CO2-Kosten werden zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt

Bundesregierung beschließt Gesetzesentwurf

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der mehr Klimaschutz im Wärmesektor bringen und zugleich mehr Gerechtigkeit bei der Kostenaufteilung schaffen soll. Bei Wohngebäuden hängt von der energetischen Qualität des Gebäudes ab, wer welchen Anteil tragen muss. So zahlen bei Gebäuden in energetisch sehr schlechtem Zustand künftig die Vermieter 90 Prozent der CO2-Kosten. Das soll einen Anreiz zur energetischen Sanierung setzen. Allerdings sieht der Gesetzesentwurf viele Ausnahmen vor, schreibt Ralph Diermann am 25.05.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

USA und Deutschland gründen Klima- und Energiepartnerschaft

Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich Energie und Klima

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock haben am 27.05.2022 mit dem US-Klima-Sondergesandten John Kerry, und dem amerikanischen Energie-Staatssekretär David M. Turk eine gemeinsame Erklärung über eine Klima- und Energiepartnerschaft zwischen der USA und Deutschland abgegeben. Die gemeinsame Erklärung wurde am Rande des Ministertreffens der G7-Klima-, Energie- und Umweltminister in Berlin unterzeichnet und starteten die Partnerschaft offiziell. Sie soll die Zusammenarbeit im Bereich Energie und Klima intensivieren. weiterlesen…

G7-Staaten können Gas-Verbrauch bis 2025 um 18 Prozent senken

Greenpeace-Studie: G7 müssen fossiles Gas einsparen, nicht ausbauen

Die G7-Staaten können in drei Jahren 18 Prozent ihres Gasverbrauchs einsparen – ohne auf Atomkraft, Biomasse oder Kohle zu beharren oder die industrielle Produktion zu reduzieren. Das zeigt eine am 26.05.2022 veröffentlichte Greenpeace-Studie. “Die G7-Staaten können einen großen Teil ihres Gasverbrauchs einsparen, so das Klima schützen und die Welt sicherer machen”, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die sieben Industriestaaten, dem Rest der Welt zu zeigen, dass sie das 1,5-Grad-Ziel ernst nehmen und mit ganzer Kraft weg von fossilen Energien und hin zu den Erneuerbaren gehen.” (Titel: Gas-Reduktionsplan – © greenpeace.de) weiterlesen…

„Shipping the sunshine“

HySupply-Delegation in Australien

Mitglieder des Wasserstoff-Projekts „HySupply“ von acatech und BDI sind seit 25.05.2022 für eine Woche in Down Under unterwegs. Ihr Ziel: Neue Erkenntnisse dazu gewinnen, wie eine Wasserstoff-Lieferkette zwischen Deutschland und Australien aussehen kann. Auch Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und andere hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind Mitglieder der Delegation. „Shipping the sunshine“ lautet das Motto der Australienreise. Die Idee: „Mit Wasserstoff die Energie der australischen Sonne in Tanker packen und nach Deutschland holen“, wie es Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und Leiter des acatech Projekts „HySupply“ ausdrückt. Neben ihm sind u.a. Teil der Delegation: Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger sowie Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. (Foto: Albany Wind Farm, Western Australia – © nachoman-au, eig. Werk, commons.wikimedia.org CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Energiewende gewinnt an Tempo – weltweit

McKinsey: Peak Oil schon 2025 – EE immer billiger – aber 1,5-Grad-Grenze wackelt immer noch

Die Energiewende nimmt weltweit immer mehr Fahrt auf – der umfangreiche Jahresbericht „Global Energy Perspective 2022“ von McKinsey weckt vorsichtige Hoffnungen: Laut Prognose von McKinsey hat die Nachfrage nach Kohle ihren Höhepunkt bereits erreicht. Die weltweite Ölnachfrage könnte schon 2025 ihren Höhepunkt überschreiten. Dagegen würden Erneuerbare Energien immer günstiger – so seien die Kosten für Solarenergie inzwischen auf die Hälfte, für Windenergie um fast ein Drittel gesunken. Allerdings hätten die Emissionen weltweit noch nicht genug abgenommen, um die 1,5° C-Grenze der Erderwärmung nicht zu überschreiten – selbstdann nicht, wenn alle Länder ihre derzeitigen Verpflichtungen einhalten würden. weiterlesen…

