BMWK beantragt Bundestagszustimmung zu Kohleausstieg in NRW – Lützerath wird abgebaggert

Antrag auf frühere Beendigung der Kohleverstromung im Revier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beantragte am 08.11.2022 die gemäß § 49 des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes erforderliche Zustimmung des Deutschen Bundestages zum Änderungsvertrag zum öffentlichrechtlichen Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland (20/4299). Die Bundesregierung soll damit ermächtigt werden, diesen Vertrag mit den Betreibern von Braunkohleanlagen und weiteren, von der Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung unmittelbar betroffenen Braunkohletagebauunternehmen zu schließen. weiterlesen…

CDU/CSU wollen Klimaschutz vorantreiben

Auch Union jetzt für CO2-Preis

Aus der Opposition heraus lassen sich alte Sünden rasch vergessen und vergeben: Die Unionsfraktion will den Klimaschutz international, europäisch und in Deutschland vorantreiben. Vor dem Hintergrund der 27. UN-Klimakonferenz (COP27) in Scharm el-Scheich schreiben die Abgeordneten von CDU und CSU – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in einem Antrag (20/4312) am 09.11.2022, die Bundesregierung habe in den vergangenen Monaten den Klimaschutz nicht mit der gebotenen Dringlichkeit verfolgt, die Umsetzungs- und Finanzierungsversprechen, jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz an die ärmeren Länder zu geben, würden nicht eingehalten. weiterlesen…

Bioabbaubares Mikroplastik in Böden lässt CO2-Emissionen ansteigen

Auch Folgen für mikrobielle Biomasse in den Böden analysiert

Biologisch abbaubare Mikroplastik-Partikel in Böden können zu einem verstärkten Anstieg von CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre führen. Das zeigt eine interdisziplinäre, in Applied Soil Ecology veröffentlichte Studie des Sonderforschungsbereichs 1357 „Mikroplastik“ an der Universität Bayreuth. Experten für Bodenökologie und ökologische Mikrobiologie vergleichen darin laut einer Medienmitteilung vom 08.11.2022 erstmals in systematischer Form die Auswirkungen eines herkömmlichen und eines bioabbaubaren Kunststoffs in unterschiedlichen Böden. Auch die Folgen für die mikrobielle Biomasse in den Böden, insbesondere für Bakterien und Pilze, werden analysiert. weiterlesen…

DIW: FuE-Ausgaben in Corona-Krise deutlich gesunken

China mittlerweile weltweit wichtigster Industrieforschungsstandort

Die Ausgaben fu?r Forschung und Entwicklung (FuE) sind in Deutschland im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,3 Prozent gesunken. Allein die Unternehmen in Deutschland reduzierten ihre FuE-Etats um 7,8 Prozent – insbesondere in der Industrie und dort wiederum im Kraftfahrzeugbau. Die Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), zu der auch Deutschland gehört, erhöhten im Durchschnitt hingegen erstmals in einem Krisenjahr ihre FuE-Ausgaben. Das geht aus einer am 09.11.2022 publizierten Untersuchung von Heike Belitz aus der Abteilung Unternehmen und Märke des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor. weiterlesen…

UN: Frühwarnsystemen für alle bis 2027

COP27: 3,1-Milliarden-Dollar-Plan

Angesichts der Tatsache, dass durch klimabedingte Katastrophen mehr Menschen vertrieben werden als durch Konflikte, stellte UN-Generalsekretär António Guterres am 07.11.2022 im Rahmen der COP27 die Einzelheiten seines Plans vor, mit dem sichergestellt werden soll, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre alle Menschen auf der Erde durch Frühwarnsysteme geschützt werden. Der Exekutivaktionsplan für die Initiative „Frühwarnungen für alle“ sieht laut der u.a. emiratischen Nachrichtenagentur WAM vor, dass zwischen 2023 und 2027 gezielte Investitionen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar getätigt werden, was Kosten von nur 50 Cent pro Person und Jahr entspricht. weiterlesen…

