PIK: Überschreiten der Klimagrenze könnte Risiko von Kippeffekten stark erhöhen

Kritischer Punkt bereits überschritten

Würde die UN-Klimagrenze von 1,5 bis 2 Grad Celsius Erwärmung vorübergehend überschritten, könnte sich das Kipprisiko für mehrere Elemente des Erdsystems um mehr als 70 Prozent erhöhen – im Vergleich zur im Pariser Klima-Abkommen von 2015 angestrebten Begrenzung der Erwärmung, so das Ergebnis der neuen Risikoanalyse eines internationalen Forscher-Teams. Dieses Risiko erhöht sich einer Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zufolge selbst dann, wenn sich die globale Temperatur längerfristig innerhalb des Pariser Rahmens stabilisieren würde. Eine Vermeidung der Überschreitung würde daher die Risiken begrenzen, schlussfolgern die Forschenden. (Grafik: Kippschalter im Erdsystem – © Köppen, Schellnhuber, Edenhofer, PIK-Potsdam, CC-BY-ND DE 3.0) weiterlesen…

Drei Viertel aller HausbesitzerInnen wünschen sich ein Solardach

Photovoltaik-Geschäftsklimaindex auf Allzeithoch – Bundesverband Solarwirtschaft rechnet mit anhaltendem Solarboom

Drei Viertel aller privaten Hausbesitzer:innen, die über ein geeignetes Dach verfügen, liebäugeln mit einer eigenen Solaranlage, jede:r fünfte plant diese sogar bereits in den kommenden 12 Monaten. Dies ist das „beeindruckende Ergebnis“ einer vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Auftrag gegebenen und am 21.12.2022 veröffentlichten YouGov-Repräsentativbefragung unter 1.022 Immobilienbesitzer:innen in Deutschland. Vier von fünf Hausbesitzer:innen, die sich die Anschaffung einer Solarstromanlage vorstellen können, wünschen sich zugleich einen Solarstrom-Speicher, um den selbst erzeugten Solarstrom rund um die Uhr nutzen zu können. Für dieses Jahr rechnet der BSW mit einem Installationsplus von rund 30 Prozent im Stromsektor (Photovoltaik) und rund 10 Prozent im Wärmesektor (Solarthermie). Auch für 2023 erwartet der Verband eine weiter anziehende Solartechnik-Nachfrage. Die seit dem Jahr 2005 vom BSW ermittelten Geschäftsklima- und Geschäftserwartungsindizes befinden sich auf einem Allzeithoch. weiterlesen…

Mehr Flächen für Wind-Onshore

Bundeskabinett verabschiedet Bilanzbericht zu Funknavigation

Das Bundeskabinett hat einen Bilanzbericht zum Thema Funknavigation im Kabinett verabschiedet. Die Bundesministerien für Digitales und Verkehr und das für Wirtschaft und Klimaschutz hatten sich am 05.04.2022 auf ein umfassendes Maßnahmenpaket im Bereich Drehfunkfeuer und Wetterradare verständigt, um kurzfristig mehr Flächen für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. Ein Großteil der im April vereinbarten neun Maßnahmen im Bereich Funknavigation konnte erfolgreich umgesetzt werden. Diese Umsetzungsarbeiten stellt der Kabinettbericht vom 21.12.2022 dar. Er erfolgt gemäß § 99a Erneuerbare- Energien-Gesetz EEG, nachdem die Bundesregierung dem Bundestag jährlich jeweils spätestens zum 31.12. einen Funknavigationsbericht vorlegt. weiterlesen…

Kommen CCU und CCS doch?

Stark-Watzinger fordert Zulassung von CO2-Speicherung – Habeck bereitet nach Sinneswandel Gesetzentwurf vor

Nach dem Willen von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger soll unterirdische CO2-Speicherung in Deutschland rasch zugelassen werden. Ein entsprechendes Gesetz soll 2023 auf den Weg gebracht werden. Doch das Verfahren ist umstritten – auch Wirtschaftsminister Habeck war lange dagegen. Jetzt hat er angekündigt, bald einen CCS-(Carbon Capture and Storage)-Gesetzentwurf vorzulegen- so tagesschau.de. weiterlesen…

