Umdenken: na klar! Umsetzen: naja

CxO Sustainability Survey 2022: Nachhaltigkeitsbewusstsein weltweit gestiegen, aber Umsetzung stockt besonders in Deutschland

Weltweit zeigen Vorstände zwar ein starkes Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels, sind aber – insbesondere in Deutschland – zögerlich in der Umsetzung. Dennoch wächst auch der Optimismus, die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen zu können, wie der CxO Sustainability Survey 2022 von Deloitte, eine Befragung von mehr als 2000 Executives, zeigt. Zugleich bestehen Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit der getroffenen Maßnahmen, wie die Untersuchung zeigt. (Titel: Deloitte 2022 CxO Sustainablility Report – © Deloitte.) weiterlesen…

Tauender Permafrost kann Erderwärmung beschleunigen

Bisher unbeachtete Kohlenstoffvorräte alter Sedimente werden als Treibhausgase freigesetzt

Die tauenden Permafrostböden in der Arktis könnten Treibhausgase aus bisher nicht berücksichtigten Kohlenstoffvorräten ausstoßen, und damit die globale Erwärmung anheizen, so das Ergebnis einer Studie eines Team von Geologen um Professorin Janet Rethemeyer vom Institut für Geologie und Mineralogie der Universität zu Köln zusammen mit Kollegen der Universität Hamburg und des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum. Das Forschungsteam bestimmte in der sibirischen Arktis die Herkunft des Kohlendioxids, des aus tausende Jahre altem Permafrost („Yedoma“) freigesetzt wird. Das Vorhaben ist Teil des vom BMBF geförderten deutsch-russischen Verbundprojekts „Kopf – Kohlenstoff im Permafrost“. Der Artikel „Sources of CO2 Produced in Freshly Thawed Pleistocene-Age Yedoma Permafrost“ ist am in Frontiers in Earth Science erschienen ( open access). (Bild: Untersuchungsstandorte auf dem rückläufigen Tauwasser-Stockwerk auf der Insel Kurungnakh – © frontiersin.org, open access) weiterlesen…

Klimaziel Verkehr: Zusätzliche fünf Millionen Verbrenner müssen durch E-Autos ersetzt werden

Laut Greenpeace-Studie müssen bis 2030 mindestens 20 Millionen vollelektrische Autos zugelassen werden

Die Bundesregierung muss ihre für 2030 angestrebte Zahl an E-Autos um fünf Millionen Pkw erhöhen, will sie die Klimaziele im Verkehr einhalten. Statt der im Koalitionsvertrag genannten 15 Millionen vollelektrischen Autos, die bis zum Jahr 2030 klimaschädliche Verbrenner ersetzen sollen, sind mindestens 20 Millionen nötig. Dies zeigt die gerade veröffentlichte Studie “Die Fünf-Millionen-Lücke” des Wuppertal Instituts im Auftrag von Greenpeace. Beide Zielsetzungen für die Zahl der E-Autos ließen sich nur erreichen, wenn Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) mehr Maßnahmen ergreife, als der Koalitionsvertrag bislang vorsehe, so die Studie. “Dem Verkehr läuft beim Klimaschutz die Zeit davon”, sagt Greenpeace Verkehrsexperte Tobias Austrup. “Die Umstieg vom Verbrenner auf E-Autos muss deutlich schneller werden, als die Ampel bislang plant. Das Klimaziel im Verkehr kann nur erreicht werden, wenn Minister Wissing schnell ein Sofortprogramm mit Maßnahmen wie einer Neuzulassungssteuer für schwere Spritfresser vorlegt.” (Titel: Die Fünf-Millionen-Lücke – © Greenpeace) weiterlesen…

In den Alpen schneit es Plastik

Nanoplastik in der Umwelt

In einer großangelegten Spendenaktion wollen populäre Youtuber wie Mister Beast oder Mark Rober gerade die Meere von knapp 14.000 Tonnen Plastik befreien – etwa 0,15 Prozent der Menge, die jährlich in den Ozeanen landet. Aber nicht nur unsere Gewässer sind voller Plastik. Eine neue Studie zeigt, die Verbreitung von Nanoplastik durch die Luft ein weiterreichendes Problem ist, als bisher angenommen – so Noé Waldmann auf der Internetseite der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). weiterlesen…

