Deutschland drängt auf Mindestpreis von € 60 pro Tonne im ETS

EURACTIV: Sollte EU nicht handeln, werde Berlin nationale Maßnahmen ergreifen

Nachdem die Preise auf dem EU-Kohlenstoffmarkt im Jahr 2021 in die Höhe geschossen sind, ergreifen die EU-Hauptstädte nun die Chance für eine Reform, da die Diskussionen in Brüssel über die vorgeschlagene Überarbeitung der EU-Richtlinie über das Emissionshandelssystem (ETS) noch andauern wird, schreibt Nikolaus J. Kurmayer am 16.05.2022 für EURACTIV.com. Dieser Artikel ist Teil des special reports Reform des CO2-Marktes und Preisstabilität. weiterlesen…

Ende des Biosprits schadet dem Regenwald und der Sicherung von Energie und Nahrung

Neue EWG-Publikation

Die Energy Watch Group (EWG) hat am 24.05.2022 ein neues Politikpapier zum Ende der Biokraftstoffproduktion veröffentlicht, wie es von Teilen der Bundesregierung geplant ist. Der Artikel von Georg Gruber und Hans-Josef Fell analysiert, wieso es sich bei der „Teller-oder-Tank-These“, die derzeit wieder die politische Debatte beherrscht, um eine undifferenzierte und verkürzte Darstellung eines konstruierten Gegensatzes handelt, der nicht der landwirtschaftlichen Realität entspricht. Ein Überblick über die Kernaussagen des Beitrags. weiterlesen…

Zukunft Gas: EU-Kommission bremst Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

„Kriterien zu streng“

Die EU-Kommission hat am 20.05.2022 den delegierten Rechtsakt zur EU-Erneuerbaren-Richtlinie vorgelegt. Damit definiert die EU-Kommission ihre Kriterien für grünen Wasserstoff. Bereits im Vorfeld kritisierten Elektrolyseurhersteller und Gasbranche die Kriterien als zu streng. Die EU-Kommission weichte sie daraufhin zwar auf, allerdings stehen sie immer noch nicht im Einklang mit einem schnellen Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft, kritisiert der Branchenverband Zukunft Gas in einer Medienmitteilung vom 24.05.2022 – im Gegensatz zu Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. weiterlesen…

Neuer EU-Regelungsentwurf bevorzugt Wasserstoff

Wird erneuerbare Elektrizität kannibalisiert?

Die EU-Kommission hat neue Vorschriften darüber ausgearbeitet, wie aus erneuerbaren Energien hergestellter Grüner Wasserstoff rechtlich als „zusätzlich“ angerechnet und als solcher nachgewiesen werden kann. Der Entwurf gilt als Sieg für den jungen Wirtschaftszweig, schreibt Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. Aus erneuerbaren Energien erzeugter Grüner Wasserstoff gilt als potenzieller Königsweg zur Dekarbonisierung schwerer Industriesektoren wie Stahl und Chemie, die derzeit auf fossile Brennstoffe angewiesen sind und nicht ohne Weiteres auf Strom umsteigen können. weiterlesen…

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren

Durch eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Industrieprozessen und Gebäudewärme, kann der Gasbedarf Deutschlands bis 2027 um rund ein Fünftel beziehungsweise etwa 200 Terawattstunden sinken. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. Falls die russischen Gasimporte in die EU gänzlich ausfallen, müsste Deutschland trotz einer europäischen Ersatzstrategie rund 290 Terawattstunden Erdgas einsparen. weiterlesen…

Australischer Wasserstoff für deutsche Energiewende

Bundesforschungsministerin setzt auf Importe – Reise nach Down Under

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyProduktion und Transport Grünen Wasserstoffs in Australien untersuchen einer Medienmitteilung aus dem BMBF vom 18.05.2022 zufolge Forschende in der Machbarkeitsstudie „HySupply“. Mit „HyGATE“ werden zudem Projekte zur Entwicklung von Wasserstofftechnologien gefördert. Mit Grünem Wasserstoff könne die globale Energiewende gelingen, zeigt sich das BMBF überzeugt: Dafür will man ein weltweites Wasserstoff-Netz knüpfen – angefangen mit Australien. Dorthin reist Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger vom 23.05. bis 27.05.2022 in Begleitung einer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation: „Meine Vision ist, dass schon in wenigen Jahren Schiffe beladen mit grünem Wasserstoff, erzeugt mit Hilfe der Energie der Sonne und des Windes in Australien, in Deutschland anlegen“, so die Ministerin. weiterlesen…

Kommission veröffentlicht 800-Millionen-Euro-Aufruf

Mit sauberen Energieinfrastrukturprojekten REPower EU-Plan unterstützen

Die Europäische Kommission hat am 18.05.2022 eine neue Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für wichtige grenzüberschreitende EU-Energieinfrastrukturprojekte im Rahmen von „Connecting Europe“ (CEF) für Energie veröffentlicht. Die Aufforderung, die Teil des heute vorgestellten REPowerEU-Plans ist, trägt zum Ziel der EU bei, die Widerstandsfähigkeit des EU-weiten Energiesystems zu erhöhen, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland deutlich vor 2030 zu beenden. weiterlesen…

„Nichts weniger als unsere eigene Existenz steht auf dem Spiel“

Berliner Erklärung von Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und Museum für Naturkunde Berlin

Dreißig Jahre nach der UNCED, der Konferenz von Rio de Janeiro 1992 fordert ein breites Wissenschaftsbündnis die Politik zu entschlossenem Handeln auf. Damals hatten sich Politiker von 179 Staaten getroffen und sich auf zentrale Nachhaltigkeitsziele geeiningt. „Der Erdgipfel im Jahre 1992 war ein umweltpolitischer Meilenstein“, schrieb der Berliner Tagesspiegel am 20.05.2022. Am Tag zuvor hatten zahlreiche renommierte Forscher ein Positionspapier veröffentlich; Federführend für die Berliner Erklärung waren drei Leibniz-Naturforschungsmuseen: das Museum für Naturkunde Berlin, das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. weiterlesen…

Länder winken Änderungen am Energiesicherungsgesetz durch

Aber: „Anpassungs- und Präzisierungsbedarfe“

Nur eine Woche nach der Verabschiedung im Bundestag hat der Bundesrat am 20.05.2022 Änderungen am Energiesicherungsgesetz zugestimmt, die eine Treuhandverwaltung oder Enteignung von Unternehmen der kritischen Infrastruktur ermöglichen. Allerdings sahen die Länder weiteren Anpassungsbedarf. Sie begrüßten zwar, dass das Gesetz im Krisenfall Versorgungssicherheit und Funktionsfähigkeit des Energiemarktes stärkt. Allerdings bedürfe es hierzu einer angemessenen Balance zwischen Marktmechanismen und hoheitlichen Eingriffe. Insofern ergäben sich künftig weitere Anpassungs- und Präzisierungsbedarfe – u.a. in Fragen der Zuständigkeitsabgrenzung zwischen Bund und Ländern beim Krisenmanagement. weiterlesen…

Klimapartnerschaften, globaler Schutzschirm, Ernährungssicherheit

G7 setzen wichtige Signale

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zieht ein insgesamt positives Fazit der Ergebnisse des Treffens der G7-Entwicklungsminister. Beim G7-Gipfel Ende Juni müssten allerdings noch weitere Schritte folgen, insbesondere viele Finanzierungsfragen seien noch offen, heißt es in der Germanwatch-Pressemitteilung vom 19.05.2022. weiterlesen…