China auf Platz eins

Studie zu Batterierecycling

China deckt vor Europa und den USA durch Wiederverwertung den Bedarf an Lithium, Cobalt und Nickel für Batterien. Je höher der Anteil an Elektroautos ist, desto mehr Batterien stehen potenziell für das Recycling zur Verfügung. Ein Team um den Wirtschaftschemiker Prof. Dr. Stephan von Delft von der Uni Münster hat erforscht, wann Angebot und Nachfrage im Hinblick auf recyclingfähige Batterierohstoffe gleich sein werden. weiterlesen…

Provisorische EU-Einigung über Gebäudeeffizienz

DENEFF erwartet schnell konkrete Schritte von Bundesregierung

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) wertet laut einer Medienmitteilung vom 08.12.2023 den provisorischen Deal der EU-Institutionen zur EU-Gebäuderichtlinie als einen wichtigen, wenngleich unzureichenden Schritt in die richtige Richtung. Kern der Einigung ist die Einführung von Effizienzzielen für die nationalen Wohngebäudebestände insgesamt sowie von Mindesteffizienzstandards für Nichtwohngebäude. Das Ambitionsniveau bleibe jedoch weit hinter dem zurück, was zur Erreichung der Klimaziele notwendig wäre. Eine ausführliche Bewertung der Einigung sei erst möglich, wenn alle Details der Einigung vorlägen. Dem provisorischen Deal der Verhandlungsführenden müssten nun noch die EU-Institutionen förmlich zustimmen. weiterlesen…

PV in Kleingärten soll erlaubt werden

Bis 800 Watt kein Einfluss auf Beurteilung

Der Bundesrat hat ein Gesetz zur Änderung des Bundeskleingartengesetzes (20/9645) vorgelegt, um die Aufstellung von kleinen Photovoltaikanlagen zu ermöglichen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Durch den Satz „Photovoltaikanlagen bis zu einer installierten Leistung von einschließlich 800 Watt sind zur Eigenversorgung des Kleingartens zulässig,“ soll künftig das Aufstellen von PV-Anlagen bis 800 Watt zur Erzeugung von Strom keinen Einfluss auf die Beurteilung haben, ob es sich um eine Gartenlaube oder ein zum Wohnen geeignetes Haus handelt. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Müll und Plastik

Hafen auf schwedischer Insel Tjörn will nachhaltig werden

Kunststoffabfälle sind ein riesiges Problem für die Umwelt, das mit jedem Tag wächst. Auf der anderen Seite benötigt die globale Energiewende sauberen Wasserstoff in großen Mengen. Warum also nicht die Abfälle für eine CO2-neutrale Erzeugung des Gases nutzen? Innovative Technologien und Projekte zeigen, wie es gehen könnte. Sie leisten Pionierarbeit und lösen mehrere Probleme zugleich. So Niels Hendrik Petersen auf hydrogeit.de. weiterlesen…

COP28-Präsident irrt

Wissenschaft zeigt eindeutig, dass fossile Brennstoffe verschwinden müssen (und zwar schnell)

Laut dem Präsidenten der COP28 in den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es „keine wissenschaftlichen Erkenntnisse“, die darauf hindeuten, dass der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen notwendig ist, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Aber: „Sultan Al Jaber irrt sich“, schrieb Steve Pye, Außerordentlicher Professor für Energiesysteme am University College London (UCL) am 04.12.2023. Es gebe eine Fülle wissenschaftlicher Belege dafür, dass der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe für die Eindämmung der Treibhausgasemissionen, die den Klimawandel vorantreiben, unerlässlich sei: „Ich weiß das, weil ich einige davon veröffentlicht habe“. (Foto: Sultan Achmed Al-Jaber, UAE – © UNFCCC_COP28_5Dec23_Negotiations-KiaraWorth-23JPG) weiterlesen…

500+ Seiten und 200+ Forschende präsentieren beängstigenden Bericht

Global Tipping Points Report liefert umfassende Bewertung von Kipppunkten, ihren Risiken und Chancen

