Klimaneutralität oft irreführend

DUH prangert Mogelpackung „Klimakompensation“ an

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt acht Unternehmen wegen irreführender Werbeversprechen mit „Klimaneutralität“. Denn Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend mit den Adjektiven „klimaneutral“, „klimapositiv“ oder ähnlichen Begriffen beworben – so etwa Flüge, Kraftstoffe, Lebensmittel oder Kosmetika, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am 18.05.2022 in einem Pressegespräch in Berlin. Tatsächlich schwiegen sich die Unternehmen darüber aus, wie sie den angeblichen CO2-Ausgleich erbrächten – oder sie verwiesen auf Kompensationsprojekte, an die aber in der Regel nur ein niedriger Geldbetrag fließe. weiterlesen…

E-Mobilität drängt Öl-Bedarf zurück

Zero Emission Vehicle Transition Council: Übersicht über den Fortschritt

Anlässlich des Ministertreffens des Zero Emission Vehicle Transition Council (ZEVTC) in Leipzig am 18.05.2022, eines internationalen Forums, in dem Regierungen vertreten sind, die mehr als die Hälfte des weltweiten Automobilmarktes repräsentieren, veröffentlichte Bloomberg New Energy Finance (BNEF) ein „Dashboard“, das die Geschwindigkeit des Fortschritts hin zu ZEVs weltweit und in den Ländern des ZEVTV zeigt. 2022 unterstützte BNEF dessen Arbeit, um den globalen Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen. weiterlesen…

Energiequelle Bioabfall

Großes Potenzial – zu geringe Nutzung

Im Rahmen einer Pressekonferenz (https://www.facebook.com/FVBiogas) zum Auftakt der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT in München informierte der Fachverband Biogas e.V. am 30.05.2022 über das Potenzial biogener Abfälle zur Energiegewinnung – und die Hürden, die einer stärkeren Nutzung dieser Energiequelle im Wege stehen. weiterlesen…

Cybersecurity und Fachkräftemangel größte Herausforderung bei Energiewende

Medienmitteilung von VDE, BSKI, GreenTEC Campus und MIT Boston

Am 30.05.2022 erklärten die Technologieorganisation VDE, der GreenTEC Campus und der Bundesverband für den Schutz kritischer Infrastrukturen (BSKI) im Rahmen einer Pressekonferenz bei der Hannover Messe, dass ihrer Überzeugun nach die komplette Energiewende – Energieversorgung aus 100% Erneuerbare Energien – innerhalb weniger Jahre möglich sei. Vorausgesetzt – es fänden sich genügend Investoren und Fachkräfte. An ersterem zweifeln VDE, GreenTEC Campus und BSKI nicht, an letzterem schon. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff nach dem Vorbild der Natur

Transregio-Sonderforschungsbereich verlängert

Das Sonnenlicht als Quelle für die klimafreundliche Energieversorgung nutzen: Lange vor großen Initiativen wie dem europäischen „Green Deal“ oder der „nationalen Wasserstoffstrategie“ hat der Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB) CataLight mit der Entwicklung chemischer Solarenergiewandler begonnen. Das wichtigste Vorbild des Konsortiums der Universitäten Ulm und Jena ist die natürliche Photosynthese. Nach vier erfolgreichen Jahren auf dem Weg zur dezentralen Erzeugung von grünem Wasserstoff wurde einer Medienmitteilung vom folgend nun die Weiterfinanzierung des Transregio-SFBs beschlossen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB/Transregio 234 „Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien – Synthese und mechanistische Studien“ bis 2026 mit mehr als 12 Millionen Euro. weiterlesen…

Zwei SFBe zur Katalyse werden verlängert

Ziel: Nachhaltige und effiziente Chemikalien-Produktion im post-fossilen Zeitalter

Das Design der Katalyse als Schlüsseltechnologie der Chemie auf der atomaren Ebene ist Ziel der Sonderforschungsbereiche/Transregios SFB/TRR 247 „Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase“, beheimatet in der Universitätsallianz Ruhr, und „Molekulare heterogene Katalyse in definierten dirigierenden Geometrien“ (SFB 1333) an der Universität Stuttgart wurden nach einer erfolgreichen ersten Förderphase von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ab 01.07.2022 für weitere vier Jahre verlängert. (Bild: Molekulardynamische Simulation eines kovalenten, organischen Netzwerks (COF) – © Universität Stuttgart / SFB 1333) weiterlesen…

