FVEE-Doppelspitze fordert dringend Beschleunigung der Wärmewende

Neu gewählte Sprecher: „Im Vergleich zur Stromwende ungleich komplexer und vielschichtiger“ – Maßnahmenvorschläge des BEE

Professorin Daniela Thrän vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig wurde von ihren Kolleginnen und Kollegen im ForschungsVerbund Erneuerbare Energien zur Sprecherin für 2022 gewählt. „Wir benötigen neue, praktikable Instrumente für die strategische Wärmeplanung, damit die Wärmewende endlich in der Realität ankommen kann. Außerdem muss die Politik sowohl für die Industrie als auch für Gebäudeeigentümer wirksame Impulse setzen, um diese wichtigen Sektoren auf den Zielpfad zu bringen“, fordert die frisch gewählte Sprecherin. Ihr Stellvertreter, Professor Frank Baur vom Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme in Saarbrücken: „Für den ForschungsVerbund Erneuerbare Energien steht das Jahr 2022 ganz im Zeichen der dringend notwendigen Beschleunigung der Wärmewende. Deshalb haben wir sie auch in ihrer ganzen Komplexität zum Thema unserer Jahrestagung gemacht.“ weiterlesen…

Worum geht es beim IPCC-Bericht über Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit?

Hintergründe aus der Klimaforschung: Sechster IPCC-Sachstandsbericht, Arbeitsgruppe II

Gut zwei Wochen vor Veröffentlichung des neuen Weltklimaberichts erklärten Experten beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten auf Basis des aktuellen Forschungsstands dar, wie sehr Mensch und Natur leiden, wenn wir den Klimawandel nicht bremsen – betonten aber auch, dass wir die Risiken verringern und uns vorbereiten können. weiterlesen…

Methan-„Ultra-Emittenten“ der Welt aus dem Weltraum geortet

Vorschlag des EU-Parlaments: Methan-Lecks in EU-Drittstaaten eingrenzen

Vom Menschen verursachte Methan-Emissionen treiben den Klimawandel stärker an als bislang gedacht. Vor allem Förderung und Transport verursachen mehr klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen als bislang bekannt. Das EU-Parlament will nun mit einem neuen Regelwerk die Methan-Emissionen eindämmen. Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Verordnung soll strenger auf importierte fossile Brennstoffe ausgerichtet sein und Treibhausgasemissionen auch außerhalb Europas bekämpfen, so die EU-Abgeordneten, welche die Position des EU-Parlaments zu dem Vorschlag ausarbeiten, schreibt Kira Taylor am 09.02.2022 auf EURACTIV. Sie fußen auf den am 04.02.2022 in Science publizierten Forschungsergebnissen des Klimawissenschaftlers Thomas Lauvaux von der Universität Saclay – schreibt Carolyn Gramling am 03.02.2022 im Portal Science News. weiterlesen…

Markthochlauf von grünem Wasserstoff erst 2035

Kurzstudie zeigt dies beim derzeitigen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Prof. Andreas Luczak von der Fachhochschule Kiel bestimmte in seiner Kurzstudie „Zukünftige Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in Schleswig-Holstein: Abschätzung der CO2-Vermeidungskosten“ diese Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff, um die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung zu bestimmen. Um Gesamtkosten zu minimieren, sollte jede fossile Anwendung möglichst mit der günstigsten Technologie dekarbonisiert werden. Wie „günstig“ eine Technologie ist, lässt sich anhand der Vermeidungskosten quantifizieren. Die Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff entscheiden also darüber, für welche Anwendungen dessen Einsatz grundsätzlich sinnvoll ist und wie die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung aussieht. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Luftschadstoff-Emissionen in Deutschland auf Rekordtief

Deutschland kann Ziele erstmalig einhalten

Das Umweltbundesamt veröffentlicht am 14.02.2022 erstmals konsistente Emissionszeitreihen für den kompletten Zeitraum von 1990 bis 2020. Diese zeigen in der Gesamtschau ein überaus positives Bild. Für alle Schadstoffgruppen, von den „klassischen“ Schadstoffen (NO2, SO2, NMVOC und Ammoniak) über die Feinstäube und Schwermetalle bis zu den persistenten organischen Verbindungen lassen sich durchweg erfreuliche Abwärtstrends erkennen. Diese Emissionsminderungen haben positive Auswirkungen auf den Gesundheits-, Umwelt- und Naturschutz in Deutschland. weiterlesen…

