Vorbereitung auf Gasversorgungsknappheit

Habeck legt dritten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vor

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck hat laut einer Medienmitteilung vom 20.07.2022 den dritten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vorgelegt. Dieser Bericht gibt einen Überblick über die Maßnahmen der Bundesregierung zur Reduktion der Energieabhängigkeit und zur Stärkung der Vorsorge. Der dritte Fortschrittsbericht schließt an den zweiten Bericht vom 01.05.2022 und den ersten Energiesicherheitsbericht vom 25.03.2022 an. weiterlesen…

Ethanol-Boom in Frankreich

Grund: Steigende Fossil-Kraftstoffpreise

In Frankreich stieg der E85-Absatz von Mai 2021 bis April 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 53 %, was zum Teil auf die höheren Preise für fossile Kraftstoffe infolge der russischen Invasion in der Ukraine zurückzuführen ist. Der sprunghafte Anstieg des Verbrauchs führte dazu, dass E85 ab April 2022 einen Anteil von 6,2 % am nationalen Kraftstoffmarkt einnimmt. Die Zahl der Tankstellen, die E85 anbieten, hat sich seit 2018 fast verdreifacht und wird von 1.015 vor vier Jahren auf 2.856 im Jahr 2022 steigen. Schweden ist der andere wichtige E85-Markt in Europa, während E85 in Deutschland ohne ersichtlichen Grund so gut wie verschwunden ist, schrieb Sean Goulding Carroll am 20.06.2022 auf EURACTIV.com. weiterlesen…

Petersberger Dialog: „Klimakrise wirkt wie Brandbeschleuniger“

Bundesaußenministerin Baerbock ruft zu schnellem Umstieg auf erneuerbare Energien auf

Zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs im Berliner Auswärtigen Amt am 19.07.2022 sagte Bundesaußenministerin Baerbock, einen weiteren Aufschub und Kompromisse könnten wir uns nicht mehr leisten. Die alte fossile Welt sei unaufhaltsam am untergehen. Deutschland werde zwar angesichts der Energiekrise für einen kurzen Zeitraum mehr Kohle nutzen. Trotzdem werde man nicht von den eingegangenen Verpflichtungen abweichen und strebe bis 2045 Klimaneutralität an. weiterlesen…

Verbraucherverband verklagt Tesla

Autohersteller soll irreführende Umweltaussagen gemacht und nicht über Funktion des Wächter-Modus informiert haben

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat laut einer Medienmitteilung vom 19.07.2022 beim Landgericht Berlin Klage gegen Tesla erhoben. Der vzbv wirft dem Autokonzern vor, er verschweige, dass Kunden bei Nutzung der Funktion des sogenannten Wächter-Modus zur Einhaltung der Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet seien und bei Verstößen ein Bußgeld riskierten. Mit dem Wächter-Modus werde die Umgebung des Fahrzeugs kontinuierlich durch Kameras überwacht. Außerdem wirft der vzbv Tesla irreführende Werbeaussagen über die CO2-Ersparnis beim Kauf seiner E-Autos vor. weiterlesen…

Auktionen helfen, alte Kernkraftwerke zu recyceln

Ein Stück Atomkraftwerk ersteigern

Die Stilllegung von Atomkraftwerken kann viele Jahre dauern und ist mit komplexen Sicherheits- und Lagerungsfragen verbunden. Ein britisches Unternehmen bietet jedoch seine Dienste an, um den Abfall zu minimieren, indem es alte Anlagen „aufräumt“ und die ausrangierten Teile auf Auktionen verkauft: Ramco, das mit dem britischen Verteidigungsministerium zusammenarbeitet, hat sich mit Magnox und der Behörde für die AKW-Stilllegung (NDA) zusammengetan, um überschüssige Gegenstände aus Atommeilern im Zuge ihrer Stilllegung weiter zu verkaufen. Eine Beschreibung der World Nuclear News vom 18.07.2022. weiterlesen…

