Mit besserer Kreislaufführung zur klimaneutralen Chemieindustrie

Elektrifizierung, Recycling und erneuerbare Rohstoffe

Die Energiekrise und die jüngste Reform des EU-Emissionshandels erfordern, dass Chemieunternehmen sich zügig unabhängig von fossilen Rohstoffen machen und ihre Emissionen senken. Das lässt sich durch die Kombination aus einer besseren Kreislaufführung der Produkte, dem Umstieg auf strombasierte Prozesswärme und dem Einsatz erneuerbarer Rohstoffe erreichen, schreibt Agora-Energiewende in einer Medienmitteilung vom 03.07.2023 und weist auf eine Publikation mit Handlungsempfehlungen hin. weiterlesen…

Die dunkle Seite des Universums

Weltraumteleskop Euclid erfolgreich gestartet und bereit für die Erforschung dunkler Materie und dunkler Energie

Das Weltraumteleskop der Esa Euclid ist am 01.07.2023 um 17:12 Uhr mit einer Falcon 9-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ins All gestartet. Von seinem Zielort aus, dem Lagrange-Punkt 2 (L2) von Erde und Sonne, wird die Vorrichtung mit starker deutscher Beteiligung mindestens sechs Jahre lang mehr als ein Drittel des gesamten Himmels beobachten und die räumliche Verteilung von mehreren Milliarden Galaxien kartieren. Mit den Daten erhoffen sich sechs beteiligte Institute des internationalen Euclid-Konsortiums aus Deutschland Aufschluss über den Einfluss der dunklen Materie und dunklen Energie auf die Struktur des Universums. weiterlesen…

Neutrinos aus Milchstraße entdeckt

„Neuer Blick auf unsere kosmische Heimat“

Die Herkunft eines energiereichen Regens relativistischer Teilchen, der beständig auch auf unsere Erdatmosphäre einprasselt, ist eines der größten Rätsel der modernen Astroteilchenphysik. Ein internationales Forschungsteam ist diesem Rätsel auf der Spur. Mit dem IceCube-Detektor am Südpol konnten sie laut einer Medienmitteilung der TU Dortmund vom erstmals Neutrinos aus unserer Milchstraße nachweisen. Die Ergebnisse präsentierten sie in Science. (Foto: IceCube Neutrino Observatory 2023 – © Cmichel67 – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Uni Bayreuth treibt Forschung für verbesserte Kreislaufwirtschaft voran

Beispiel Auto-Batterien

In seinem neuen Projekt auf internationaler Ebene untersucht Prof. Dr. Christoph Helbig, Lehrstuhlinhaber für Ökologische Ressourcentechnologie an der Universität Bayreuth, einer Medienmitteilung vom 30.06.2023 folgend Rahmenbedingungen und Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Elektronik und Elektrofahrzeugbatterien. Er will konkrete Vorschläge für eine effizientere und umweltfreundlichere Kreislaufwirtschaft entwickeln. weiterlesen…

Deutsche Privat-Uni gründet zweitmeiste Einhörner Europas

WHU – Otto Beisheim School of Management relativ vor Oxford

Einzig die Alumni der renommierten Oxford University liegen bei der Gründung von sogenannten Einhörnern in Europa vor den Absolventen der WHU – Otto Beisheim School of Management im rheinland-pfälzischen Vallendar. Das zeigt der aktuelle „Europe‘s New Tech Founders 2023“-Bericht der Venture-Capital-Firma Antler. Setzt man die Gründungen mit der Anzahl ihrer Studierenden ins Verhältnis, so liegt die relativ kleine WHU sogar an der Spitze. Der Bericht von Antler basiert auf einer der umfassendsten Datengrundlagen im Start-up-Bereich. (Foto: Marienburg in Vallendar, Sitz der WHU – © Reinhardhauke – Eigenes Werk, wikipedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Deepfakes entlarven

