Silizium mit zweidimensionaler Struktur

Heidelberger Chemikern gelingt erstmals Synthese und vollständige Charakterisierung

Das Halbmetall Silizium tritt in seiner natürlichen Form mit vier Bindungen zu anderen Elementen auf und hat in seiner dreidimensionalen Struktur die Form eines Tetraeders. Ein zweidimensionales Pendant – geometrisch gesehen ein Quadrat – zu synthetisieren und zu charakterisieren, schien lange Zeit nicht möglich. Nun ist es Chemikern der Universität Heidelberg gelungen, einen kristallinen Komplex mit einer solchen Konfiguration zu erzeugen. Er weist überraschende physikalische und chemische Eigenschaften auf und wird auf dem Gebiet der Molekülchemie neue Ansätze eröffnen, um das zweithäufigste Element der Erdkruste in der Katalyse und Materialforschung einzusetzen, wie Privatdozent Lutz Greb vom Anorganisch-Chemischen Institut einer Medienmitteilung vom 22.07.2021 zufolge betonte. (Grafik: Veränderung der natürlichen tetraedrischen Struktur des Siliziums (oben links) in eine ungewöhnliche quadratisch-planare Geometrie (unten rechts) – © Ebner_Greb, Uni Heidelberg) weiterlesen…

DKE veröffentlicht Whitepaper KI Energy

300 relevante Normen identifiziert und in Architektur überführt

KI-Systeme können beim Energiemanagement, in Verteilnetzen, bei Energie-Erzeugern und Endverbrauchern die Effizienz steigern, die Resilienz erhöhen und die Versorgungssicherheit optimieren. Wie aber lässt sich Künstliche IntelligenzI als für den Energiesektor immer noch sehr neue Technologie in ein etabliertes Energie-Ökosystem mit seinen bewährten Systemansätzen integrieren? Antworten auf diese Frage gibt – so eine Medienmitteilung der vom VDE getragenen Normungsorganisation Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (VDE DKE) – das neue Whitepaper KI Energy. (Bild: Whitepaper KI Energy – Titel © VDE DKE) weiterlesen…

BASF und Porsche entwickeln neue Li-Ionen-Batterie für E-Mobilität

Recycling von Produktionsabfällen aus Zellherstellung, um Kreislauf zu schließen

BASF wurde von der Cellforce Group, einem Joint Venture der Porsche AG und Customcells Itzehoe GmbH, als exklusiver Zellentwicklungspartner für ihre Lithium-Ionen-Batterie der nächsten Generation ausgewählt. Im Rahmen der Zusammenarbeit stellt BASF hochenergetische HEDTM NCM-Kathodenmaterialien für leistungsstarke Batteriezellen zur Verfügung, die ein schnelles Laden und eine hohe Energiedichte ermöglichen. Die Cellforce Group mit Sitz in Tübingen wird die Hochleistungsbatterien herstellen. Die Produktionsanlage von Cellforce soll 2024 mit einer Anfangskapazität von mindestens 100 MWh pro Jahr in Betrieb gehen und Batterien für rund 1.000 Motorsport- und Hochleistungsfahrzeuge herstellen. (Foto: Vorprodukte (grünes und braunes Pulver), Lithiumcarbonat (weißes Pulver) und Kathodenmaterialien (schwarzes Pulver) – © BASF SE) weiterlesen…

Söder will bundesweite Solarpflicht

Verpflichtende Photovoltaik-Vorschrift in Bayern kommt dagegen erstmal nicht

Der Schwerpunkt bei erneuerbaren Energien liegt auf der Photovoltaik, wie der bayerische Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung zum Klimaschutzgesetz verkündete. Die bereits vor einem Jahr versprochene Verpflichtung zur Installation von Photovoltaik-Anlagen bei Neubauten wird es wegen Differenzen in der Regierung im Freistaat dennoch vorerst nicht geben, schreibt Sandra Enkhardt am 21.07.2021 auf pv magazine. weiterlesen…