Deutschland drängt auf Mindestpreis von € 60 pro Tonne im ETS

EURACTIV: Sollte EU nicht handeln, werde Berlin nationale Maßnahmen ergreifen

Nachdem die Preise auf dem EU-Kohlenstoffmarkt im Jahr 2021 in die Höhe geschossen sind, ergreifen die EU-Hauptstädte nun die Chance für eine Reform, da die Diskussionen in Brüssel über die vorgeschlagene Überarbeitung der EU-Richtlinie über das Emissionshandelssystem (ETS) noch andauern wird, schreibt Nikolaus J. Kurmayer am 16.05.2022 für EURACTIV.com. Dieser Artikel ist Teil des special reports Reform des CO2-Marktes und Preisstabilität. weiterlesen…

Ende des Biosprits schadet dem Regenwald und der Sicherung von Energie und Nahrung

Neue EWG-Publikation

Die Energy Watch Group (EWG) hat am 24.05.2022 ein neues Politikpapier zum Ende der Biokraftstoffproduktion veröffentlicht, wie es von Teilen der Bundesregierung geplant ist. Der Artikel von Georg Gruber und Hans-Josef Fell analysiert, wieso es sich bei der „Teller-oder-Tank-These“, die derzeit wieder die politische Debatte beherrscht, um eine undifferenzierte und verkürzte Darstellung eines konstruierten Gegensatzes handelt, der nicht der landwirtschaftlichen Realität entspricht. Ein Überblick über die Kernaussagen des Beitrags. weiterlesen…

Zukunft Gas: EU-Kommission bremst Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

„Kriterien zu streng“

Die EU-Kommission hat am 20.05.2022 den delegierten Rechtsakt zur EU-Erneuerbaren-Richtlinie vorgelegt. Damit definiert die EU-Kommission ihre Kriterien für grünen Wasserstoff. Bereits im Vorfeld kritisierten Elektrolyseurhersteller und Gasbranche die Kriterien als zu streng. Die EU-Kommission weichte sie daraufhin zwar auf, allerdings stehen sie immer noch nicht im Einklang mit einem schnellen Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft, kritisiert der Branchenverband Zukunft Gas in einer Medienmitteilung vom 24.05.2022 – im Gegensatz zu Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. weiterlesen…

Neuer EU-Regelungsentwurf bevorzugt Wasserstoff

Wird erneuerbare Elektrizität kannibalisiert?

Die EU-Kommission hat neue Vorschriften darüber ausgearbeitet, wie aus erneuerbaren Energien hergestellter Grüner Wasserstoff rechtlich als „zusätzlich“ angerechnet und als solcher nachgewiesen werden kann. Der Entwurf gilt als Sieg für den jungen Wirtschaftszweig, schreibt Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. Aus erneuerbaren Energien erzeugter Grüner Wasserstoff gilt als potenzieller Königsweg zur Dekarbonisierung schwerer Industriesektoren wie Stahl und Chemie, die derzeit auf fossile Brennstoffe angewiesen sind und nicht ohne Weiteres auf Strom umsteigen können. weiterlesen…

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren

Durch eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Industrieprozessen und Gebäudewärme, kann der Gasbedarf Deutschlands bis 2027 um rund ein Fünftel beziehungsweise etwa 200 Terawattstunden sinken. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. Falls die russischen Gasimporte in die EU gänzlich ausfallen, müsste Deutschland trotz einer europäischen Ersatzstrategie rund 290 Terawattstunden Erdgas einsparen. weiterlesen…