EU will EU-Ausbau schnell beschleunigen

Brüssel schlägt Sofortmaßnahmen  vor

Die Europäische Kommission hat am 10.11.2022 laut einer Medienmitteilung des BMWK Sofortmaßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien in Form einer Verordnung des Rates vorgeschlagen. Der Vorschlag ergänzt die bisherigen EU-Sofortmaßnahmen zur Abfederung der Energiepreise und tritt direkt durch Ratsbeschluss (voraussichtlich Ende November) in Kraft – gültig zunächst für ein Jahr mit Option auf Verlängerung. weiterlesen…

Europas Wald-CO2-Senken schrumpfen rapide

EU will sie eher vergrößern

Weil immer mehr Holz als Brennstoff genutzt wird, verliet die EU in alarmierendem Tempo CO2-Senken – Wald. Das geht aus einer am 07.11.2022 veröffentlichten Untersuchung der gemeinnützigen Partnership for Policy Integrity (PFPI) hervor. Die 27 Mitgliedsstaaten haben der Untersuchung von Mary S. Booth zufolge seit 2002 einen beschleunigten Rückgang ihrer Kohlenstoffsenken in Wäldern und auf dem Land verzeichnet oder diese ganz verloren, schreibt Frédéric Simon im Portal EURACTIV.com. weiterlesen…

Scholz: „Größte industrielle Modernisierung unserer Volkswirtschaft“

Im Wortlaut: Pressestatement bei der 27. Konferenz der Vereinten Nationen zum Klimawandel am 08.11.2022 in Sharm-el-Sheikh

BK Scholz: Auch wenn gegenwärtig alle Gedanken konzentriert sind auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf die Folgen, die dieser Krieg hat, ist es wichtig, dass wir die ganz großen anderen Fragen unserer Menschheit nicht vergessen. Das Aufhalten des menschengemachten Klimawandels gehört zu den großen Aufgaben, vor denen wir insgesamt auf unserem Planeten stehen. Das ist wichtig für unser eigenes Leben, das ist wichtig für das Leben zukünftiger Generationen. Deshalb bin ich auch hierhin nach Sharm-el-Sheikh gefahren, um einen Beitrag zu den Verständigungen zu leisten, die hier gefunden werden können, und auch zu zeigen, dass Deutschland aktiv dabei ist, seinen Beitrag zu leisten, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten. (Foto: Eröffnung der COP27 © UNFCCC 6 Nov 22 Simon Stiel, Kiara Worth 3 – CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Höher, schneller, breiter

Untersuchung „Autos und Stadtraum“ beschreibt Fehlentwicklungen in der Autoindustrie

'Ruhender' Verkehr in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify43 Prozent der im Jahr 2019 neu zu gelassenen Pkw waren großvolumig – ihre umweltfeindlichen und sozial ungerechten Auswirkungen auf die Nutzung des öffentlichen städtischen Raums sind stark angestiegen. Jeder fünfte davon war ein SUV und jeder zehnte ein Geländewagen. Nur ein Fünftel waren Kleinwagen/Minis oder zählten zur Kompaktklasse. Zudem sind die Pkw seit 1950 immer länger geworden. Die maximale Länge beträgt gegenwärtig 6,80 Meter. Das sind circa 60 Prozent mehr als vor 70 Jahren. Auch sind die Autos seit damals in die Breite gegangen – auf über 2,10 Meter mit Spiegel – eine Steigerung um fast 35 Prozent – so eine Arbeit an der TU München vom 08.11.2022. weiterlesen…

Grünes Licht für Kostenteilung bei Kohlendioxidpreis

SPD: „Faire Aufteilung“

SPD: „Faire Aufteilung“Der Ausschuss für  Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen des Bundestags hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten (CO2KostAufG, 20/3172) gebilligt. Ab dem 01.01.2023 soll ein Stufenmodell die Aufteilung des Kohlendioxidpreises zwischen Mietern und Vermietern regeln. Bisher tragen die Mieterinnen und Mieter die Kosten allein. weiterlesen…