Energieproduktivität steigt rasant

70 Prozent der Unternehmen wollen ihre Produkte klimaneutral anbieten

Die EEI-Wintererhebung 2021/22 weist nach dem starken Einbruch im letzten Halbjahr deutlich höhere Investitionen für Effizienzmaßnahmen aus. Die Energieproduktivität ist rasant gestiegen. Insgesamt wollen 70% der befragten Unternehmen ihre Produkte klimaneutral anbieten. Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erhebt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Maßnahmen sowie Ziele der deutschen Industrie mit Bezug zur Energieeffizienz. weiterlesen…

Von 12.300 geplanten km Netzausbau 1.900 fertiggestellt

Präsident Homann: „Energiewende braucht gut ausgebautes Stromnetz“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besuchte am 21.02.2022 die Bundesnetzagentur in Bonn und informierte sich über den Fortschritt des Stromnetzausbaus. Nach der letzten Erhebung der Bundesnetzagentur umfasst der geplante Ausbau insgesamt 101 Vorhaben mit einer Gesamtlänge von rund 12.300 km. 22 davon sind vollständig fertiggestellt (1.900 km), sechs weitere auf allen Abschnitten mindestens genehmigt. weiterlesen…

Katastrophale Umweltbilanz von Bio-Fuels

ifeu-Untersuchung der CO2-Opportunitätskosten von Biokraftstoffen – und ein Zweifel

Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass pflanzenbasierte Agrokraftstoffe aufgrund ihres enormen Flächenbedarfs noch klimaschädlicher sind als bisher bekannt. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung ifeu hat einer Medienmitteilung zufolge ermittelt, dass der Anbau von Raps, Getreide & Co. zur Produktion von Agrokraftstoffen für deutsche Autosweltweit mehr als 1,2 Millionen Hektar wertvolle Agrarflächen belegt. Dieser immense Flächenverbrauch mache den angeblichen Klimavorteil von Agrokraftstoff gegenüber fossilem Sprit mehr als zunichte. weiterlesen…

„Wie durch einen riesigen Fahrstuhl“

Neue rasante Wege ozonschädigender Substanzen in die Stratosphäre


Neue Ergebnisse von Atmosphärenphysikern der Bergischen Universität Wuppertal belegen einer Medienmitteilung vom 17.02.2022 zufolge erstmals durch direkte Beobachtung, dass kurzlebige organische Chlorverbindungen, die hauptsächlich in Asien produziert und in die Atmosphäre abgegeben werden, im Sommer durch den asiatischen Monsun auf über 14 Kilometer Höhe katapultiert und dann global in der unteren Stratosphäre weiter verteilt werden, wo sie zum Abbau der Ozonschicht beitragen. (Foto: Forschungsflugzeug HALO – © Valentin Lauther, uni-wuppertal.de) weiterlesen…

Umweltfachleute unterstützen Umweltpolitik jenseits des Wirtschaftswachstums

Studie: Strategie eines „grünen Wachstums“

Damit die Wirtschaft klimaschonender und nachhaltiger wird, setzen die meisten Politikansätze auf die Strategie eines „grünen Wachstums“. Doch Umweltfachleute stehen diesem Konzept, das auf weiteres Wirtschaftswachstum abzielt, kritisch gegenüber, wie eine neue Studie vom zeigt. Eine Befragung von Mitarbeitenden des Umweltbundesamtes – Deutschlands zentraler Umweltbehörde – ergab, dass die Experten wachstumskritische Konzepte für zielführender halten. Die Studienautoren vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der ESCP Business School haben ihre Ergebnisse im Journal of Cleaner Production vorgestellt. Sie sehen die Befunde als Unterstützung für eine Umweltpolitik jenseits des Wachstums. weiterlesen…

Wie entwickelt sich die deutsche Wasserstoffwirtschaft weiter?

