Die Konsequenzen des Nichthandelns

Trübe Aussichten: OECD-Umweltausblick bis 2050 fordert schnelles und koordiniertes Handeln

Die deutsche Fassung des “OECD Environmental Outlook to 2050“ (vom Mai 2012) ist jetzt erschienen. Die Studie enthält neueste Projektionen zu den sozio-ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt. Der Bericht plädiert unter anderem dafür, Umweltverschmutzung durch Steuern oder weltweiten Emissionshandel zu verteuern; natürliche Ressourcen mit einem Preis zu versehen sowie wirtschaftliche Instrumente mit Vorschriften und Normen zu kombinieren (z.B. für die Luftqualität oder bei der Raumplanung). weiterlesen…

EU steuert um beim Biosprit

Agrospit wird grüner – nur noch 5% aus Nahrungspflanzen

Die EU-Kommission will die negativen Folgen der Agrospritproduktion stärker berücksichtigen. Hierzu stellten Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard am 17.10.2012 in Brüssel einen entsprechenden Vorschlag vor. Als wichtigste Maßnahmen schlagen die Kommissare eine Begrenzung des Agrosprit-Anteils auf der Basis von Nahrungsmittelpflanzen sowie die Berücksichtigung der sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen (ILUC) vor. weiterlesen…

Bundestag verabschiedet Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wissenschaft von Bürokratie befreit – Schavan: „Die Zeit ist reif für mehr Autonomie und Eigenverantwortung“

Der Deutsche Bundestag hat am 18.10.2012 das Wissenschaftsfreiheitsgesetz (Drucksache 17/10037) – das „Gesetz zur Flexibilisierung von haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen“ – beschlossen. Diese erhalten dadurch mehr Freiheit bei Finanz- und Personalentscheidungen, bei Beteiligungen und Bauverfahren. weiterlesen…

Umsatzrückgang befürchtet: SMA baut 450 Stellen ab

SMA Vorstand rechnet 2013 mit Markteinbruch

Aufgrund massiver Förderkürzungen für die Photovoltaik erwartet die SMA (Kassel-Niestetal, Weltmarktführer bei Wechselrichtern)zunehmenden Preisdruck und in der Folge einen massiven Markteinbruch im nächsten Jahr in Europa. Einer Ad-Hoc-Mitteilung des Unternehmens zufolge rechnet der SMA-Vorstand 2013 mit einem Umsatz zwischen 0,9 und 1,3 Mrd. Euro (2012: 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro). weiterlesen…

Neues zu „Teller oder Tank“

Gibt es überschüssige Flächen für Bioenergie? Neue Studie

In der aktuellen Diskussion um Bioenergie wird verschiedentlich vorgeschlagen, überschüssige Landflächen oder Restflächen verstärkt für den Anbau von Energiepflanzen zu nutzen, um dadurch die Landnutzungskonkurrenz mit der Produktion von Nahrungsmitteln abzumildern. Sind solche Vorschläge schlüssig und stehen die dazu entwickelten nationalen und globalen Konzepte auf wissenschaftlich gesicherten Fundamenten? Mit dieser Frage haben sich elf Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Europa und den USA befasst und dazu insgesamt über 170 Studien und Publikationen ausgewertet. Ihre Einschätzung: Zwar gebe es Möglichkeiten für eine effiziente Nutzung solcher Flächen, allerdings dürften dabei ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte nicht aus den Augen verloren werden. Die Wissenschaftler führen wichtige Kriterien auf, um die Eignung und das Potenzial entsprechender Flächen bewerten zu können. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in dem Open-Access-Journal „BioRisk“ veröffentlicht. Damit ist die 46-seitige Studie frei im Internet verfügbar. Dies ist Thema der gemeinsamen Pressemitteilung des Johann Heinrich von Thünen-Institutes (vTI), Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) vom 18. Oktober 2012, die Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Oettinger will Stromnetze verstaatlichen

