Wind-Bremse

Bund drosselt Ausbau von Windparks

Windkraftanlagen in Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify 20160519Deutschland nimmt erneut Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren heraus: In Norddeutschland sollen künftig deutlich weniger neue Windkraft-Anlagen gebaut werden als bisher. Das geht aus einem Entwurf für eine Verordnung der Bundesnetzagentur hervor, über den Medien berichten. Auf die Ökostromanbieter kommt zudem ein Wettkampf zu, so die Deutsche Welle und andere Medien. Keine vernünftige Reaktion auf die steigende EEG-Umlage. In Bremerhaven waren die Windexperten derzeit optimistisch. weiterlesen…

Es geht nicht ehrlich zu


Wenn es ehrlich zuginge…

Die EEG-Umlage steigt wieder („Rekord!“ rufen die, welche schon immer dagegen waren und auch mit dem Klima nichts oder nicht so schnell etwas am Hut haben) – sie erklimmt neue Höhen, obwohl Puntila Gabriel und sein Knecht Matti Baake des Gegenteil versprochen hatten – ganz fest. Nachdem nicht anzunehmen ist, dass sie die Bürger bösartig hinters Licht geführt haben, gibt es nur eine Erklärung für das nicht eingehaltene Versprechen: Beide müssen an den falschen Stellschrauben gedreht haben.Vielleicht, weil sie – den Blick stur auf die Arbeitsplätze (=Wählerstimmern? Wir haben Vor-Wahljahr!) in der Kohle oder den energieintensiven Firmen gerichtet – noch immer nicht gemerkt haben, oder darauf hören wollten, was Experten schon lange von den PV-Dächern pfeifen: Die tatsächlichen Kosten der Erneuerbaren Energien haben sich von den Zahlungen der Verbraucher entkoppelt.
Nach dem sogenannten EEG-Paradoxon steigt die Umlage, wenn die Börsenstrompreise – aufgrund der Erneuerbaren! – sinken. Letzere kannibalisieren sich also im aktuellen Strommarktsystem schlicht selbst. Die private Stromkundschaft bezahlt deshalb immer mehr, je günstiger Wind- und Sonnenstrom werden. Ein Drittel profitiert allerdings – und das gleich doppelt: Vielverbraucher zahlen kaum Umlage und sparen durch direkten Stromeinkauf.

  • Wenn es ehrlich zuginge (und Matti Baake legt immer ganz viel Wert auf Gerechtigkeit), müssten Stromkunden pro kWh 10,8 ct mehr für die versteckten, externalisierten Kosten der Fossilen bezahlen.
  • Wenn es ehrlich zuginge, würden die Stromerzeuger publik (anderes Wort für transparent) machen, dass sich die dafür gezahlten staatlichen Subventionen und gesellschaftlichen Folgekosten 2017 voraussichtlich auf 38 Milliarden Euro summieren. Etwa eineinhalb mal so viel wie die transparente EEG-Förderung.

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Interaktiver Bioenergie-Atlas

Nach Biomassepotenzialen suchen

bioenergieatlas-werbe-grafik-dbfzDeutschland verfügt über große Potenziale an trockener und feuchter Biomasse. Mit einem vom deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) entwickelten interaktiven Bioenergie-Atlas lassen sich nationale und regionale Biomassepotenziale mit nur wenigen Mausklicks schnell und einfach am Rechner visualisieren und die zugrundeliegenden Daten für weitere Recherchen als Excel-Datei downloaden. Damit steht Forschern, Investoren und interessierten Laien ein leistungsfähiges und kostenfrei nutzbares Tool zur Verfügung. weiterlesen…

Helmholtz für offenen Zugang zu Forschungsdaten

„Die Ressource Information besser nutzbar machen!“

Die Helmholtz-Gemeinschaft legte eben ein Positionspapier zum Umgang mit Forschungsdaten vor. Darüber hinaus fördert sie mit der Helmholtz Data Federation (HDF) die Entwicklung einer international vernetzten Forschungsdateninfrastruktur und tritt der internationalen Initiative Research Data Alliance (RDA) bei. weiterlesen…

FKW folgt FCKW nach

Durchbruch in Kigali – größerer Einfluss als COP21?