Bayerisches Start-up will Kernfusions-Reaktoren bauen

BR: Ab 2030 Baubeginn geplant

Das Münchner Start-up „Marvel Fusion“, deutschlandweit das einzige Kernfusion erforschende Unternehmen, will ab 2030 mit dem Bau erster Kernfusions-Reaktoren beginnen. Nur: Experten bezweifeln, dass diese Form der Energiegewinnung bald klappt. Der jahrzehntelange Traum von einer unerschöpflichen, nachhaltigen und sauberen Energiequelle, der Kernfusion, könnte laut Experten viele unserer Energieprobleme lösen. Nun kam die Nachricht, dass Forscherinnen und Forschern in Kalifornien erstmals der große Coup gelungen ist: Sie haben mittels Kernfusion geschafft, dass mehr Energie freigesetzt wird, als vorher an Energie vorhanden war. Diese spezielle Forschung zu Kernfusion findet aber nicht nur in Kalifornien statt, sondern auch in Bayern, berichtete am stolz der Bayerische Rundfunk. (Bild: Heißes Plasma im Magnetfeld eines Tokamaks – © Eye Steel Film from Canada – MAST Tokamak, CC BY 2.0) weiterlesen…

Vattenfall baut Power-to-Heat Anlage in Amsterdam

150 MW Wärmeleistung

Ein riesiger Elektroboiler soll bald das Fernwärmenetz im Süden Amsterdams speisen – mit Ökostrom aus der Region. Vattenfall baut den Mega-Elektroheizkessel, der mit überschüssigem regenerativen Strom Wasser erhitzt und die Energie so speichert, schreibt das Magazin Erneuerbare Energien am . Der Elektroboiler funktioniert wie ein Wasserkocher und füttert ab 2025 mit der zwischengespeicherten Wärme das Fernwärmenetz von Amsterdam Süd und den angrenzenden Bezirken. Die Bauarbeiten für die Anlage auf dem Vattenfallgelände Diemen beginnen im Januar 2023. weiterlesen…

Energieverbrauch 2022 auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Zuwächse bei Erneuerbaren und Kohle / CO2-Emissionen sinken 2022 nur leicht

2022 erreichte der deutsche Energieverbrauch 11.829 Petajoule (PJ) beziehungsweise 403,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – ein Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch kam damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) vom 20.12.2022 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. weiterlesen…

Negative Emissionen staatlich fördern!

Abscheidung von CO2 sollte verstärkte finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten

Um Treibhausgase wieder aus der Luft heraus zu holen, müssen Fördergelder gezahlt werden. Diese Subventionen für die Beseitigung von CO2 sollten dabei höher sein als der Preis, der auf den Ausstoß von CO2 erhoben wird – das zeigt eine neue ökonomische Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Erstmals analysierten die Forschenden politische Maßnahmen, die auf das Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre zielen, um es dann unterirdisch oder in Produkten zu speichern. Grund für die vorgeschlagene unterschiedliche Bepreisung sind nicht technische Schwierigkeiten beim Herausholen des CO2 aus der Luft, sondern ein wirtschaftlicher Effekt, der als Leckage bezeichnet wird. weiterlesen…

Photovoltaik-Boom in ganz Europa

2022: Deutschland vor Spanien größter europäischer Photovoltaik-Markt

Der europäische Photovoltaik-Verband erwartet eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 41,4 Gigawatt auf dem Kontinent in diesem Jahr – ein Anstieg um 47 Prozent gegenüber 2021. Im optimistischsten Szenario könnte es im kommenden Jahr sogar mehr als 67 Gigawatt Zubau werden. In den Top Ten liegen Polen und die Niederlande weiterhin vor Frankreich und Italien. Portugal verzeichnete prozentual den größten Zuwachs binnen Jahresfrist. Sandra Enkhardt hat sich für das pv magazine den jährlichen Fortschrittsbericht von Solarpower Europe näher angeschaut. weiterlesen…

Bahnbrechendes Verfahren beseitigt giftige „Ewigkeitschemikalien“

Von kalifornischen Wissenschaftlern für Trinkwasseraufbereitung und Sanierung toxischer Standorte entwickelt

Eine heimtückische Kategorie von krebserregenden Schadstoffen, die als „ewige Chemikalien“ bekannt sind, ist vielleicht doch nicht so dauerhaft. Chemieingenieure und Umweltwissenschaftler der University of California, Riverside, haben vor kurzem eine neue Methode veröffentlicht, mit der diese schädlichen Substanzen im Trinkwasser chemisch in kleinere, im Wesentlichen unschädliche Verbindungen zerlegt werden können. Bei dem zum Patent angemeldeten Verfahren wird verunreinigtes Wasser mit Wasserstoff versetzt und dann mit energiereichem, kurzwelligem ultraviolettem Licht bestrahlt. weiterlesen…