CO2-Kosten werden zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt

Bundesregierung beschließt Gesetzesentwurf

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der mehr Klimaschutz im Wärmesektor bringen und zugleich mehr Gerechtigkeit bei der Kostenaufteilung schaffen soll. Bei Wohngebäuden hängt von der energetischen Qualität des Gebäudes ab, wer welchen Anteil tragen muss. So zahlen bei Gebäuden in energetisch sehr schlechtem Zustand künftig die Vermieter 90 Prozent der CO2-Kosten. Das soll einen Anreiz zur energetischen Sanierung setzen. Allerdings sieht der Gesetzesentwurf viele Ausnahmen vor, schreibt Ralph Diermann am 25.05.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Siemens Energy will Gamesa übernehmen und von der Börse delisten

Freiwilliges Kaufangebot in bar für alle ausstehenden Aktien

Die Siemens Energy AG hat am 21.5.2022 ein freiwilliges Kaufangebot für alle ausstehenden Aktien an der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. („SGRE“), bekannt gegeben, d.h. rund 32,9 Prozent des Grundkapitals der SGRE, die noch nicht von Siemens Energy gehalten werden. Den Minderheitsaktionären an SGRE wird ein Preis von 18,05 € pro Aktie angeboten. Nach erfolgreichem Vollzug der Transaktion will Siemens Energy das Unternehmen von den spanischen Wertpapierbörsen nehmen (Delisting). weiterlesen…

„Starkes Signal für mehr Klimaschutz und ambitionierten Umweltschutz“

Abschlusserklärung der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister mit erstmaligem Bekenntnis zum Kohleausstieg

Das Treffen der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister ist einer gemeinsamen Medienmitteilung zufolge am 27.05.2022 mit einer Abschlusserklärung zu Ende gegangen, die ein starkes Signal für mehr Klimaschutz mit Blick auf die 1,5-Grad-Grenze und Solidarität mit den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern sendet. Damit haben die G7 auch die Weichen gestellt, um dringend notwendige Fortschritte im Kreis der G20 und bei der nächsten Weltklimakonferenz COP27 anzustoßen. Die Klima- und Energiekrise, das massenhafte Artenaussterben und die Verschmutzungskrise machen keine Pause und verschärfen sich mit jedem Tag des Zögerns. Lösungen gelingen nur mit internationalen Absprachen und in enger Zusammenarbeit. Dieses starke Signal der Geschlossenheit und das Bekenntnis für mehr Klima- und Umweltschutz ist die Botschaft des zweitägigen G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltministertreffens in Berlin. weiterlesen…

Leitsystem zur zielgerichteten Katalysator-Entwicklung konzipiert

Neues Konzept zur Katalysator-Forschung

Überall werden Stoffe durch chemische Reaktionen gewandelt – etwa im menschlichen Körper zur Energieversorgung, im Auto zur Abgasreinigung oder in der chemischen Industrie für Düngemittel, Fein- und Basischemikalien. Um diese Reaktionen möglichst effizient, das heißt unter geringem Energieaufwand, und möglichst selektiv, also ohne Nebenreaktionen, ablaufen zu lassen, sind sehr häufig Katalysatoren im Einsatz. Kurz gesagt:Durch Katalysatoren können Produktionskosten gesenkt und Schadstoffe gemindert werden. Einem Forschungsteam um die Arbeitsgruppe „Materialien für innovative Energiekonzepte“ unter der Leitung von Prof. Marc Armbrüster, Inhaber der Professur Materialien für innovative Energiekonzepte an der Technischen Universität Chemnitz, sowie des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden um Prof. Juri Grin ist es nun gelungen, die intrinsischen Beiträge zur katalytischen Aktivität getrennt voneinander zu untersuchen. Dadurch können effektive Katalysatoren zielgerichtet und somit schneller entwickelt werden. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten die Forscher im Journal of the American Chemical Society (JACS). weiterlesen…