EE-Anteil Januar-März 2021 gesunken

Nettostromerzeugung im 1. Quartal 2021

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat am 07.04.2021 Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Quartal 2021 vorgestellt, die aus der Datenplattform Energy-Charts hervorgehen. Die Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung ist der Strommix, der aus der Steckdose kommt und an der Strombörse gehandelt wird. Witterungsbedingt ging die Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien von 75,8 auf 57 Terawattstunden zurück, Kohle und Gas legten im Vergleich zum ersten Quartal 2020 dagegen deutlich zu. Die Windkraft bleibt die wichtigste Energiequelle (Grafik: Nettostromerzeugung Deutschland – Beispiel 14. Woche 2021 – © fraunhofer energy-charts.info – dort interaktiv). weiterlesen…

Energiedienstleister baut Untertage-Wasserstoffspeicher

Wasserstoffspeicher Rüdersdorf: Erster Meilenstein erreicht

Der erste Meilenstein beim Bau einer Wasserstoff-Testkaverne im brandenburgischen Rüdersdorf ist erreicht. Mit dem Einbau und der Zementierung von 160 Stahlrohren bis in 1.000 Meter Tiefe hat der Energiedienstleister EWE die Grundlage dafür gelegt, dass die geplante kleine Testkaverne im Salzstock hergestellt werden kann. In dem entstehenden unterirdischen Hohlraum will EWE die sichere Speicherung von 100 Prozent Wasserstoff testen. (Foto: Erster Meilenstein erreicht – 160 Stahlrohre hat EWE bis auf 1.000 Meter Tiefe verbaut und einzementiert – © Andreas Prinz, EWE) weiterlesen…

Grüne Fernwärme bietet große Potenziale für Wärmewende

BDEW-Studie zu grüner Fernwärme analysiert Maßnahmen und Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung

Die Bedeutung von grüner Fernwärme für die klimaneutrale Wärmeversorgung in urbanen Ballungsräumen wird bis zum Jahr 2050 stark wachsen. Dies zeigt eine Studie des Hamburg Instituts (HI) und der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in München (FfE) im Auftrag des BDEW. Demnach sind die Klimaziele im Wärme- und Gebäudesektor nur mithilfe eines Aus- und Umbaus der Fernwärmenetze auf Basis zunehmender Anteile von klimaneutraler Wärme aus Großwärmepumpen, Abwärme, Power-to-Heat (PtH), Solarthermie und Geothermie erreichbar. weiterlesen…

CO2-Düngeeffekt sinkt

Science-Veröffentlichung zur Minderung des CO2-Düngeeffekts auf globales Pflanzenwachstum

Photosynthese und Pflanzenwachstum werden stimuliert, wenn in der Luft mehr CO2 verfügbar ist. Geographen der Universität Augsburg stellen gemeinsam mit Kollegen aus 12 Ländern in in Science veröffentlichten Untersuchung Studie fest, dass dieser Effekt weltweit in den letzten vier Jahrzehnten um etwa 30 Prozent abgenommen hat. (Karte: Trends in der globalen Pflanzenproduktivität – © Ranga Myneni, Boston University) weiterlesen…

„ESYS“ mit drei neuen Positionspapieren

„Optionen für resilientes, digitalisiertes Energiesystem“ und zwei weitere

Eine verlässliche Energieversorgung ist die Grundlage unseres täglichen Lebens, vom Klingeln des Handyweckers am Morgen bis zur beleuchteten Wohnung am Abend. Ganz zu schweigen von industriellen Prozessen oder der Aufrechterhaltung von kritischen Infrastrukturen. In drei neuen Positionspapieren stellt das Akademienprojekt ESYS – Energiesysteme der Zukunft – Politikoptionen vor, die sicherstellen sollen, dass das heutige hohe Niveau der Versorgungssicherheit auch in Zukunft erhalten bleibt. weiterlesen…

Fraunhofer ISE mit Spitzenwirkungsgrad für p-type-TOPCon-Solarzelle

Fortschritte mit Siebdruck-Kontakten

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben die besten Metallisierungspasten identifiziert, die helfen, den Kontaktwiderstand und die Kontaktrekombination in p-type-TOPCon-Solarzellen zu reduzieren. Sie brachten eine Siliziumnitridschicht durch plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidung auf beiden Seiten einer Zelle auf und erreichten einen Wirkungsgrad von 21,2 Prozent. Emiliano Bellini beschrieb den Vorgang am 08.04.2021 auf pv magazine. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff bis 2050 um 85 Prozent billiger

BNEF: Bald preiswerter als Erdgas

Grüner Wasserstoff wird zur Mitte des Jahrhunderts in vielen Ländern günstiger sein als Erdgas, schreiben auf dem australischen Portal Renew Economy. Dazu trage maßgeblich die Kostenentwicklung und der weitere Ausbau der Photovoltaik bei – eine der bisher optimistischsten Einschätzungen des Potenzials von grünem Wasserstoff, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die Untersuchung von BloombergNEF unter dem Titel „1H 2021 Hydrogen Levelized Cost Update“ verbessere einige signifikante der vorherigen Annahmen von BloombergNEF, die ihrerseits bereits zu den optimistischsten gehört hätten. weiterlesen…

Standortliste für künftige grüne Wasserstoffwirtschaft

Globaler H2-Potenzialatlas wird nachhaltige Standorte aufzeigen

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify Deutschland wird auch in Zukunft langfristig auf Energie-Importe angewiesen sein; unter anderem muss es einen Großteil des grünen Wasserstoffs und seiner Syntheseprodukte aus wind- und sonnenreichen Weltregionen importieren. Das Projekt „HyPat“ unter Leitung des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI wird bis 2024 einen umfassenden, globalen Wasserstoffatlas entwickeln, wie ihn die deutsche Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) fordert. weiterlesen…

Süßwasserseen als Methanspeicher

Kohlenstoff-neutrale „Biotreibstoffe“ aus der Talsperre

Seen speichern riesige Mengen an Methan. Umweltwissenschaftler der Universität Basel machen in einer neuen Studie Vorschläge, wie dieses gewonnen und in Form von Methanol als Energieträger genutzt werden könnte. Bei Diskussionen um die aktuelle Klimakrise steht meist CO2 im Fokus. Weniger bekannt ist das Treibhausgas Methan, das zwar wesentlich seltener in der Atmosphäre vorkommt und kürzer darin verbleibt, dafür aber die Klimaerhitzung pro Mengeneinheit 80 bis 100 Mal so stark antreibt. weiterlesen…

Sprit aus der Brauerei?

Braurückstände in Proteine für Lebensmittel und Fasern für Biokraftstoffe trennen

Sowohl Hobbybrauer als auch große Bierproduzenten erleben das gleiche Ergebnis ihres Brauprozesses: Nachdem der Geschmack aus Gerste und anderen Getreidesorten extrahiert wurde, bleibt ein protein- und ballaststoffreiches Pulver übrig, das normalerweise als Viehfutter verwendet oder auf Mülldeponien entsorgt wird. Heute berichten Wissenschaftler im Journal der American Chemical Society (ACS) über einen neuen Weg, das Protein und die Ballaststoffe aus Biertreber zu extrahieren und zur Herstellung neuartiger Proteinquellen, Biokraftstoffe und mehr zu verwenden. weiterlesen…