Politiker am Nasenring der Energie-Multis

Gastkommentar von Ernest Lang, Bayerischer Rundfunk

Es hatte sich so gut angehört: Als Ministerpräsident Seehofer nach dem Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 im Landtag den Ausstieg aus der Atomenergie verkündete, wollte er Bayern zum Musterland der erneuerbaren Energien machen. Tatsächlich glänzen auf vielen Dächern Photovoltaik-Anlagen in der Sonne, haben Regionale Planungsverbände und Landkreise ihre Hausaufgaben gemacht und Vorrangflächen für die Windkraft ausgewiesen – und dennoch mehren sich in jüngster Zeit die Zweifel, ob der Atomausstieg wie geplant bis zum Jahr 2022 zu schaffen ist. Vor allem verstärkt sich der Eindruck, dass in den Amtsstuben der zuständigen Ministerien der Wille zur Energiewende eher ein bloßes Lippenbekenntnis ist. So kann der ehemalige CSU-Minister Ramsauer jetzt auch ungeniert ein weiteres Festhalten am Atomstrom fordern. Auch Ministerpräsident Seehofer selbst scheint massive Zweifel zu haben, ob seine 2011 euphorisch verkündete Vision vom energiepolitischen Musterland Bayern noch mit der Realität in Einklang zu bringen ist. weiterlesen…

Erdgasfahrzeuge befördern Klimawandel

Studie: Pipeline-Lecks verschlechtern Klima-Bilanz

Erdgasfahrzeuge gelten – eigentlich –  als klimaschonend. Doch sind sie es dann nicht, wenn man sich ihren gesamten Lebenszyklus anschaut, sagt eine neue Studie aus Science. Pipeline-Lecks aus denen Methan austritt, verschlechtern ihre Klimabilanz so dramatisch, dass es sogar besser wäre, Kohle zu verbrennen. Ein Artikel in Technology Review. weiterlesen…

Speichergas im EEG-Entwurf zu wenig beachtet

Stellungnahme von performing energy zum EEG-Entwurf des BMWi

Das BMWi hat am 04.03.2014 den Referentenentwurf zur EEG-Reform veröffentlicht und die Betroffenen zur Konsultation eingeladen. performing energy – Bündnis für Windwasserstoff (PE) beteiligte sich an dem Prozess und merkt an, das Thema „Speichergas“ finde in dem Entwurf zu wenig Beachtung. Es sei  bedauerlich, dass Speichergas ausschließlich als Stromspeicher angesehen werde. Die Nutzung von Wasserstoff biete deutliche Klimaschutzvorteile gegenüber konventionellen Technologien. Solarify dokumentiert die Stellungnahme. weiterlesen…

30.000 demonstrierten pro Energiewende

„Energiewende retten – Wind und Sonne statt Kohle, Fracking und Atom“ – Kritik an der Energiepolitik der Großen Koalition

In den sieben Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden sowie in Wiesbaden gingen am 22.03.2014 insgesamt 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende und für den schnellen Abschied von atomaren und fossilen Energieträgern auf die Straße. Bei den Kundgebungen forderten mehrere Redner den beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken. Kritisiert wurden Pläne der Bundesregierung, die Förderung der Photovoltaik und der Windkraft an Land zu begrenzen. weiterlesen…

Grüne wollten neue Braunkohletagebaue verbieten

…aber Koalition lehnte ab

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen forderte vergeblich ein Verbot neuer Braunkohletagebaue. Diese Forderung erhob sie in einem Antrag (18/848), der am 20.03.2014 im Deutschen Bundestag behandelt wurde. Danach sollte es keine Zulassung neuer Tagebaue mehr geben, „da infolge der Energiewende und der Notwendigkeit zur Erreichung der Klimaschutzziele hierfür kein öffentliches Interesse mehr besteht“. Dazu verlangte die Fraktion eine Änderung des Bundesberggesetzes. Im Gesetzeszweck sollte neben der Rohstoffgewinnung auch der Umwelt- und Klimaschutz gleichrangig vorgesehen werden. Zu den weiteren Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen gehörte unter anderem eine bessere Sicherung der Belange betroffener Grundstückeigentümer in Bergbaugebieten und eine Beteiligung von Kommunen schon bei der ersten Stufe von bergrechtlichen Genehmigungen. weiterlesen…

SWP-Dossier: Herausforderung Klimawandel

Analyse globaler Verhandlungsprozesse, Governance-Strukturen, weltweiter Schlüsselakteure – besonderer Schwerpunkt auf europäischer Klimastrategie

Der Klimawandel wird inzwischen von vielen Staaten als eine der wichtigsten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts betrachtet. Politisch höchst umstritten jedoch ist das konkrete Vorgehen sowohl im internationalen Kampf gegen den Klimawandel als auch im Rahmen der klimapolitischen Verhandlungen auf UN-Ebene. Ein sehr lesenswertes SWP-Themendossier analysiert globale Verhandlungsprozesse und Governance-Strukturen sowie weltweite Schlüsselakteure und analysiert deren Interessen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der europäischen Klimastrategie liegt. Schließlich ist auch den sicherheitspolitischen Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel ein Kapitel gewidmet. weiterlesen…

„Gemeinschaftsprojekt Energiewende. Der Fahrplan zum Erfolg“

Warum die Energiewende notwendig ist, und wie sie gelingen kann

Nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima vor drei Jahren setzte sich die Bundesregierung ambitionierte Ziele für eine beschleunigte Energiewende – die hätten aber in letzter Zeit zusehends wieder an Fahrt verloren, so der Voraustext zum Buch „Gemeinschaftsprojekt Energiewende. Der Fahrplan zum Erfolg“, aus dem Oekom-Verlag, vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Wissenschaftler (VDW) herausgegeben. Es will erklären, warum die Energiewende notwendig ist und wie sie gelingen kann.
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Lesehinweis: taz hat neuen IPPC-Bericht

Menschen, Tiere und Pflanzen werden stärker betroffen sein als befürchtet

Es sei „eine nüchterne Grafik, aber sie sagt eine Katastrophe voraus: Viele Gattungen von Tieren und Pflanzen werden in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts von einem ungebremsten Klimawandel schlicht überfordert sein“, schreibt die taz. Am schlimmsten treffe es Bäume, Kräuter, aber auch Nagetiere und Primaten: Der Großteil dieser Arten werde „schon von relativ geringen Klimaerwärmungen überrollt“.
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PV, Wind, Biogas geschickt kombinieren

Erneuerbare Energien intelligent managen

Windräder, Solarparks, Biomasse-Anlagen – immer mehr elektrische Energie stammt aus volatilen Quellen. Doch noch sind weder unsere Netze noch Industrie und Privathaushalte auf eine schwankende Stromerzeugung ausgelegt. Intelligente Energiemanagementsysteme ermöglichen robuste Versorgungsnetze und die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien. Forscher der Fraunhofer-Allianz Energie haben Lösungen für Energieversorger, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Wohnhäuser vor.
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Erdgas aus Abfall

Bioabfälle zu Biomethan: Konzepte für fünf europäische Städte

Das Abfallmanagement stellt viele europäische Regionen noch immer vor Probleme. Dabei kann organischer Müll durchaus nachhaltig weiter verarbeitet werden. Das Projekt UrbanBiogas, dessen Ergebnisse das Kasseler Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) am 11.03.2014 beim Europäischen Biomethanworkshop in Brüssel vorstellte, zeigt, wie Kommunen und Städte ihre Bioabfälle zu Biomethan aufbereiten und damit einer nachhaltigen Nutzung zuführen. weiterlesen…