Klimaschutzgesetz verfassungswidrig, weil naturwissenschaftlicher Budgetansatz unberücksichtigt

Erneute Verfassungsbeschwerde wegen Klimagesetz

Neun Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 26 Jahren wollen vor dem Bundesverfassungsgericht eine weitere Verstärkung des deutschen Klimaschutzgesetzes erkämpfen. Nach Angaben der DUH ist die neue Beschwerde bereits am 25.01.2022 nach Karlsruhe zugestellt worden. „Wir haben nur diesen einen Planeten“, so Marlene aus München, mit 13 Jahren jüngste Beschwerdeführerin. weiterlesen…

Offshore-Ausbau – Konflikte sind programmiert

Thünen-Institut schlägt Konzepte für gemeinsame Flächennutzung durch Windparkbetreiber und Fischerei vor

Der massive Ausbau erneuerbarer Offshore-Energien wird große Flächen in allen europäischen Meeren beanspruchen. Eine integrierte maritime Raumplanung und -nutzung kann die aufkommenden Konflikte mit traditionellen Meeresnutzern wie der Fischerei abmildern. Eine aktuelle Studie unter Leitung von Vanessa Stelzenmüller vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven beziffert die zukünftigen Flächenverluste und stellt Synergiemöglichkeiten vor. (Karte ©Thünen-Institut) weiterlesen…

Zündtemperatur von Dieselruß senken

Mit elektrifizierten leitfähigen Oxidkatalysatoren

Unter Verwendung leitfähiger Metalloxide als Katalysatoren haben Forscher eine Elektrifizierungsstrategie entwickelt, die darauf abzielt, die Entzündungstemperatur von Ruß zu senken. Entsprechende Ergebnisse wurden in Nature Catalysis veröffentlicht. Die Forschungsarbeiten wurden von der Gruppe von Prof. ZHANG Jian am Ningbo Institute of Materials Technology and Engineering (NIMTE) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Gruppe von Prof. ZHANG Zhaoliang von der Universität Jinan durchgeführt. weiterlesen…

Empa-Software für Fuhrparkmanager

Lkw-Flotten möglichst ökologisch betreiben

Der Navigationssoftwarekonzern HERE übernimmt ein gemeinsam mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa entwickeltes Software-Tool des Schweizer Einzelhandelskonzerns Migros und macht es weltweit verfügbar. Mit dem Tool lassen sich die CO2-Emissionen von Lastwagen mit verschiedenen alternativen Antriebssystemen für beliebige Routen berechnen. Es kann Logistikern weltweit aufzeigen, auf welchen Routen am besten Wasserstoff-, Elektro-, Biogas- oder Biodiesel-Lastwagen eingesetzt werden und wie hoch deren CO2-Emissionen im Vergleich zu dieselbetriebenen Pendants sind. weiterlesen…

Kohleausstiegs-Deal mit Südafrika zum Leben erwecken

Geschlechtergerechtigkeit schwächelt noch

Deutschland hat in Glasgow angekündigt, Südafrika mit 700 Millionen Euro beim Ausstieg aus der Kohleverstromung zu unterstützen. Um jedoch den südafrikanischen Kohleausstieg ohne wirtschaftliche und sozioökonomische Verluste zu gewährleisten, muss ein regionaler und nationaler Plan für einen gerechten Übergang sorgen. Das Team COBENEFITS am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) legt eine Analyse zur Dekarbonisierung vor, in der es datenbasierte Empfehlungen ausspricht für Maßnahmen in Südafrikas Kohleabbauzentrum Mpumalanga. weiterlesen…

Vergangene sieben Jahre waren die heißesten

EU-Dienst Copernicus bestätigt Trend der globalen Erwärmung

Die vergangenen sieben Jahre waren nach Angaben des Copernicus-Dienstes zur Überwachung des Klimawandels (C3S) die sieben wärmsten der Erde seit Beginn der Aufzeichnungen 1979. 2021 war demnach das fünftwärmste bisher, den Rekord hält weiter 2016. Der vergangene Sommer war überdies der wärmste jemals gemessene seit Ende der 1970er-Jahre – knapp vor den Sommern von 2010 und 2018. weiterlesen…