Kipppunkte stellen die größten Risiken für die lebenserhaltenden Systeme der Erde und die Stabilität unserer Gesellschaft dar. In einem bislang einmaligen Vorhaben veröffentlichte ein großes internationales Forschungsteam am 06.12.2023 im Rahmen der COP28 einen umfassenden Bericht über Kipppunkte im Erdsystem und ihre potenziellen Auswirkungen sowie Möglichkeiten für gesellschaftliche Veränderungen. Mehr als 200 Forschende aus aller Welt haben an dem „Global Tipping Points Report“ mitgewirkt. Der mehr als 500 Seiten umfassende Bericht ist ein maßgeblicher Leitfaden zum aktuellen Wissensstand über Kipppunkte. Er beschreibt Möglichkeiten zur Beschleunigung dringend benötigter Veränderungen und skizziert Optionen, wie die Politik die Risiken und Chancen von Kipppunkten besser steuern kann. weiterlesen…

Mit Superkristallen mehr Sonnenenergie ernten

„Großes Potenzial“

Ein Baustein für die Energiewende ist Wasserstoff. Um ihn mithilfe von Solarenergie zu gewinnen, haben Forscher der Münchner Ludwigs-Maximilins-Universität neue Hochleistungs-Nanostrukturen entwickelt. Das Material hält einen Weltrekord bezüglich grüner Wasserstoff-Produktion mit Sonnenlicht. Emiliano Cortés, Professor für Experimentalphysik und Energiekonversion an der LMU am 30.11.2023: „Wo die energiereichen Teilchen des Sonnenlichts, die Photonen, auf atomare Strukturen treffen, beginnt unsere Forschung. Wir arbeiten an Materiallösungen, mit denen sich Solarenergie effizienter einfangen und nutzen lässt.“ weiterlesen…

CCS stößt auf hohe Akzeptanz

Wuppertal Institut stellt Befragungsergebnisse vor und gibt Handlungsempfehlungen

Ob Weltklimarat oder die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen: Auf dem Weg zur Klimaneutralität spielen nicht nur erneuerbare Energien eine entscheidende Rolle, sondern auch das Abtrennen und Speichern von CO2. Der Einsatz dieser Technik war in Deutschland schon vor rund zehn Jahren für Kohlekraftwerke im Gespräch – stieß aber auf massiven Widerstand in der Bevölkerung und wurde daher aufgegeben. In Industrieprozessen wie der Kalk- oder Zementproduktion dagegen lässt sich CO2 nicht durch den Einsatz von erneuerbarem Strom vermeiden, sondern ist notwendiger Teil des chemischen Prozesses. Eine Befragung des Wuppertal Instituts vom 01.12.2023 zeigt jetzt: Wenn CCS hier eingesetzt werden soll, ist die Akzeptanz für die immer noch junge Technik bei vielen Menschen überraschend hoch. Für die Politik ergibt sich die Gelegenheit eines Neustarts. weiterlesen…

Energieersparnis als Motivation für Digitalisierungsprojekte

ZEW-Studie für BMWK empfiehlt mehr Informations- und Ausbildungsangebote

In den vergangenen drei Jahren haben rund Dreiviertel der Unternehmen in der Informationswirtschaft und knapp 60 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe Digitalisierungsprojekte durchgeführt. Dabei nennen die Unternehmen potenzielle Energieeinsparungen deutlich häufiger als Motivation für solche Digitalisierungsprojekte als noch im Jahr 2020. Allerdings stehen Unternehmen beim Versuch, die eigene Energieeffizienz zu verbessern, auch vor einigen Herausforderungen. Das ergab eine repräsentative Befragung von 1.500 Unternehmen durch das ZEW Mannheim im Rahmen einer Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). weiterlesen…

Hindern Kraftwerks-Eigner, Zwei-Grad-Klimagrenze einzuhalten?

Zeit fossiler Kraftwerke läuft ab

Eine Untersuchung analysiert, welche Kraftwerke vorzeitig abgeschaltet werden müssen und von welchen Eigentümern Widerstand gegen klimapolitische Maßnahmen zu erwarten ist. Weg von der Verbrennung fossiler Energieträger, hin zur Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind – ist eine der grundlegenden Bedingungen, wenn die Weltgemeinschaft die Zwei-Grad-Grenze einhalten will. Wie wird es sich auf Unternehmen im Energiesektor weltweit auswirken, wenn fossile Kraftwerke vorzeitig stillgelegt und mit ihnen kein Geld mehr verdient werden kann? Ergebnisse einer kürzlich open access in Nature Communications erschienenen Untersuchung. weiterlesen…