Intelligentes Energiemanagement mit digitalem Prozesspass

Projekt OekoProOF entwickelt System für Steuerung von Strom- und Abwärmeeffizienzen in Hochtemperatur-Produktionsprozessen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert seit 16.02.2022 das Projekt OekoProOf – „Intelligente oekonomische & oekologische Ressourceneffizienzsteuerung mittels digitalem Prozesspass“. Das Vorhaben beschäftigt sich mit einem neuen Ansatz für Industriebetriebe, bei dem durch intelligentes Energiemonitoring und -management bedarfsgerecht Ressourcen transparent und effizient Prozessen zugeordnet werden können. Ziel ist es, ein IT-System zu entwickeln, das branchenübergreifend eingesetzt werden kann. Das August-Wilhelm Scheer Institut, Wegener Härtetechnik GmbH, KRAFTBLOCK GmbH und das Institut für Betriebs- und Technologiemanagement am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier starten das Projekt ab Januar 2022 mit einer Laufzeit von drei Jahren. weiterlesen…

Blick zurück aus der Zukunft

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel fragt: Wie wird Deutschland kohlendioxid-neutral?

In einem interdisziplinären Projekt haben Forschende der Helmholtz-Klima-Initiative eine Vision für Deutschland im Jahr 2050 entworfen, die Wege zu einem kohlendioxid-neutralen Leben und Wirtschaften aufzeigt. In ihrer Studie, die am 10.01.2022 open access in Earth’s Future erschienen ist, schauen sie aus einer fiktiven Zukunft auf die heutige Gegenwart zurück. weiterlesen…

Worum geht es beim 6. IPCC-Bericht über Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit?

Worauf sich die Welt vorbereiten sollte und wie wir uns an den Klimawandel anpassen müssen

Gut zwei Wochen vor Veröffentlichung des Berichts der Arbeitsgruppe II des neuen Weltklimaberichts erklärten Experten beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten auf Basis des aktuellen Forschungsstands dar, wie sehr Mensch und Natur leiden, wenn wir den Klimawandel nicht bremsen – betonten aber auch, dass wir die Risiken verringern und uns vorbereiten können. weiterlesen…

Klimakrise: Worauf sich die Welt vorbereiten sollte

Der nächste IPCC-Teilbericht zeigt, wie wir uns an den Klimawandel anpassen müssen

Das Klima wird sich weiter aufheizen, Wetterextreme werden künftig häufiger auftreten. Wie schwerwiegend die Folgen sind, hängt allerdings auch davon ab, wie gut die Welt darauf vorbereitet ist. Dazu muss man Klima, Natur und Mensch zusammen denken, zeigt der neueste Beitrag zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht, schreibt Christian Mihatsch auf der Internetseite der Helmholtz-Klima-Initiative. Am 28.02.2022 wird der Bericht veröffentlicht. (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Buch: „Gärtnern im Klimawandel“

Norbert Griebl mit 100 Erderwärmungs-resistenten Pflanzen

Auch Hobbygärtner sehen im eigenen Garten die Folgen der Erderwärmung. Ein neues Buch zeigt, wie man auf das veränderte Klima reagieren kann: Gärtnermeister und Kräuterpädagoge Norbert Griebl hat eine positive Nachricht: Wir sind der Klimakrise nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil: wir können den Temperaturanstieg aktiv in die Gartengestaltung einbeziehen. Griebl habe mit seinem Buch Gärtnern im Klimawandel „einen hilfreichen Kompass zur klimatauglichen Pflanzenauswahl vorgelegt, schreibt Kerstin Schaumburg auf energy. – Das Magazin von Green Planet Energy. Auf mehr als 200 Seiten stellt er eine fundierte Pflanzenauswahl mit teils großformatigen Farbfotografien vor. weiterlesen…

