Vier Billigflieger fordern Ende der Gratis-CO2-Emissionen bei Langstreckenflügen

Ausnahmeregelung soll abgeschafft werden

Billigfluggesellschaften fordern von der EU, die Ausnahmeregelung abzuschaffen, die europäischen Langstreckenlinien eine Kostenbefreiung ihrer CO2-Emissionen für Flüge außerhalb Europas ermöglicht. In einer gemeinsamen Erklärung haben Ryanair, easyJet, Jet2 und WizzAir die Regeln des Emissionshandelssystems (ETS) für den Luftverkehr kritisiert, schreibt Sean Goulding Carroll am 07.02.2022 auf EURACTIV.com. Die Billigflieger argumentierten, dass die Rechtsvorschriften den Großteil der CO2-Emissionen von Flügen, die von EU-Flughäfen abfliegen, vom EU-Kohlenstoffmarkt ausschließen. weiterlesen…

E-Autos haben beste CO2-Bilanz

Lebenszyklus-Vergleich mit Verbrenner

Forschende der Universität der Bundeswehr München zeigen, dass die gesamten Pkw-Lebenszyklus-Emissionen durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen bis 89 % gesenkt werden können. Benzin- und Dieselfahrzeuge weisen im Vergleich des Prozesses von Produktion bis Verschrottung die höchste Menge an Treibhausgas-Emissionen aus. weiterlesen…

Lesehinweis: „Bitcoin energetisch völliger Irrsinn“

Handelsblatt: Erste Europapolitiker fordern Verbot von Kryptowährungen

Das sogenannte Mining verbrauche „Unmengen Strom“, aber bisher scheue die EU-Kommission davor zurück, das Thema zugunsten des Klimaschutzes anzugehen – so Christoph Herwartz und Helmut Steuer am 04.02.2022 im Handelsblatt. Um klimaneutral zu werden, versuche Europa zwar einerseits, so viel Energie wie möglich einzusparen. Die Krypto-Währungen Bitcoin und Ether sei aber andererseits dabei „noch nicht im Fokus“, und das, obwohl sie extrem viel Energie schlucke, ständig wachse und mittlerweile auch in Europa Fuß fasse. (Foto: Bitcoins – © Kanchanara on Unsplash) weiterlesen…

Was die Bundesregierung nun angehen sollte

WBGU zu Windenergie an Land

Die Koalition will den Ausbau der Windenergie an Land erheblich beschleunigen. Dies ist überfällig, denn er ist in den letzten Jahren weit hinter den Bedarf zurückgefallen. Die am 04.02.2022 veröffentlichte Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen zeigt, wie die Herausforderungen bewältigt werden können. Der Rat spricht sich für ein 2-%-Flächenziel für jedes Bundesland aus. Dies kann auch zeitlich gestaffelt eingeführt werden. Zukünftig sollten die Planungsträger nur noch dann Gebiete pauschal für Windenergie sperren dürfen, wenn sie insgesamt ausreichend Fläche zur Verfügung stellen, um das 2-%-Ziel zu erreichen. weiterlesen…

H2-Pilotprojekt „H2CAST Etzel“ startet

F&E-Projekt Wasserstoffspeicherung läuft zunächst bis Ende 2024

„Wir wollen den niedersächsischen Standort Etzel H2-ready machen“ / Konsortialpartner der Initiative zur Wasserstoffspeicherung rund um die Kavernenbetreiber STORAG ETZEL und EKB Storage werden vom Land Niedersachsen gefördert. Die STORAG ETZEL und die EKB Storage erhielten zusammen mit ihren Konsortialpartnern im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie eine Förderzusage in Höhe von insgesamt acht Mio. Euro für das Wasserstoff-F&E-Pilotprojekt H2CAST Etzel (H2CAvern Storage Transition – d.h. Umrüstung bestehender Kavernen und Anlagen in Etzel für die Speicherung von Wasserstoff als Baustein für ein zukünftiges Energiesystem). Projektstart soll bereits im ersten Quartal 2022 sein. Und die Speicherung von Wasserstoff für den F&E Betrieb in Kavernen ist für 2024 geplant. (Foto: Kavernen-Infozentrum Etzel – © Armin Garbe – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Technologie wandelt CO2 sofort in festen Kohlenstoff um

Defossilisierung bestehender Industrieprozesse mittels Durchleitung durch Flüssig-Metall

