Weizenknappheit löst Doppel-Streit aus

Teller statt Tank oder Ökoflächen beackern?

Im Supermarkt werden Öle und Mehl rationiert: „Nur noch zwei Flaschen pro Kunde!“ steht an der Kasse. Lebensmittel sind teuer wie kaum je zuvor. Zuerst sorgte Corona für Verwerfungen an den Rohstoffmärkten, nun heizt der Krieg in der Ukraine die Angst vor Engpässen und Hungersnöten in Entwicklungsländern an. „Im März stiegen die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen zufolge auf ein Rekordhoch. Allein Weizen verteuerte sich um knapp 20 Prozent,“ konstatierte der Wiener Standard am 27.04.2022. Das befeuert zwei Kontroversen. weiterlesen…

Energiesparen für mehr Unabhängigkeit

Habeck legt „Arbeitsplan Energieeffizienz“ vor

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 17.05.2022 einen „Arbeitsplan Energieeffizienz“ vorgelegt. Dieser Arbeitsplan definiert wichtige Schritte und Maßnahmen der Bundesregierung, wie mehr Energie eingespart und die Energieeffizienz erhöht werden kann. Mehr Energieeinsparungen sind mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine dringlicher denn je. Der Arbeitsplan Energieeffizienz enthält daher einen klaren, mit Zeitplänen unterlegten Maßnahmenkatalog, mit finanziellen Anreizen, gezielter Förderung, aber auch Anpassungen des regulatorischen Rahmens. weiterlesen…

Zukunftsenergie Grüner Wasserstoff

Bundesforschungsministerin will weltweites Wasserstoff-Netz knüpfen

Wie wichtig Grüner Wasserstoff für Deutschland ist, machte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger am 16.05.2022 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin deutlich – in einer BMBF-Medienmitteilung hieß es dazu: „Ob in der Industrie, im Verkehr oder im Wärmesektor: Deutschland braucht grüne Energie in allen Lebensbereichen, um seine Klimaziele zu erreichen. weiterlesen…

Hohes Potenzial für CO2-Reduktion in der chemischen Industrie

Carbon Capture and Utilisation (CCU) als Lösung

Die Produktion von Chemikalien ist bisher noch in hohem Maß von der Nutzung fossilen Kohlenstoffs abhängig. Industrielle Prozesse benötigen Kohlenwasserstoffe zur Bereitstellung von Prozessenergie (Strom und Wärme) für vielfältige Prozesse und zur Bereitstellung von eingebettetem Kohlenstoff (d. h. in der Molekularstruktur gebundenem Kohlenstoff) als Ausgangsmaterial für verschiedene Stoffe, Bausteine, Zwischenprodukte und Folgeprodukte wie Polymere oder Waschmittel. Eine Studie dreier Institute konstatiert einer Medienmitteilung vom 04.05.2022 folgend „hohes Potenzial zur Klimagas-Reduktion in der chemischen Industrie durch abgeschiedenes und verwertetes CO2 (CCU) anstelle fossiler Energieträger“. Das geht aus einer von Renewable Carbon Initiative (RCI), CO2 Value Europe (CVE) und nova-Institut veröffentlichten eine Studie, die das CO2-Reduktionspotenzial der chemischen Industrie durch CCU aufzeigt. weiterlesen…

BEE-Stellungnahme zum Referentenentwurf zur GEG-Änderung

„Potenziale der Erneuerbaren Wärme entfesseln und ambitionierte Vorgaben rechtssicher unterlegen“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende April einen Referentenentwurf für eine Formulierungshilfe zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgelegt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE e.V. nimmt Stellung zu dem Entwurf: „Besonders die Erhöhung der Anforderungen für Neubauten auf den neuen Energieeffizienzstandard EH-40 und das Ziel, dass neu installierte Wärmeerzeuger ab 2025 mindestens zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien versorgt werden müssen, sind aus Sicht des BEE ausdrücklich zu begrüßen“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. weiterlesen…