Der New York Times war es eine „Breaking News“ wert: „Mit ‚einem gewaltigen Schlag‘, haben mehr als 170 Ländern vereinbart, eine in Klimaanlagen und Kühlschränken verwendete erderwärmende Chemikalie zu begrenzen. Die Verhandlungsteilnehmer erreichten am 14.10.2016 eine rechtlich bindende Vereinbarung, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, indem sie den weltweiten Einsatz einer leistungsfähigen, in Klimageräten und Kühlschränken eingesetzten, erderwärmenden Chemikalie begrenzten. Die Gespräche in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, standen nicht so im Rampenlicht wie die Klimaveränderung, die im vergangenen Jahr in Paris geschmiedet wurde. Aber das Ergebnis könnte einen gleichen oder noch größeren Einfluss auf die Bemühungen nehmen, die Erwärmung des Planeten zu verlangsamen.“ weiterlesen…

DWD: Prognose langfristiger Temperaturtrends

Aktuelle Jahreszeitenvorhersage

Der  Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Homepage nach fünfjähriger aber längst nicht abgeschlossener gemeinsamer Forschung mit anderen Institutionen ein Tool zur Vorhersage der Jahreszeiten und damit auch der langfristigen Temperaturtrends an. „Für Prognosen im europäischen Raum eignet sich das System zurzeit noch nicht“ – schrieb Joschua Katz für das Portal energiezukunft.de. weiterlesen…

Reaktionen auf EEG-Umlage-Erhöhung

Ein wildes Konzert der Meinungen

PV auf Dach des Tagungs-Saals - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20150914_183248Richtig zufrieden ist niemand mit der Erhöhung der EEG-Umlage – anhand seiner Reaktion legt jeder seine Motivlage klar. Wirtschaftsnahe Kreise schieben den Erneuerbaren Energien die Schuld in die Schuhe. Deren Verfechter sehen die sinkenden Börsenpreise als Ursache. Wieder andere kritisieren die zahlreichen Befreiungen stromintensiver Unternehmen. weiterlesen…

EEG-Umlage auf Höchstwert

Jetzt ist es amtlich: 6,88 ct – schuld sind nicht die Erneuerbaren

Die EEG-Umlage für Strom aus Erneuerbaren Energieträgern steigt ab 01.01.2017 auf 6,88 Cent; das gaben die Netzbetreiber am 14.10.2016 bekannt –  so hoch war sie seit ihrer Einführung 2000 nicht. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Strom teurer wird. Denn parallel dazu sind die Einkaufspreise für Strom an der Börse gesunken und zwar mindestens um den gleichen Betrag. Geben die Energieunternehmen das an die Kunden weiter, könnte alles gleich bleiben Wenn nicht, muss ein durchschnittlicher Stromkunde dann knapp 20 Euro mehr bezahlen – insgesamt macht die Umlage jetzt etwa 240 Euro im Jahr aus. weiterlesen…

Für 8,16 Milliarden weniger Fossil-Importe dank EE

Öko-Institut: Erneuerbare Energien reduzieren fossile Einfuhren nach Deutschland

Dem Zuwachs der EEG-Umlage von rund einem halben Cent stehen sinkende Kosten für den Import fossiler Rohstoffe gegenüber: Allein 2015 wurden durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr fossile Rohstoffimporte  in Höhe von 8,16 Milliarden Euro vermieden – 11 Prozent im Vergleich zu 1990. Das geht aus einem Kurzgutachten „Eingesparte Kosten für Energieimporte im Jahr 2015 und die Innovationseffekte durch die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland“ des Öko-Instituts im Auftrag des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick und der Naturschutzorganisation WWF Deutschland hervor. weiterlesen…

Klimaschutz planlos – „Horrorkatalog für die Industrie“ oder viel zu lasch?

Klimaschutzplan 2050 hoch umstritten – Umweltverbände kritisieren ihn als zu lax – Union hält ihn für zu scharf – Agrar- und Verkehrsministerium korrigieren derweil fleißig weiter

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat den Entwurf des Klimaschutzplans 2050 vorgestellt. Der CDU- Wirtschaftsrat hat den Plan auf der Titelseite seines Verbandsblattes als „Horrorkatalog für die Industrie“ bezeichnet. Industrieverbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) beklagten, sie seien bei der Anhörung zum Klimaschutzplan nicht angemessen berücksichtigt worden. Aus dem BMUB verlautete dagegen, dass sich 136 Teilener aus Verbänden, Ressorts, aus dem Bundestag und der Wissenschaft an der Debatte beteiligt hätten. (Website: Bürgerdialog zum Klimaschutzplan2050 – BMUB) weiterlesen…