieren. Das untersuchen die wissenschaftliche Mitarbeiterin Miriam Müller und der Co-Leiter Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, beide aus dem Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, in ihrem Artikel über die Verkehrskonzepte der europäischen Umwelthauptstädte. weiterlesen…