Grundlagen für Zusammenspiel transnationaler Energieplattformen

Neues EU-Projekt zur Erhöhung internationaler Versorgungssicherheit

Die Energiewende hat das Ziel, Europa bis zur Mitte des Jahrhunderts kohlenstoffneutral zu machen. Damit einher geht nicht nur ein weiterer Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, sondern auch die Dezentralisierung von Energieressourcen und die Kopplung verschiedener Sektoren des Energiesystems. Die Integration von Marktteilnehmern, die flexible Kapazitäten für Erzeugung, Speicherung und Lastverschiebung anbieten, benötigt skalierbare digitale Flexibilitätsplattformen. Standards für solche Plattformen, die Interoperabilität sowie Spezifikationen von Flexibilitätsanforderungen müssen jedoch noch definiert werden. Diesen Fragen widmet sich einer Medienmitteilung der Technischen Universität Ulm vom 13.05.2022 zufolge das Forschungsprojekt „Digitale Lösungen für die Interoperabilität von Flexibilitätsplattformen (DigIPlat)“. weiterlesen…

27,8 % weniger russisches Öl und Ergas – aber 56,5 % teurer

Exporte nach Russland im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um 58,7 % gesunken

Unabhängig von Aufrufen zum Sparen von Erdgas und Öl (s.a. Umweltbundesamt) ist der Wert der aus Russland importierten fosslen Rohstoffe (außer Kohle) im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte (56,5 %) gestiegen. Gleichzeitig hat sich der Umfang der Importe um 27,8 Prozent verringert. Insgesamt sind einer Medenmitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 12.05.2022 die deutschen Exporte in die Russische Föderation im März 2022 eingebrochen. Vor allem Maschinen (-73,6 %) und chemische Erzeugnisse (-40,9 %) gingen stark zurück, verteuerten sich aber stark (+77,7 %). weiterlesen…

Sachverständige machen Vorschläge zum Windkraftausbau

Sieben Berater der Bundesregierung in Umweltfragen fordern konsequenten Ausbau der Windenergie Onshore

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen unterstützt das Ziel der Bundesregierung, deutschlandweit zwei Prozent der Landfläche für Windenergie zur Verfügung zu stellen. Das geht aus einer Stellungnahme (20/1652) des Expertengremiums hervor, welche die Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt hat. Darin empfehlen die sieben die Bundesregierung in Umweltfragen beratenden Wissenschaftler einen konsequenten Ausbau der Windenergie an Land. Dieser sei eine tragende Säule der Energiewende. Doch der Ausbau stocke seit einigen Jahren stark. weiterlesen…

Solar: Stimmung auf Allzeithoch

32 Prozent mehr PV-Leistung in Q1 2022 gemeldet als im Vorjahreszeitraum

Die Stimmung innerhalb der Solarbranche in Deutschland hat den höchsten Stand seit Beginn ihrer Messung im Jahr 2005 erreicht. Dies gab der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am bekannt – im Vorfeld der Branchenmessen The smarter E Europe. Zu diesen wurden 1.350 Aussteller und mehr als 50.000 Fachbesucher aus aller Welt auf dem Münchener Messegelände erwartet. Fast jeder sechste Hauseigentümer in Deutschland plant in den kommenden 12 Monaten die Errichtung einer Solaranlage zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung. weiterlesen…

Trotz CSU-Forderungen: Atomausstieg unumstritten

Fachgespräch zur Endlagersuche

Durch den Krieg in der Ukraine ist die Debatte um eine Weiternutzung der Atomkraft neu entflammt: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sprach sich am 06.05.2022 im Verein mit seiner Staatsregierung dafür aus, mit einer schnellen Entscheidung die Atomkraftwerke länger am Netz zu lassen: „Deutschland darf jetzt keinen Ausstiegsschaden riskieren, sondern muss die Kernkraftchancen nutzen“, sagte Dobrindt am 06.05.2022 der Allgäuer Zeitung. Jetzt haben Vertreter der Gremien zur Endlagersuche ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg gefordert. In einem öffentlichen Fachgespräch im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz warnten am 11.05.2022 sowohl Vertreter des Nationalen Begleitgremiums (NBG) als auch des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), die anhaltende Diskussion um den beschlossenen Ausstieg stelle das Standortauswahlgesetz als Fundament des gesamten Prozesses der Endlagersuche in Frage. weiterlesen…