Bald fünf schwimmende LNG-Terminals

Habeck: Standortentscheidung gefallen

Die Bundesregierung hat laut einer Medienmitteilung vom 19.07.2022 insgesamt vier schwimmende Flüssigerdgasterminals (FSRU) gemietet. Zwei Schiffe stehen bereits in diesem Jahr zur Verfügung und sollen zum Jahreswechsel 2022/23 in Wilhelmshaven und Brunsbüttel eingesetzt werden. Für die anderen zwei Schiffe, die ab Mai 2023 verfügbar sind, sind die Standortentscheidungen jetzt ebenfalls gefallen. So wird das dritte FSRU nach Stade und das vierte nach Lubmin gehen. Dort entsteht zudem bis Ende 2022 ein weiteres, fünftes FSRU-Terminal durch ein privates Konsortium. weiterlesen…

Gigabatterie-Projekt für Erneuerbare Energien in Portugal

Eines der größten Speichersysteme Europas

Am 18.07.2022 wurde das Tâmega-Stromerzeugungssystem in Portugal durch Premierminister António Costa eingeweiht – es gilt als eines der größten Wasserkraftprojekte der letzten 25 Jahre in Europa und umfasst eine Gesamtinvestition von 1,5 Milliarden Euro, schreibt Paula Lima auf pv magazine. Costa sagte bei seinem Besuch des Iberdrola-Projekts, es gebe „keine Zeit zu verlieren“ im Kampf gegen den Klimawandel und für Investitionen in erneuerbare Energien wie die drei Dämme umfassende Tâmega-Gigabatterie. „Mit dieser Investition werden wir das Äquivalent von 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid reduzieren“, sagte er. (Foto: Staudamm bei Daivões – Foto © Joseolgon – Own work, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Bayreuther Forscher entwickeln Testsystem für passive Kühlmaterialien

Energieverbrauch senken

Die passive Tageskühlung ist eine vielversprechende Technologie zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs. Sie vermeidet die Aufheizung von Gebäuden durch Sonneneinstrahlung und leitet vorhandene Wärme ohne externen Energieverbrauch ab. Forscher der Universität Bayreuth haben jetzt ein Testsystem geschaffen, mit dem die zur passiven Kühlung verwendeten Materialien zuverlässig charakterisiert und verglichen werden können – unabhängig von Wetterverhältnissen und Umweltbedingungen. Der am 18.07.2022 in Cell Reports Physical Science (open access) vorgestellte Messaufbau ist der erste Schritt zu einem standardisierten, weltweit anwendbaren Testsystem zur Vergleichbarkeit leistungsstarker Kühlmaterialien. (Grafik: Prinzip der passiven Kühlung – © Cell Reports Physical Scienceopen access) weiterlesen…

Analyse von Allianz Trade: Ukrainekrieg kann Energiewende antreiben

Analyse von Allianz Trade: Kriegsfolgen könnten Energiewandel befördern

Die Folgen des Krieges in der Ukraine können einer Studie zufolge die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Die grüne Wende könne mitunter erfolgreicher gelingen als bisher erwartet, obwohl die deutsche Bundesregierung im Streben nach mehr Energieunabhängigkeit zunächst mehr auf Kohle setzen müsse, heißt es in einer viel beachteten Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade (früher Euler-Hermes) vom 17.07.2022. weiterlesen…

Mehr als 80 Mrd. Kosten durch Extremwetter

Schäden durch Folgen der Klimakrise wie Hitze, Dürre, Starkregen, Überschwemmungen

Extremwetter wie die außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre sowie die Hochwasserkatastrophe von 2021 haben in Deutschland Schäden von insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro verursacht. Demnach entstand ein Großteil der Schäden durch Extremwetterereignisse, die durch die Klimakrise verursacht werden. In der Summe sind neben den direkt anfallenden Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen oder Ertragsverlusten in Forst- und Landwirtschaft auch Kosten indirekter Schäden, wie verringerte Arbeitsproduktivität, eingeflossen. Das geht aus einer Prognos-Studie hervor, die das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK) in Auftrag gegeben hat und dem Bundesumweltministerium (BMU zur Weiterentwicklung der deutschen Anpassungsstrategie dient. (Foto: Hochwasser in Altenahr-Altenburg – © Martin Seifert (CnndrBrbr), commons.wikimedia.org, CC0) weiterlesen…