„Netzausbau verliefe homogener“

Für die Energiewende bereitet besonders der Ausbau der Stromnetze Probleme, mit denen künftig vor allem Windstrom von der Küste in den wirtschaftsstarken Süden transportiert werden soll. Rund 3.800 Kilometer neue Hochspannungsnetze sollen in Deutschland gebaut, weitere 4.400 Kilometer müssen optimiert werden.  Die Kosten könnten bis zu 30 Milliarden Euro betragen. Um den Ausbau zu beschleunigen, schlägt EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) nun vor, die bislang privaten Stromnetze teilweise zu verstaatlichen. »Das wäre vielleicht nicht billiger für die Verbraucher, aber der Netzausbau verliefe schneller und homogener«, sagte Oettinger. weiterlesen…

Ramsauer würdigt 10 Jahre acatech

10. acatech-Festveranstaltung: „Beitrag zu Innovation und Fortschritt“

Anlässlich einer Festveranstaltung am 16. 10. 2012 im  Berliner Konzerthaus dankte Bundesminister Peter Ramsauer in seiner Festrede acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften für ihren Beitrag zu Innovation und Fortschritt. Innovationen, unter anderem im Verkehrssektor, trügen zu einer erfolgreichen Energiewende bei. acatech-Präsident Reinhard Hüttl blickte in seiner Eröffnungsrede auf zehn Jahre acatech zurück: Die Fähigkeit, auf gesellschaftlichen Wandel zu reagieren, hob er darin als zentrales Erfordernis hervor, um auch in Zukunft die Anforderungen erfüllen zu können, die die Gesellschaft an die Akademie stelle. Er und Co-Präsident Henning Kagermann gaben Einblicke in aktuelle Themenschwerpunkte von acatech. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung des PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie. weiterlesen…

Rekordhaushalt für Bildung und Forschung

Abschließende Beratung im Ausschuss

In der abschließenden Haushaltsberatung zum Etat des Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im zuständigen Ausschuss waren sich alle Fraktionen weitgehend einig: Der Mittelzuwachs um 811 Millionen Euro auf 13,7 Milliarden Euro sei anerkennenswert. Die FDP sprach von einem „Megahaushalt“. Allerdings bezweifelten die Grünen die Nachhaltigkeit des Haushalts, und die Linke sagte, man müsse sich immer fragen, in welche Richtung die Mittel flössen. weiterlesen…

Merkel prüft – Altmaier ärgert sich

Merkel will Ausnahmen prüfen – Höhn: zu niedrig
Altmaier ärgert sich über Rechenfehler – Kelber relativiert RWE-Preiszurückhaltung

Bundesumweltminister Altmaier sieht in Berechnungsfehlern aus dem Vorjahr einen Mitgrund für die starke Erhöhung der EEG-Umlage. „Ich ärgere mich maßlos, dass die Steigerung jetzt so deutlich ausfällt“, sagte er am 16.10.2012 im ZDF. Die Übertragungsnetzbetreiber hatten am 15.10.2012 verkündet, die Umlage steige für 2013 um 1,7 Ct/kWh – inklusive 0,7 Cent Nachholbetrag für 2012. Der Minister versprach, sich nun für eine Abfederung der Belastungen aus der gestiegenen EEG-Umlage einzusetzen. Er wolle erreichen, dass die Steigerung nicht völlig an die Verbraucher weitergegeben werde, und er verwies auf RWE, der Stromkonzern habe erklärt, die Belastung vorerst nicht weitereichen zu wollen. weiterlesen…

MPG-Präsident Gruss gegen Vorverurteilung Schavans

„Faires Verfahren statt Vorverurteilung“

Zu den Plagiatsvorwürfen gegen Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan erklärt der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss:  „Annette Schavan setzt als Bundesministerin für Bildung und Forschung seit 2005 wesentliche Impulse zur Stärkung des deutschen Wissenschaftssystems. Der gegen sie erhobene Vorwurf des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der Anfertigung ihrer Promotion muss sorgfältig geprüft werden. Indiskretionen innerhalb des laufenden Verfahrens beschädigen dessen Integrität und erschüttern das Vertrauen in die beteiligten Personen und Institutionen.“ weiterlesen…