Wie sich künstlich erzeugte Bilder verraten

Nicht-Fachleute haben oft keine Chance, künstlich erzeugte Bilder, Audios oder Videos von echten zu unterscheiden. Deswegen arbeiten Forschende an einer automatisierten Erkennung. Ein Beispiel: Wladimir Putin steht hinter einem Rednerpult und wendet sich an die USA: Man habe durchaus die Möglichkeit, die Demokratie Amerikas zu schädigen – doch habe man das gar nicht nötig. Die USA würden das schon selbst erledigen. Die Gesellschaft sei bereits gespalten. Das Video sieht aus wie echt – ist es aber nicht. Youtube ist voll von solchen Videos, die mal besser, mal schlechter gemacht sind. „Es ist schon noch viel Arbeit, aber wer will, der schafft es, zum Beispiel das Gesicht einer berühmten Persönlichkeit so gekonnt auf einen anderen Körper zu montieren, dass man es auf den ersten Blick nicht bemerkt“, sagt Jonas Ricker, Ruhr-Universität Bochum. weiterlesen…

Zukunft zirkulär gestalten und Rohstoffe sichern

„Modell Deutschland Circular Economy“

Mit dem am 27.06.2023 publizierten Modell entwickelten WWF Deutschland, Öko-Institut, Fraunhofer ISI und FU Berlin ein umfassendes Bild für zirkuläres Wirtschaften und zirkulären Konsum in Deutschland. Die Transformation der deutschen Gesellschaft zu einer Circular Economy hätte große positive Effekte auf den Klima-, Ressourcen- und Biodiversitätsschutz. Zudem würde die deutsche Wirtschaft erheblich an Versorgungssicherheit gewinnen und ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduzieren. Dies zeigt die heute veröffentlichte Untersuchung „Modell Deutschland Circular Economy“. Sie bietet zusammen mit dem Politik-Blueprint eine wissenschaftliche Grundlage mit konkreten Maßnahmen, Instrumenten und Folgeabschätzungen. weiterlesen…

Schlimmer als Diesel und Benzin?

Ohne CO2-Bepreisung in der Landnutzung ist Bioenergie genauso klimaschädlich wie fossile Kraftstoffe

Die Nachfrage nach modernen Biokraftstoffen wird künftig voraussichtlich erheblich steigen, denn Bioenergie gilt als klimaneutrale Alternative zu Benzin und Diesel. Eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change zeigt jedoch, dass unter derzeitiger Landnutzungspolitik die CO2-Emissionen durch die großflächige Rodung von Wäldern für den Anbau von Biomasse sogar höher liegen können als die aus der Verbrennung von Diesel. Damit Bioenergie einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten kann, müssen internationale Vereinbarungen den effektiven Schutz von Wäldern und natürlicher Flächen durch eine CO2-Bepreisung sicherstellen, argumentiert das Expertenteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Mit neuer Methode PFAS nachhaltig aus Wasser entfernen

Gefährliche Substanzen natürlich nicht abbaubar

PFAS – per- und polyfluorierte Chemikalien – sind zwar wahre Alleskönner – die fett-, wasser- und schmutzabweisenden Chemikalien kommen in tausenden Varianten vor, zum Beispiel in Kochgeschirr, in Funktionskleidung, in Kosmetika und als Feuerlöschmittel. Leider verursachen sie aber auch massiv Probleme für die Umwelt (siehe: solarify.eu/pfas-pfoa-pfos). Denn sie können nicht auf natürlichem Weg abgebaut werden. Polymerchemiker aus dem Saarland und den USA haben eine Methode gefunden, wie man PFAS nachhaltig aus dem Wasser entfernen kann. Ihre Methode haben sie in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. (Grafik: Zur reversiblen Aufnahme perfluorierter Verbindungen verwendetes, metallhaltiges Polymer mit Ferrocen-Einheiten – © Markus Gallei) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Wasserstoffspeicherung in Methylformiat

LIKAT speichert Energieträger der Zukunft in einfachem Ester

In nachhaltigen Energiekonzepten gilt Wasserstoff als ein Favorit. Das Gas ist flüchtig und explosiv, weshalb Chemie-Labore weltweit Wege seiner Speicherung erkunden. Eine Gruppe um Dr. Henrik Junge am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) schlägt in Nature Catalysis den Methylester der Ameisensäure, Methylformiat, als alternativen Wasserstoffspeicher vor. In ihren Forschungen erwies sich diese Substanz als potente Ergänzung zu zwei bekannten chemischen H2-Speichermedien: Ameisensäure und Methanol. Und in einem Punkt lässt Methylformiat die beiden überraschend weit hinter sich: in der Geschwindigkeit, mit der diese Substanz den Wasserstoff wieder freigibt. Vor allem in der ersten Phase der Reaktion. (Foto: Methylformiat als Wasserstoffspeicher © LIKAT/Nordlicht) weiterlesen…