Wiederaufforstung wirkt sich auf den Wasserkreislauf aus

Studie berechnet globale Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf Wasserflüsse und Wasserverfügbarkeit

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ liefert interessante Antworten. Die Auswirkungen auf die Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und sogar Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet zum Beispiel Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. Die Studie wurde am 11.05.2022 in Nature Geoscience veröffentlicht. weiterlesen…

Hohes Potenzial für CO2-Reduktion in der chemischen Industrie

Carbon Capture and Utilisation (CCU) als Lösung

Die Produktion von Chemikalien ist bisher noch in hohem Maß von der Nutzung fossilen Kohlenstoffs abhängig. Industrielle Prozesse benötigen Kohlenwasserstoffe zur Bereitstellung von Prozessenergie (Strom und Wärme) für vielfältige Prozesse und zur Bereitstellung von eingebettetem Kohlenstoff (d. h. in der Molekularstruktur gebundenem Kohlenstoff) als Ausgangsmaterial für verschiedene Stoffe, Bausteine, Zwischenprodukte und Folgeprodukte wie Polymere oder Waschmittel. Eine Studie dreier Institute konstatiert einer Medienmitteilung vom 04.05.2022 folgend „hohes Potenzial zur Klimagas-Reduktion in der chemischen Industrie durch abgeschiedenes und verwertetes CO2 (CCU) anstelle fossiler Energieträger“. Das geht aus einer von Renewable Carbon Initiative (RCI), CO2 Value Europe (CVE) und nova-Institut veröffentlichten eine Studie, die das CO2-Reduktionspotenzial der chemischen Industrie durch CCU aufzeigt. weiterlesen…

BEE-Stellungnahme zum Referentenentwurf zur GEG-Änderung

„Potenziale der Erneuerbaren Wärme entfesseln und ambitionierte Vorgaben rechtssicher unterlegen“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende April einen Referentenentwurf für eine Formulierungshilfe zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgelegt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE e.V. nimmt Stellung zu dem Entwurf: „Besonders die Erhöhung der Anforderungen für Neubauten auf den neuen Energieeffizienzstandard EH-40 und das Ziel, dass neu installierte Wärmeerzeuger ab 2025 mindestens zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien versorgt werden müssen, sind aus Sicht des BEE ausdrücklich zu begrüßen“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. weiterlesen…

Klimarat: 2021 starker Anstieg der CO2-Emissionen

Deutschland CO2-„schmutziger“

Erstmals seit 2013 hat sich im vergangenen Jahr nicht nur die Emissionsmenge in Deutschland, sondern auch die Emissionsintensität der Wertschöpfung erhöht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 09.05.2022. Das geht aus der Unterrichtung durch den Expertenrat für Klimafragen, dem „Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2021 – Prüfung und Bewertung der Emissionsdaten“ (20/1655) hervor. Der Bericht nimmt eine Bewertung der am 15.03.2022 durch das Umweltbundesamt vorgelegten und veröffentlichten Daten der Treibhausgasemissionen für 2021 vor. weiterlesen…

TU Wien entwickelt chemischen Wärmespeicher

Patent für dafür speziell entwickelten Suspensionsreaktor

Energie chemisch speichern, verlustfrei monatelang lagern und im Winter damit heizen: Das wird durch einen nun patentierten chemischen Reaktor möglich, denn, so eine Medienmitteilung der Technischen Universität Wien vom 09.05.2022, „Energie langfristig zu speichern ist wohl das größte bisher ungelöste Problem der Energiewende“. An der TU Wien wurde nun ein neuartiger chemischer Wärmespeicher erfunden, mit dem man große Energiemengen auf umweltfreundliche Weise praktisch unbegrenzt lange speichern kann. weiterlesen…

Wert begrünter Dächer

Kosten für Stadtbewohner lohnen sich

Begrünte Dächer, auch als Dachgärten oder Ökodächer bekannt, bestehen in der Regel aus einer Schicht von Pflanzen, die in der Erde auf dem Dach wachsen, sowie aus Material zur Abdichtung, strukturellen Unterstützung und Isolierung. Eine neue inLandscape and Urban Planning open access publizierte Untersuchung des Reed College in Zusammenarbeit mit der University of Illinois (U of I) und der Portland State University untersuchte laut einer Medienmitteilung vom 03.05.2022 die Vorteile begrünter Dächer und die Frage, wie viel die Einwohner von Portland bereit sind zu zahlen, um die Zahl der begrünten Dächer in der Stadt zu erhöhen. Ein Beispiel für viele andere Städte. weiterlesen…

Mit Mikroorganismen Klimawandel stoppen

DFG verlängert Schwerpunktprogramm SPP 2170 „InterZell“

mit die Klimaerwärmung. Sogar mikroskopisch kleine Organismen können dazu beitragen, indem sie CO2 als Biomasse binden. Damit die Winzlinge optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einer Medienmitteilung vom 10.05.2022 zufolge Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm „InterZell“ für weitere drei Jahre, um Scale-up und Prozessoptimierung zu untersuchen. weiterlesen…

2015 nahe Null – jetzt 50 Prozent Risiko

WMO-Bericht: Erderwärmung über 1,5 Grad in fünf Jahren möglich

Mit einem Risiko von 50 Prozent Wahrscheinlichkeit wird die Erderwärmung dem Bericht „Global Annual to Decadal Climate Update“ (Globale jährliche bis jahrzehntbezogene Aktualisierung des Klimas) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge die Schwelle von 1,5 Grad Celsius möglicherweise schon in 5 Jahren überschreiten – zumindest zeitweise. 2015 lag diese Wahrscheinlichkeit noch nahe Null. weiterlesen…

Klimawandel verstärkt weltweites Insektensterben

63 % Rückgang auf gestresstem Ackerland – neue Forschungsergebnisse

Die Welt steht vor einem verheerenden „versteckten“ Rückgang von Insektenarten, der auf die doppelte Bedrohung durch den Klimawandel und den Verlust von Lebensräumen zurückzuführen ist. Das UCL (University College London) Centre for Biodiversity & Environment Research hat eine der bisher umfangreichsten Untersuchungen des weltweiten Insektenrückgangs durchgeführt und dabei eine dreiviertel Million Proben von rund 6.000 Standorten ausgewertet. Eine am 20.04.2022 in Nature veröffentlichte entsprechende Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass auf klimatisch belasteten landwirtschaftlichen Flächen im Durchschnitt nur die Hälfte der Insekten und 25 % weniger Insektenarten vorkommen als in natürlichen Lebensräumen. weiterlesen…

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung stimulieren einander im Boden

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff als Wälder und 500mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren einander Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung, die jetzt (Mai 2022) in Science veröffentlicht wurden. Das internationale Autoren-Team mit Beteiligung des Greifswalder Moorforschers Prof. Hans Joosten stellte fest: wir schaffen es immer besser, diese Ökosysteme zu managen und zu restaurieren. (Foto: Hochmoor in der Region Archangelsk – © Michael Succow/Uni Greifswald) weiterlesen…