USA und Deutschland legen Streit um Nord Stream 2 bei

Deutschland und USA einigen sich bei Nord Stream 2

„Die Ukraine guckt in die Röhre“ titelte die taz: Deutschland und die USA haben am 22.07.2021 ihren jahrelangen Streit um die zu 98 Prozent fertiggestellte Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beigelegt. Damit sind wohl auch Sanktionen gegen Unternehmen vom Tisch. Die Einigung zwischen stieß in der Ukraine, Polen und den USA auf Kritik. Deutschland und die USA sagten der Ukraine in einer Erklärung Unterstützung zu. Denn die umgeht die beinahe fertiggestellte Ostsee-Pipeline, das Land ist aber auf die Einnahmen aus dem Gas-Transit angewiesen. weiterlesen…

SWISS: erste Linienfluggesellschaft mit nachhaltigem Treibstoff

Air BP verkauft ersten nachhaltigem Flugkraftstoff nach Spanien

Swiss International Air Lines (SWISS) hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerunternehmen erstmals eine ganzheitliche Logistikkette für den Import von nachhaltigem Treibstoff (SAF) in die Schweiz etabliert. Einer Medienmitteilung zufolge ist SWISS die erste Linienfluggesellschaft, die für ihren regulären Flugbetrieb ab der Schweiz nachhaltigen Treibstoff einsetzt. Gleichzeitig hat Air bp den ersten Verkauf von ISCC PLUS-zertifiziertem nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) in Spanien, einem der größten globalen Luftfahrtmärkte, bekannt gegeben. NetJets Europe, wichtiger Kunde von Air bp in der Geschäftsluftfahrt, bezieht als erster den Kraftstoff. weiterlesen…

Nationale Wasserstoffstrategie hat Vorbildfunktion

Zahlreiche Maßnahmen im Verkehrssektor – Antwort der Regierung

Nach Auffassung der Bundesregierung stellt die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) eine wesentliche Grundlage für den Hochlauf klimafreundlicher Wasserstoffmobilität dar. Die NWS stoße in der EU und auch international auf große Resonanz und habe in vielen Ländern Vorbildfunktion, heißt es in der 14seitigen Antwort der Bundesregierung (19/31213) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/30063). weiterlesen…

Land Berlin fördert Klimaschutz und Mobilitätswende mit 42 Millionen

13 Maßnahmen von digitaler Parkraumbewirtschaftung bis „mitlaufendes Licht“

Auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hat der Senat in seiner Sitzung am 20.07.2021 ein Förderpaket zugunsten innovative Maßnahmen für Klimaschutz und Mobilitätswende in Höhe von 42 Mio. Euro beschlossen. Dabei sollen – so eine Medienmitteilung des Berliner Senats vom gleichen Tag – „insgesamt 13 Vorhaben mit weitreichender Klimawirkung vorausschauend gefördert werden und somit die Transformation Berlins zu einer klimafreundlichen und menschengerechten Metropole stärken“. weiterlesen…

DIW: Energieversorgung ausschließlich durch Erneuerbare möglich und sicher

Aber: Ausbauziele entsprechend erhöhen

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDeutschland könnte seinen Energiebedarf schon bald vollständig erneuerbar decken, wenn die Ausbauziele entsprechend erhöht würden, dafür gebe es Potenziale in allen Regionen – die Versorgungssicherheit wäre gewährleistet, aber ein Umdenken bei der deutschen und europäischen Netzplanung sei nötig. Das ist die zentrale Erkenntnis einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), für die Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen, Mario Kendziorski und Leonard Göke Szenarien einer Vollversorgung durch Photovoltaik, Windkraft und andere Erneuerbare berechnet haben. weiterlesen…

Deutschland kann Vorreiter für klimafreundliche Produktion von Fahrzeugbatterien werden

Studie von Agora Verkehrswende wertet Klimaneutralität als Standortvorteil für deutsche Wirtschaft

Beim Aufbau der Batterieherstellung für Elektromobilität sollte Deutschland von Anfang an auf eine Klimaneutralitätsstrategie setzen. Das unterstreicht eine Studie des Thinktanks Agora Verkehrswende, welche die Perspektiven für eine klimaneutrale Batterieproduktion in Deutschland beleuchtet. Mit dem Entwurf der Batterieverordnung der EU zeichne sich bereits ein Rechtsrahmen ab, der den Klimakurs maßgeblich verstärken könne. Wichtig sei es dabei, den gesamten Produktionsprozess zu berücksichtigen, von der energiesparenden Zellfertigung über den Einsatz von erneuerbarem Strom bis zum Recycling der Rohstoffe sowie ökologischen und sozialen Standards entlang der Lieferketten. weiterlesen…