Ein Molekül auf der optischen Flüstergalerie
Mit einer Mikrokugel und einem Nanodrähtchen lassen sich einzelne unmarkierte Biomoleküle durch Licht nachweisen
Einzelne Biomoleküle aufzuspüren und sie bei der Arbeit zu beobachten – einer der Träume von Biochemikern. Denn auf diese Weise könnten sie die Arbeitsweise der Nanomaschinen des Lebens, wie etwa der Ribosomen oder der DNA-Polymerasen, detailliert untersuchen und besser verstehen. Diesem Ziel sind Forscher des Max-Planck-Institutes für die Physik des Lichtes nun einen wesentlichen Schritt nähergekommen. Mit einer optischen Mikrostruktur und Nanopartikeln aus Gold haben sie die Wechselwirkung von Licht mit dem Erbgutmolekül DNA so weit verstärkt, dass sie die Interaktion zwischen einzelnen DNA-Molekülteilen verfolgen können. Sie gingen damit an die Grenze des physikalisch Möglichen. Ihr optischer Biosensor für einzelne, unmarkierte Moleküle könnte auch für Biochips relevant sein: fingernagelgroße Mini-Labore, die einen Tropfen Blut in mobilen Analysegeräten schnell auf mehrere Krankheiten gleichzeitig testen oder mit wenig Probenmaterial umfassende Umweltanalysen ermöglichen.
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Mitte August erreichte Bernd Ahlers eine Nachricht, dass am Karlsruher