Auszeichnung für Glas-Glas-Module

Solarwatt erhält als erster deutscher Modulhersteller “Cradle to Cradle”-Zertifizierung

Nach eigenen Angaben ist der Dresdner Modulhersteller Solarwatt der erste deutsche PV-Produzent, der – so Sandra Enkhardt im pv magazine am 25.07.2022 – das Nachhaltigkeitszertifikat „Cradle-to-Cradle“ für seine Glas-Glas-Module aus Dresdner Herstellung bekam – in Silber, wobei der komplette Prozess von der Materialbeschaffung bis zum Recycling überprüft wird. Die Solarmodule des sächsischen Unternehmens gelten damit über den gesamten Kreislauf betrachtet als besonders nachhaltig – von der Materialbeschaffung bis hin zum Recycling. Solarwatt reagiert mit dieser Zertifizierung auf das wachsende Interesse an nachhaltigen Solarmodulen in Europa. weiterlesen…

Öffentlicher Investitionsbedarf zur Erreichung der Klimaneutralität

Fünf Billionen Euro – Klimaschäden werden teurer

Die deutsche Klimaneutralität soll zwar erst 2045 erreicht werden, erfordert aber bis dahin erhebliche Investitionen. Demgegenüber stehen allerdings Milliardenschäden, die der Klimawandel schon jetzt verursacht hat. Die Klimaneutralität wird Deutschland rund fünf Billionen Euro kosten, schätzt KfW Research in einer bei der Basler Prognos AG in Auftrag gegebenen Untersuchung. Nichts tun wäre aber auch keine Option: Die Klimaschutzziele können heute mit bekannten Technologien erreicht werden, erfordern aber langfristige Transformation klimarelevanter Systeme und Prozesse – so die KfW in einer Medienmitteilung vom 19.07.2022. weiterlesen…

CSIRO „zerschlägt Atomfantasie der Koalition“

Australien: Langsam, teuer und nicht gut für die 1,5°-Grenze

Australiens führende wissenschaftliche Forschungsorganisation, die CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation), hat dem Portal RenewEconomy.com.au zufolge einem erneuten Vorstoß der Bundeskoalition Pro-Atomenergie „einen vernichtenden Schlag versetzt“: Sie sei teuer und zu langsam, um einen nennenswerten Beitrag zu ernsthaften Klimazielen zu leisten. In der jüngsten Version des wichtigen GenCost-Berichts der CSIRO wird die Kernenergie nach wie vor als teuerste echnologie eingestuft, und zwar mindestens doppelt oder bis zu fünfmal so teuer wie „feste“ Wind- und Sonnenenergie, einschließlich der Kosten für Speicherung und Übertragung. weiterlesen…

Grünstrom deutlich billiger als fossiler

IRENA berichtet über Kosten für erneuerbare Stromerzeugung 2021

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien hat sich 2021 weiter verbessert – so der IRENA-Bericht Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren Energien 2021. Daten aus der IRENA-Datenbank zu den Kosten Erneuerbarer Energien und Analysen der jüngsten Trends im Energiesektor bestätigen ihre wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer erschwinglichen und technisch machbaren Netto-Null-Zukunft: Die global gewichteten Durchschnittskosten für neu in Betrieb genommene PV-, Onshore- und Offshore-Windkraftprojekte sind 2021 gesunken. Dies geschah trotz steigender Preise für Rohstoffe und Anlagen für Erneuerbare Energien, da sich diese Kostensteigerungen erst mit erheblicher Verzögerung in den installierten Gesamtkosten der Projekte niederschlagen. weiterlesen…

Dank Asparagopsis klimafreundliche Wiederkäuer

Alge als Methanbremse

Rinder und Schafe tragen einen wesentlichen Teil zur Klimaerwärmung bei. In ihren Mägen entstehen beim Wiederkäuen durch Gärprozesse Methan und andere Klimagase. Dafür verantwortlich sind Mikroorganismen im Magen und Darm der Tiere. Laut der australischen Forschungsagentur CSIRO ist das Methan, das die Tiere ausstoßen, so beispielsweise für zehn Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Australiens verantwortlich. Zudem haben die Emissionen aus der Nutztierhaltung eine deutlich stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid – Methan ist 25-mal stärker, Lachgas sogar 298-mal – so ein Artikel im Berliner Tagesspiegel vom 20.07.2022. weiterlesen…

