Aktuelle Situation der Energieversorgung

Ausschuss berät – Keine belastbaren Aussagen zu Energiepreissteigerungen

Der Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie hat sich am 03.08.2022 von der Bundesregierung über die aktuelle Situation der Energieversorgung informieren lassen, vor allem im Hinblick auf einen Fahrplan für den Ausstieg aus der russischen Gasversorgung und die von der Regierung beschlossene neue Gasumlage, die ab Oktober Energie noch einmal deutlich verteuern wird – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib). Angesichts der unsicheren und volatilen Lage auf den Energiemärkten lässt sich eine Entwicklung der Endverbraucherpreise noch nicht abbilden. Daher ließen laut hib sich auch keine belastbaren Aussagen über die Mehrbelastung durch die gestiegenen Gas-, Strom- und Kraftstoffkosten treffen, so die Regierung in ihrer Antwort (20/2884) auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/1387). weiterlesen…

Energiewende hängt von Lieferketten der Windindustrie ab 

Untersuchung der GWEC mit Forderungen an Regierungen

„Regierungen weltweit sind aufgefordert, Lücken in Lieferketten ausfindig zu machen und eine Sonderkommission zu gründen, die Vorräte und Rohstoffe koordiniert“, schreibt Nicole Weinhold in ERNEUERBARE ENERGIEN vom . Die internationale Industrievereinigung der Windenergie GWEC hat die weltweiten Märkte der Windenergie und ihrer Zulieferer betrachtet und einen Zusammenhang mit den Ausbauzielen der Regierungen festgestellt. So hat sich für GWEC ein deutlicher Handlungsdruck auf Seiten der Regierungen ergeben, um die eigenen Ziele in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu erreichen. weiterlesen…

„Jetzt Wasserstoff-Pipelines bauen“

Gespräch mit Max-Planck-Direktor Robert Schlögl über Gaskrise und Energiewende

Der Ukrainekrieg und die drohende Gasknappheit liefern neben der Klimakrise ein weiteres Argument, so schnell wie möglich aus fossilen Energieträgern auszusteigen, und sich vor allem unabhängig von russischen Gas- und Erdöllieferungen zu machen. Peter Hergersberg (MPG) sprach mit Prof. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, darüber, wie er die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung zur Energiewende bewertet, was dafür noch getan werden muss und was die Wissenschaft dazu beitragen kann. weiterlesen…

Wasserstoff unbedingt bei Planung mitdenken

H2-Bereitschaft von LNG-Terminals

Weil für den Klimaschutz müssen fossile Energieträger ersetzt werden müssen, was im Fall von Erdgas aktuell durch den Ukraine-Krieg und die Abhängigkeit von russischem Erdgas verstärkt wird, plant die Bundesregierung den Einsatz von vier schwimmenden und den Bau zweier stationärer LNG-Terminals in Brunsbüttel und Stade. Da es sich hierbei – so der VDI – „um langfristige Investitionen handelt“, sollten sich diese Terminals auch für den Import von grünen Gasen wie zum Beispiel flüssigem Wasserstoff (LH2) nutzen lassen. In der aktuellen Situation sei der Bau der Terminals zwar „dringlich“, allerdings sei noch nicht abzusehen, wann darüber Wasserstoff angeliefert werden könne. weiterlesen…

Wasserstoff: Genug für Import verfügbar

ESYS-Analyse

Wasserstoff stellt als Schlüsselelement, um Klimaneutralität zu erreichen, für die Dekarbonisierung der Industrie und bestimmter Verkehrssektoren eine wichtige Ergänzung der direkten Elektrifizierung dar. Um die künftig hohen Bedarfe zu decken, werden Importe nötig sein. Es gilt, aus der Vergangenheit zu lernen und Abhängigkeiten zu minimieren. Die ESYS-Fachleute zeigen in ihrer Analyse „Optionen für den Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland bis zum Jahr 2030“ Möglichkeiten des Transports und die Vor- und Nachteile auf und beschreiben Hemmnisse und Herausforderungen für den Aufbau von Transportketten und Wasserstoffkooperationen. (Titel: Wasserstoff-Import – © acatec-ESYS) weiterlesen…

BEE: Erhalt der Erdgaskraftwerke absurd

Noch Nachbesserungsbedarf beim Netzentwicklungsplan Strom für 2023

Die Bundesnetzagentur hat kürzlich den Szenariorahmen 2023-2037/2045 genehmigt, der die Grundlage für den nächsten Netzentwicklungsplan Strom (NEP) bildet. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die ambitionierten Ziele, mahnt aber dringend zu Nachbesserungen bei der Elektrolyse, Power-to-X (PtX) sowie der Bioenergie und Geothermie: Es sei „überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb das große Potenzial der Bioenergie vernachlässigt und deren Leistung bis 2045 deutlich zurückfahren werden soll.“ weiterlesen…

Wie dem Klimawandel begegnen

UBA veröffentlicht Handreichung

Um den unterschiedlichen Herausforderungen des Klimawandels treffend zu begegnen, sind lokal und regional angepasste Strategien gefragt. Eine am publizierte Veröffentlichung des Umweltbundesamts liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen für Klimarisikoanalysen in Kommunen. Damit verfolgt das UBA das Ziel, bundes- und bestenfalls europaweit einheitlich vorzugehen und dadurch möglichst große Effekte in der Klimaanpassung durch Klimarisikoanalysen zu erzielen. weiterlesen…

Gas ist weder Lösung noch Brücke

Nature-Studie zeigt: Ausbau der Erdgasinfrastruktur gefährdet die Energiewende

Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100% erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommen ist. Das ist das am 04.07.2022 in Nature Energy erschienene Ergebnis einer Studie eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine mit Kohle oder Öl vergleichbar schlechte Klimabilanz aus. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu korrigieren. weiterlesen…

Steinbeis: Effiziente Speicherung von Wasserstoff

Konsortium entwickelt innovatives Konzept – Projektstart von MOST-H2

Die großflächige Nutzung von Wasserstoff als Energieträger ist eine zentrale Aufgabe, um Klimaziele und Energieunabhängigkeit in Europa zu erreichen. Das von der EU geförderte Projekt MOST-H2: “Novel metal-organic framework adsorbents for efficient storage of hydrogen” entwickelt daher ein innovatives Konzept zur Wasserstoffspeicherung, vom Labor bis zum Tank. Mit einem Budget von rund 6 Millionen Euro über zwei Jahre  konzentriert sich das Projekt auf Forschung und Innovation, um eine neue Speicherlösung auf Basis von metallorganischen Frameworks zu entwickeln. weiterlesen…

Sanierung energetisch schlechter Häuser schützt besonders Arme

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutsche Umwelthilfe und Öko-Institut

Eine am 26.7.2022 publizierte Untersuchung des Öko-Instituts und der Deutschen Umwelthilfe kommt zu dem Ergebnis, dass die Sanierung energetisch schlechter Häuser besonders Menschen mit geringem Einkommen schützt. Denn je weniger sie verdienen, desto häufiger leben Menschen in Häusern mit älteren Heizsystemen und hohem Energieverbrauch und müssen verhältnismäßig mehr von ihrem Einkommen für Energiekosten ausgeben. Deshalb fordern Deutsche Umwelthilfe und Öko-Institut, Fördermittel gezielt für die Sanierung von Gebäuden einzusetzen und dabei besonders einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. weiterlesen…