Erderwärmung beschleunigt CO2-Ausstoß von Bodenmikroben

CO2-Emissionen von Bodenmikroben werden drastisch ansteigen

Prognosen zeigen laut einer Medienmitteilung der ETH Zürich vom von Vanessa Bleich und Florian Meyer, dass die CO2-Emissionen der Bodenmikroben bis zum Ende des Jahrhunderts stark ansteigen werden. Sie zeigen weiter, dass die mikrobiellen CO2-Emissionen in den Polarregionen doppelt so hoch ansteigen werden wie im Rest der Welt. In kalten Regionen ist die Bodenfeuchtigkeit der Hauptgrund, weshalb sich die CO2-Emissionen durch Mikroben erhöhen. Im Rest der Welt hängt der Anstieg der Emissionen vor allem mit dem Temperaturanstieg zusammen. weiterlesen…

Dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion

Forschungsprojekt an der FH St. Pölten zu Kreislaufwirtschaft und geschlossenen Distributions-Kreisläufen

Auf dem Weg zur nachhaltigen Kreislaufgesellschaft stellt die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Lebensmittelproduktion einen wesentlichen Baustein zum Erfolg dar. Laut Pressemitteilung vom 23.06.2023, entwickelt ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributions-Kreisläufen für eine effiziente dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion. weiterlesen…

„Erhöhter Salzgehalt, hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und langanhaltend niedriger Abfluss“

Fischsterben in der Oder im August 2022: BfG mit neuen Erkenntnissen und Empfehlungen

Der am 22.06.2023 veröffentlichte Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gibt einen umfassenden Überblick über die Untersuchungen zum Fischsterben in der Oder im August 2022. Darin enthalten sind neue Erkenntnisse, die ein genaueres Bild zur Entstehung der Katastrophe zeichnen sowie Empfehlungen, die dazu beitragen sollen, „ökologische Extremereignisse“ in der Oder und anderen Flüssen zukünftig frühzeitig zu erkennen und dadurch Gegenmaßnahmen einleiten zu können. (Titel: BfG-Bericht zum Fischsterben in der Oder im August 2022 – © BfGBfG) weiterlesen…

Neue Wege der mikrobiellen Elektrosynthese

Bakterien produzieren mit Elektrizität und Kohlendioxid nützliche Chemikalien

Mikroben sind in der Lage, Energie zu speichern, Kohlenstoff zu binden und nützliche Chemikalien zu produzieren. Doch was läuft bei der mikrobiellen Elektrosynthese biologisch ab? Nun gibt es neue, am 05.06.2023 publizierte Erkenntnisse vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie/Hans-Knöll-Institut (HKI): Bei der mikrobiellen Elektrosynthese (MES) nutzen Mikroorganismen CO2 und Elektrizität, um zum Beispiel Alkohol zu produzieren. Wie dieser Prozess biologisch funktioniert, darüber wurde bisher jedoch nur spekuliert. Forschende des HKI konnten nun erstmals experimentell bestätigen, dass Bakterien Elektronen aus Wasserstoff nutzen und mehr Chemikalien produzieren können als bisher bekannt. (Bild: Clostridium ljungdahlii unter dem Elektronenmikroskop – Aufnahme © Sara Al Sbei, Leibniz-HKI und Martin Westermann, EMZ Jena) weiterlesen…

BDE wirbt für Reform des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Fachtagung unterzieht Gesetz einem „Transformations-Check“

Unter der Überschrift „Planungsbeschleunigung als Voraussetzung für Transformation: Ist die Kreislaufwirtschaft von besonderem öffentlichen Interesse?- Vorfahrt für Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ hat der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE) im Rahmen eines juristischen Symposiums das Kreislaufwirtschaftsgesetz einem „Transformations-Check“ unterzogen. Dabei beleuchteten Experten aus Wissenschaft und Praxis insbesondere, ob sich das neue „Deutschland-Tempo“ der LNG-Terminals auf Planung und Investitionen in Kreislaufwirtschaftsprojekte übertragen lässt und sich die für den Ausbau Erneuerbarer Energien geschaffene Regulatorik ebenso für Investitionsvorhaben im Entsorgungssektor, z.B. für neue Recyclingtechnologien, fruchtbar machen lässt. weiterlesen…