Alkalische, PEM-Elektrolyse oder Hochtemperatur-Elektrolyseure

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI schafft im Rahmen des Projekts „H2 D – Eine Wasserstoffwirtschaft für Deutschland“ die Basis für die sukzessive Entwicklung einer technologie-zentrierten Wasserstoff-Roadmap für Deutschland und präsentiert erste Ergebnisse. Der Fokus liegt auf der Elektrolyse als zentrale Technologie zur Synthese von grünem Wasserstoff. Dabei werden etwa die Strategien von Bund- und Ländern, die zentralen Akteure der Wasserstoff-Forschung und -Förderung oder sowie Kennzahlen zur Entwicklung des Wasserstoffmarktes näher betrachtet. Eine regelmäßig aktualisierte Website trägt alle zentralen Erkenntnisse zusammen. weiterlesen…

Power-to-Chemicals: CO2 als Rohstoff nutzen

Zementindustrie mit CCU klimaneutral gestalten

In der Zementindustrie ist Kohlenstoffdioxid ein unvermeidbares Nebenprodukt: Es entsteht beim Brennen von Calciumcarbonat zu Calciumoxid und wird anschließend freigesetzt. Dadurch trägt die Zementindustrie momentan zu vier bis acht Prozent der globalen CO2-Emissionen bei. Im neu gestarteten Verbundprojekt „CO2-Syn“ arbeiten Partner aus Industrie und Wissenschaft an einer Alternative. Sie setzen auf „Carbon Capture and Utilization“ (CCU), um das CO2 aufzufangen und stofflich zu nutzen – zum Beispiel zur Herstellung von Basischemikalien wie Olefinen und höheren Alkoholen. weiterlesen…

Industrie befürchtet Verknappung grüner Kraftstoffe wegen EU-Beschränkungen

Verantwortlich wird Erneuerbaren Direktive gemacht

Laut der vom European Biodiesel Board EBB in Auftrag gegebenen Untersuchung „Die Rolle von Biodiesel bei den Klimaschutzmaßnahmen der EU“ könnte Europa aufgrund der EU-Beschränkungen für Biofuels nicht in der Lage sein, die rasant steigende Nachfrage der Verkehrsindustrie nach umweltfreundlichen Flüssigkraftstoffen zu decken, schreibt Sean Goulding Carroll auf EURACTIV. Der Bedarf werde sich bis 2030 verdoppeln, weil die EU den See- und Luftverkehr sowie den schweren Straßenverkehr durch Ersatz fossiler Kraftstoffe dekarbonisieren wolle. weiterlesen…

Wie wichtig ist E-Auto-Fahrern Grünstrom?

Rolle von Ökostrom beim Laden

Das Karlsruher Fraunhofer-Institut für ystem- und Innovationsforschung ISI widmet sich in einer Untersuchung der Frage, wie stark Ökostrom-Verträge unter Nutzern von Elektrofahrzeugen in Deutschland verbreitet sind. Dabei wurde sowohl der Anteil an Verträgen für das Laden Zuhause, auf der Arbeit und an öffentlichen Ladestationen sowie der ökologische Anspruch der Verträge näher beleuchtet. Darüber hinaus wurden die Werte für Deutschland in Bezug zum EU-Durchschnitt gesetzt. weiterlesen…

Lithium-Schwefel-Akkus: Erste multimodale Analyse im Pouchzellenformat

Auswirkung des Elektrolyten auf Bildung unerwünschter Schwefelpartikel und Polysulfide

Lithium-Schwefel-Akkus (Li/S) haben deutlich höhere Energiedichten als konventionelle Lithium-Ionen-Akkus, altern allerdings sehr rasch. Nun hat ein Team am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) erstmals Li/S-Akkus im industrierelevanten Pouchzellen-Format) mit unterschiedlichen Elektrolyten untersucht. An der Studie waren auch Teams der TU Dresden sowie des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS beteiligt. Die Untersuchung wurdeopen access in Advanced Energy Materials publiziert. (Grafik: Radiografien Li-S-Akku im Test – © R. Müller, S. Risse, HZB) weiterlesen…