Forscher des australischen Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) haben eine intelligente und hocheffiziente neue Methode zur Abscheidung von Kohlendioxid und dessen Umwandlung in festen Kohlenstoff entwickelt, um die Dekarbonisierung der Schwerindustrie voranzutreiben. Die Technologie der RMIT-Forscher zur CO2-Nutzung ist so konzipiert, dass sie problemlos in bestehende Industrieprozesse integriert werden kann. Denn die Dekarbonisierung ist eine große technische Herausforderung für Zement und Stahl. Die neue Technologie bietet eine Möglichkeit, CO2 umzuwandeln, sobald es produziert wird, und es dauerhaft in einem festen Zustand zu halten, damit es nicht in die Atmosphäre gelangt. Die Forschungsergebnisse wurden in Energy & Environmental Science veröffentlicht. weiterlesen…

Lesehinweis: „Einmal grünwaschen, bitte“

Kraemer in IPG: EU-Taxonomie untergräbt Glaubwürdigkeit

„Auch wenn die EU-Kommission Atomstrom fortan als ’nachhaltig‘ bezeichnet: Er rechnet sich nicht“, schreibt R. Andreas Kraemer, Direktor der Fundação Oceano Azul in Lissabon und Gründer des Ecologic Institute in Berlin im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft (IPG). Amory Lovins*), der Vordenker der Energiewende, habe die Argumente aktuell noch einmal zusammengetragen, und das Ergebnis sei eindeutig: „Atomstrom ist schlecht fürs Klima und fürs Portemonnaie.“ Die EU-Taxonomie soll ein Wegweiser für Investoren und Kreditgeber sein. Unternehmen und Projekte, die nicht den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, bergen gewisse Risiken. weiterlesen…

Experten schlagen Alarm wegen des abbrechenden antarktischen Schelfeises

Thwaites-Gletscher schmilzt schneller als erwartet

Die Nachricht über den schnell schmelzenden Thwaites-Gletscher in der Westantarktis hat sich in den vergangenen Wochen schnell verbreitet. Der Gletscher ist einer der wichtigsten der Westantarktis, etwa halb so groß wie Deutschland. Ein Drittel seiner Oberfläche besteht aus einer Eisplatte, dem so genannten Schelfeis. Es schwimmt auf dem Meer und dient als natürliche Barriere für den Gletscher. Doch hier macht sich die globale Erwärmung bemerkbar: Das wärmere Meerwasser unter dem schwimmenden Schelfeis lässt es schmelzen – viel schneller als erwartet. weiterlesen…

Weit über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung, bzw.ca. 25 % des Gesamtwärmebedarfs

Roadmap Tiefe Geothermie: Erfolgreiche Wärmewende gestalten

Die Hälfte der kommunalen Wärme soll bis 2030 aus klimaneutralen Quellen kommen. Zu diesem Ziel der Bundesregierung kann die Tiefe Geothermie einen großen Beitrag leisten, weil sie beständig und witterungsunabhängig lokal Energie liefert und wenig Fläche in Siedlungen belegt. Eine gemeinsame Roadmap („Tiefe Geothermie in Deutschland – Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine erfolgreiche Wärmewende“) der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG in Cottbus und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ in Leipzig vom 02.02.2022 zeigt auf, dass Tiefe Geothermie mehr als ein Viertel des jährlichen deutschen Wärmebedarfes (über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung) abdecken könnte, und gibt Handlungsempfehlungen, um dieses Ziel zu erreichen. weiterlesen…

UNSDSN-Empehlungen für Dakarbonisierung Paraguays

Beispiel, wie Paraguay seine Klimaverpflichtungen von COP21 erfüllen kann

Die paraguayische Regierung bereitet sich derzeit auf die anstehende Revision von Anhang C des Itaipú-Vertrags vor, dem rechtsverbindlichen Abkommen zwischen Paraguay und Brasilien über die Nutzung des Wasserkraftpotenzials des Paraná-Flusses, das 2023 überprüft werden soll. Das Sustainable Development Solutions Network (UNSDSN) der UN hat dazu Vorschläge erarbeitet. Im Namen der paraguayischen Regierung beauftragte das paraguayische Finanzministerium Professor Jeffrey Sachs und sein Team, den Bericht „Leveraging Paraguay’s Hydropower for Sustainable Economic Development“ aus dem Jahr 2013 mit Unterstützung der Entwicklungsbank Lateinamerikas (CAF) und in Partnerschaft mit dem UNSDSN. weiterlesen…