Beschleunigte Entwicklung von Systemen zur CO2-Abscheidung auf Seeschiffen

Zusammenarbeit für höhere Energieeffizienz und geringere Emissionen

CSSC Power (CPGC) und BASF wollen laut einer Medienmitteilung vom 13.06.2023 künftig die Entwicklung von CO2-Abscheidungssystemen für kommerzielle Schiffsanwendungen gemeinsam vorantreiben. CPGC, mit Fokus auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Dienstleistungen in den Bereichen Schiffsmotoren, Antriebssysteme und Energieanlagen für die Seeschifffahrt, arbeitet seit langem an CO2-reduzierten Lösungen für diese Branche. Durch die Kombination mit der Expertise der BASF in der Gasaufbereitung soll die Kooperation zu einer nachhaltigen Entwicklung in der globalen Schifffahrtsindustrie beitragen. Beide Unternehmen unterzeichneten während der „Shanghai International Carbon Neutrality Expo 2023“ am 10.06.2023 eine entsprechende Absichtserklärung. weiterlesen…

Starker El Niño droht

Verluste in Billionenhöhe befürchtet

In den Jahren, in denen sie (meist um Weihnachten herum, daher der Name „Christkind“) auftritt, löst die als El Niño bekannte warme Meeres-Strömung, die sich im Pazifik von Südamerika bis nach Asien erstreckt, weitreichende Wetterveränderunhttps://home.dartmouth.edu/news/2023/05/years-after-el-nino-global-economy-loses-trillionsgen aus, die zu verheerenden Überschwemmungen, erntevernichtenden Dürren, sinkenden Fischbeständen und einem Anstieg tropischer Krankheiten führen. Justin Mankin, Assistenzprofessor für Geographie, und Doktorand Christopher Callahan, Forscher an der Dartmouth University, Hanover (NH), berichten in Science, El Niño werde in diesem Jahr voraussichtlich wieder auftreten, dass die finanziellen Auswirkungen dieses wiederkehrenden Klimamusters noch mehrere Jahre nach dem Ereignis anhalten und weltweit Einkommensverluste in Billionenhöhe verursachen können. (Karte: Anomalie der Meeresoberflächentemperatur im Dezember 1997 während eines starken El Niño – © NCEP, NOAA, gemeinfrei) weiterlesen…

Weniger Risiko beim Meeresspiegelanstieg

Kieler Forschende modellieren zukünftige Städteentwicklung an europäischen Küsten

Europas Küsten sind dicht besiedelt und bereits heute von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen. Neben traditionellen, kostenintensiven Maßnahmen zum Küstenschutz werden zunehmend auch Strategien der Raumplanung wichtiger, um Küstengemeinden vor Schäden bei Hochwasser oder Sturmfluten zu bewahren. Derartige Planungsinstrumente sind beispielsweise ein kontrollierter Rückzug oder auch die Einrichtung von „Setback-Zonen“, also Küstengebieten, in denen bestimmte bauliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) führte erstmls eine europaweite Modellstudie zur Effektivität von unterschiedlichen Flächennutzungsplanungen und Setback-Zonen durch. weiterlesen…

Dem kollektiven Handeln auf der Spur

Nachhaltigkeitsforschung in einem komplexen System

Wie können Menschen kollektiv handeln, um in einem komplexen System mit der Umwelt nachhaltige Entwicklungspfade einzuschlagen? Dieser Frage geht Jun.-Prof. Dr. Wolfram Barfuss nach, laut einer Medienmitteilung vom 22.05.2023 neuer Argelander-Professor im Transdisziplinären Forschungsbereich „Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft“ (TRA Sustainable Futures) der Universität Bonn. Er entwickelt mathematische Modelle des kollektiven Lernens und verbindet verschiedene Forschungsbereiche miteinander – darunter die der Komplexen Systeme, Künstlichen Intelligenz und Sozialökologie. Das Ziel: kritische Hebelpunkte für den Übergang zur Nachhaltigkeit zu identifizieren. Barfuss und sein Team sind am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) verortet. weiterlesen…

„Arten verschwinden schneller als wir dachten”

Systematische Verzerrungen können drohenden Artenschwund verschleiern

Die Artenzahl ist kein verlässliches Maß, um Ökosysteme zu überwachen. Eine Untersuchung von Lucie Kuczynski und Helmut Hillebrand der Universität Oldenburg zeigt, dass systematische Verzerrungen eine drohende Abnahme der Artenvielfalt verschleiern können. Scheinbar gesunde Ökosysteme mit konstanter oder sogar steigender Artenzahl können bereits auf dem Weg in einen schlechteren Zustand mit weniger Arten sein. Selbst in langjährigen Datenreihen können sich solche Umbrüche erst mit Verzögerung zeigen. Grund dafür sind systematische Verzerrungen der zeitlichen Trends in der Artenzahl, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, die am 05.06.2023 open access in Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde. weiterlesen…