Moorböden mit Agri-PV-Anlagen überbauen

Habeck startet Solar-Offensive auf dem Acker

Mit deutlich mehr Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen will die Bundesregierung einer Medienmitteilung vom 10.02.2022 folgend den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Darauf einigten sich das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium, das Umweltministerium sowie das Landwirtschaftsministerium. Der Klimaschutzminister will Flächen sowohl landwirtschaftlich als auch energetisch nutzen. Wie ein Eckpunktepapier sagt, sollen Photovoltaik-Anlagen auf diesen Flächen sowie auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden künftig im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert werden. Die Solar-Offensive auf dem Acker soll einfließen in das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante „Osterpaket“: Bis Ostern soll das Kabinett umfassende Maßnahmen beschließen, um das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne zu erhöhen. (Foto: Hier fing es an: Agri-Solar-Anlage Heggelbach vom Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Besseres Plastik schaffen

Neue Methode zur Wiederverwertung von Kunststoffen

2020 erzeugten die Vereinigten Staaten laut einer Untersuchung mehr Plastikmüll als jedes andere Land – etwa 46,3 Millionen Tonnen oder 130 kg pro Person und Jahr. Die Recyclingquote von 9 % wird damit nicht Schritt halten können. Warum so niedrig? Die Chemie der heutigen Kunststoffe erschwert die Wiederverwertung der meisten. Selbst thermoplastische Kunststoffe, die eingeschmolzen werden können, werden bei jeder Wiederverwendung schwächer. Und das führt zum eigentlichen Hindernis für das Recycling – der Wirtschaftlichkeit. Es gibt einfach keinen Gewinnanreiz. Doch nun hat eine Gruppe von Chemikern an der University of North Carolina (UNC) in Chapel Hill den Spieß umgedreht und eine Methode entdeckt, mit der Kunststoffe aufgespalten werden können, um ein neues Material zu schaffen, das stärker und zäher ist als das ursprüngliche – und damit potenziell wertvoller. weiterlesen…

Hy2gen will Produktionsanlage für grünes Ammoniak in Norwegen bauen

FEED-Studie im Gange

Das in Wiesbaden ansässige Unternehmen Hy2gen, Spezialist für Wasserstoffelektrolyse und Bau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Derivaten auf Basis von grünem Wasserstoff, will zusammen mit dem niederländischen Rohstoffhändler Trafigura und dem dänischen Fondsmanager Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) in Sauda an der Südwestküste Norwegens eine Anlage für die Herstellung von grünem Ammoniak bauen. Denn während andere Bereiche mit der Energiewende langsam vorankommen, sieht es im Verkehr noch schlecht aus. Vor allem der Schwerlast- und Langstreckentransport macht noch Probleme. Ozeanriesen etwa fahren immer noch mit Schiffsdiesel. Ansätze, wie sie für andere Fahrzeuge schon auf dem Markt sind, eignen sich nur bedingt. Zahlreiche Medien (pv magazine, erneuerbare energien, u.a.) stiegen auf die Veröffentlichung ein. (Foto: Schmelzfabrik Sauda – © Jonas Rød (NRK) – Eig. Werk, FAL, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

ISE: Erste europäische OME-Produktion in industrienaher Umgebung

π-COMET-Technologie

Während der Trend bei Neuanschaffungen von Pkw zu Elektrofahrzeugen geht, werden im Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr sowie im stationären Betrieb noch länger Flüssigkraftstoffe zum Einsatz kommen müssen. Dabei können Oxymethylenether (OME) als E-Fuels die Ruß- und Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren deutlich senken. Eine Hürde für deren großindustrielle Herstellung war bislang das Wassermanagement im Syntheseprozess. Im Projekt „COMET- Clean OME Technology“ haben das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Industriepartner ChemCom Industries B.V. und ASG Analytik AG einer Medienmitteilung vom 10.2.2022 zufolge eine technische Lösung entwickelt, die einen OME-Produktionsprozess im Industriemaßstab ermöglicht. (Foto: In einem adaptierten Dieselmotorrad der Firma Sommer wurde OEM bereits erfolgreich getestet © Andrea Sommer, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Kurzschluss für große Wirkung

Hocheffiziente Methode zur Entfernung von CO2 aus der Luft

Ingenieure der University of Delaware haben einen Weg gefunden, wie 99 % des Kohlendioxids in der Luft mithilfe eines neuartigen, mit Wasserstoff betriebenen, elektrochemischen Systems effektiv aus der Luft abgeschieden werden können – schreibt Karen B. Roberts am 03.02.2022 auf der UD-Internetseite. Dieser „bedeutende Fortschritt für die Kohlendioxidabscheidung könnte umweltfreundlichere Brennstoffzellen näher an den Markt bringen“. Das Forscherteam unter der Leitung von UD-Professor Yushan Yan berichtete am 03.02.2022 in Nature Energy über seine Methode. weiterlesen…