Europas Großbanken finanzieren weiterhin Fossile

Wortbruch der Geldhäuser

Die Zahl der Länder, die sich nach der COP26 vom November in Glasgow zu einem Net-Zero-Ziel verpflichtet haben, ist laut World Resources Institute (WRI) und ClimateWatch bis zum 07.02.2022 auf 83 gestiegen: bis Ende des Jahrhunderts sollen damit fast 75 % der Welt-Emissionen entfallen. Großbritannien hat sich als Vorreiter ausdrücklich dazu verpflichtet, bis 2050 bei allen Treibhausgasen und in allen Sektoren Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Europäische Großbanken, allen voran HSBC, Barclays, Deutsche Bank und BNP Paribas, scheint das nicht zu interessieren: Sie stellten innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss großen Öl- und Gasfirmen trotz der Netto-Null-Zusagen 29 Milliarden Euro für Investitionen in neue Ölbohrungen und die Erschließung von Gasreserven zur Verfügung. Das veröffentlichte der britische Guardian über einen Bericht von ShareAction am 14.02.2022. weiterlesen…

Entlastung für Ozeane und Mülldeponien durch protein-basierte Biokunststoffe?

Fest und elastisch, aber abbaubar

Mehr als acht Millionenen Tonnen Kunststoff gelangen jedes Jahr in die Ozeane – eine ernste Gefahr für Umwelt und Gesundheit. Biokunststoffe stoßen weltweit auf wachsendes Interesse, ganz einfach, weil sie abbaubar sind. Biokunststoffe mit einem einfachen Verarbeitungsverfahren, starker mechanischer Leistung, guter Biokompatibilität und einstellbaren physikochemischen Eigenschaften zu entwickeln, ist aber nach wie vor eine Herausforderung. In einem Beitrag für Angewandte Chemie haben chinesische Forscher Strukturproteine als Bausteine eingeführt und einen einfachen, umweltfreundlichen Ansatz zur Herstellung verschiedener Kunststoffe auf Proteinbasis präsentiert. (Foto: Escherichia Coli – © Rocky Mountain Laboratories, NIAID, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Artensterben und Klimaschutz beeinflussen einander

klimareporter: „Mammuts und Haie als Freunde des Klimas“

Eine soeben unter dem Titel „Actions to halt biodiversity loss generally benefit the climate“*) („Maßnahmen zur Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt kommen generell dem Klima zugute“) open access in Global Change Biology publizierte Untersuchung zeigt: „Ein Großteil der Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität stabilisiert auch das Klima. Wissenschaftler fordern Umdenken“, schreibt Tjade Brinkmann im Portal klimareporter.de. weiterlesen…

EU-Planung fürs Bauen umstritten

Energieeffizienzvorhaben stoßen auf Kritik

Die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) mit ihren strengen Vorhaben zur Sanierung und zum energieeffizienten Bau von Gebäuden ist am 16.02.2022 in der Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen laut dem parlamentseigenem Pressedienst heute im bundestag – kontrovers debattiert worden. Auf Antrag der Unions–Bundestags-Fraktion diskutierte der Ausschuss die von der Europäischen Union geplanten Vorhaben zur Sanierung und zum Umbau von Gebäuden zur Steigerung der Gesamtenergieeffizienz. Sören Bartol (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, stellte den Abgeordneten die EU-Richtlinie vor. weiterlesen…

Seegräser setzen auch nach ihrem Absterben Methan frei

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie: „Tot oder lebendig“

Seegraswiesen spielen eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf des Meeres und für unser Klima. Einerseits nehmen sie Kohlendioxid auf und speichern es in ihren Sedimenten, andererseits setzen sie das starke Treibhausgas Methan frei. Dabei machen sie es den beteiligten Mikroorganismen einfach: Sie produzieren methylierte Verbindungen, die schnell in Methan umgewandelt werden können, sogar noch lange nach dem Tod der Pflanzen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen haben einer Medienmitteilung vom 14.02.2022 folgend untersucht, was die Methanproduktion und -freisetzung von Seegraswiesen steuert. Ihre Ergebnisse stellen sie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vor. (Foto: Seegraswiesen bedecken an die 600.000 Quadratkilometer weltweit – m.frdl. Genehmigung © HYDRA Marine Sciences GmbH, mpi-bremen.de) weiterlesen…