Climeworks wird Microsofts erster langfristiger Dienstleister

10-Jahresvertrag für technologiebasiertes Carbon Dioxide Removal

Climeworks, im vergangenen Jahr als Teil von Microsofts Carbon Removal Portfolio auserwählt, hat laut einer Medienmitteilung vom 13.07.2022 einen neuen Carbon Dioxide Removal (CDR)-Abnahmevertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen. Solche langfristigen Vereinbarungen sind für die Skalierung von CDR von entscheidender Bedeutung, da sie beiden Vertragsseiten Planungssicherheit bieten und den breiteren Einsatz solcher Lösungen beschleunigt. Vor allem im Fall von Direct Air Capture (DAC) fördern Mehrjahresverträge die langfristige Finanzierung und unterstützen damit nicht nur die Verbreitung der Technologie, sondern des gesamten damit verbundenen Ökosystems. weiterlesen…

Polyfluorierte Kohlenwasserstoffe an Oberfläche adsorbieren

Heidelberger Wissenschaftler entwickeln neue kristalline Materialien

Die Emission von Treibhausgasen trägt maßgeblich zur globalen Erderwärmung bei. Doch nicht nur CO2, sondern auch fluorhaltige Gase – darunter sogenannte per- oder polyfluorierte Kohlenwasserstoffe, kurz PFC – haben einen signifikanten Anteil daran. Wissenschaftler am Organisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Michael Mastalerz haben laut einer Medienmitteilung vom 22.07.2022 neue kristalline Materialien entwickelt, mit denen die Moleküle solcher Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen selektiv adsorbiert werden können. Diese porösen Kristalle lassen sich möglicherweise, so hoffen die Heidelberger Forscher, für eine gezielte Bindung und Rückgewinnung von PFC nutzen. (Grafik: Im Hintergrund: lichtmikroskopische Bilder des einkristallinen Materials der formstabilen Käfigverbindung. Im Vordergrund: Stabmodell der Einkristallstruktur, grau: Kohlenstoff, weiß: Wasserstoff, rot: Sauerstoff, blau: Stickstoff und grün: Fluor – © Prof. Michael Mastalerz) weiterlesen…

Europäisches Forschungsprojekt “Reincarnate” will Bauabfälle um 80 Prozent reduzieren

Bau- und Abbruchabfälle machen 25-30 Prozent des gesamten Abfalls in Europa aus

Die Bauindustrie zählt in Europa zu den größten Abfallproduzenten und ist für ca. zehn Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Ein internationales Konsortium will dies durch innovative Circular-Economy-Lösungen ändern. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bringt nach eigenen Angaben in „Reincarnate“ ihre Expertise zum Recycling von Baustoffen ein. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Vorbehandlung und Aufwertung von verflüssigtem Kunststoffabfall

Neste erhält 135 Mio. Förderung für Projekt chemisches Recycling

Das finnische Biosprit-Unternehmen Neste hat einen positiven Förderbescheid über bis zu 135 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds erhalten für das Projekt des Unternehmens zum Aufbau von Kapazitäten für chemisches Recycling in seiner Raffinerie im finnischen Porvoo. Ziel des PULSE-Projekts („Pretreatment and Upgrading of Liquefied Waste Plastic to Scale Up Circular Economy“) ist es laut einer Medienmitteilung vom 13.07.2022, Nestes eigene Technologien zur Vorbehandlung und Aufwertung von verflüssigtem Kunststoffabfall zu implementieren und in den Raffineriebetrieb zu integrieren. weiterlesen…

Max. 3,1 Gigatonnen CO2

Umweltrat: neue Berechnung für Kohlendioxid-Budget


Nur noch maximal 3,1 Gigatonnen CO2 darf Deutschland insgesamt emittieren, um die 1,5-Grad-Grenze nicht zu überschreiten. Das geht aus einer schon am 15.06.2022 veröffentlichten Stellungnahme des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) hervor, die dem Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 20.07.2022 als Unterrichtung vorgelegt wurde (20/2795). Darin hat das die Bundesregierung in Fragen der Umweltpolitik beratende Expertengremium seine bisherigen Berechnungen für ein nationales CO2-Budget aktualisiert. Es übernahm damit die 2021 vom Weltklimarat (IPCC) veröffentlichten Schätzungen für das verbliebene globale CO2-Budget als Grundlage. weiterlesen…