Wie man CO2-Bepreisung in Europa sozial ausbalanciert

MCC: EU-Kommission mit Politik gezielter Finanzhilfen auf gutem Weg

Europa öffnet die Geldschatulle, um Klimaschutz gerecht zu gestalten: 2020 brachte die EU-Kommission den milliardenschweren „Just Transition Fund“ auf den Weg, um die durch eine höhere CO2-Bepreisung entstehenden Belastungen gezielt zu kompensieren, jetzt soll noch ein „Climate Action Social Fund“ folgen. Doch wer sollte von solchen Töpfen fairerweise profitieren? Für diese Frage schafft jetzt ein Forschungsteam aus vier Ländern wissenschaftliche Orientierung. Es zeigt die Verteilungswirkung von CO2-Bepreisung in Europa, konzentriert sich dabei auf die Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern und gibt Empfehlungen für Finanzhilfen zum sozialen Ausgleich. Federführend war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie ist publiziert in der Fachzeitschrift Energy Economics. weiterlesen…

bne: Förderung fossiler Kraft-Wärme-Kopplung muss beendet werden

KWK-Umlage steigt 2022 deutlich an

Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) in einer Medienmitteilung am 25.10.2021. Während die EEG-Umlage 2022 sinkt, gab die Netztransparenz bekannt, dass die KWK-Umlage von derzeit 0,254 auf 0,378 ct/kWh ansteigt- eine Erhöhung um fast 50 Prozent. weiterlesen…

E-Lkw mit voll integrierter Photovoltaik nimmt Fahrt auf

ISE: 18-Tonner produziert 10 Prozent seines Stroms selbst

Ab sofort (25.10.2021) fährt laut einer Medienmitteilung des Freiburger Fraunhofer Instituts fpr solare Energiesysteme (ISE) auf Deutschlands Straßen ein 18-Tonnen-E-LKW, ausgestattet mit einer 3,5 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage. Das Nutzfahrzeug mit integriertem Hochvolt-Photovoltaik-System und Einspeisung in die 800 Volt Traktionsbatterie ist nun für den Straßenverkehr zugelassen. weiterlesen…

Staatlicher Lobbyismus gegen UN-Klimareport

BBC: Durchgesickerte Dokumente enthüllen Versuche, den wichtigsten Klimabericht zu ändern

Dem Magazin Greenpeace UK, Unearthed vorliegende und an BBC News weitergeleitete Dokumente zeigen Einflussnahme-Versuche von Ländern, den wichtigen wissenschaftlichen IPCC-Bericht über die Bekämpfung des Klimawandels abzuschwächen. So hätten Australien, Japan und Saudi-Arabien dafür plädiert, die Forderung nach einer raschen Abkehr von fossilen Brennstoffen abzuschwächen oder ganz zu streichen. Die Schweiz will weniger Unterstützung leisten und die Atomenergie soll besser wegkommen. (Grafik: COP26, Logo – Grafik © ukcop26.org) weiterlesen…

Innovationscluster für klimafreundliche Lkw-Antriebstechnologien

Scheuer: „Technologie-offen!“

Schon im November 2020 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit der Veröffentlichung des Gesamtkonzepts klimafreundliche Nutzfahrzeuge den Weg zu einem klimafreundlichen Straßengüterverkehr aufgezeigt. Dazu zählen konkrete Fahrpläne für die einzelnen Antriebstechnologien bis 2030 und notwendigen Maßnahmen für deren Markthochlauf. Ein zentrales Element des Maßnahmen-Fahrplans sind Innovationscluster, in denen alternative Antriebstechnologien im Zusammenspiel von Fahrzeugen und Infrastruktur auf längeren Korridoren erprobt werden können. weiterlesen…

„Dienstwagen auf Abwegen“

Steuervorteile bremsen sozial gerechten Klimaschutz im Pkw-Verkehr aus und führen zu milliardenschwerer sozialer und ökologischer Schieflage

Die Dienstwagenbesteuerung bringt die Verkehrspolitik in Deutschland immer mehr in eine soziale und ökologische Schieflage. Das zeigt eine Analyse des Thinktanks Agora Verkehrswende und des Öko-Instituts vom 12.10.2021. Schätzungen zufolge kosten die gewährten Steuernachlässe auf die private Nutzung von Firmenwagen den Staat zwischen drei und sechs Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend. weiterlesen…

EU-Kommission schlägt umfassende Emissionshandels-Reform vor

Zahl der Zertifikate soll gesenkt und Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ausgeweitet werden

Um das Klimaschutzziel der EU für 2030 zu erreichen, ist eine Reform des EU-Emissionshandels (EU-ETS) notwendig. Unter anderem soll die Menge der ausgegebenen Zertifikate gesenkt und die finanzielle Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ausgeweitet werden. Außerdem sollen künftig der Seeverkehr in das EU-ETS einbezogen und ein neuer Emissionshandel für Gebäude und Straßenverkehr geschaffen werden. Das Öko-Institut, adelphi und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) haben gemeinsam mit dem Umweltbundesamt Factsheets erarbeitet und am 18.10.2021 veröffentlicht, welche die wesentlichen geplanten Anpassungen im Europäischen Emissionshandel erklären. weiterlesen…

BDI voll auf Klimakurs

Klimapfade 2.0 – Aufbruch in die Klima-Zukunft

Deutschland steht in Sachen Klimaschutz vor einem gewaltigen Kraftakt und gleichzeitig vor einer historischen Chance – so der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): Um die Klimaschutzziele zu erreichen, seien für das Etappenziel bis 2030 Mehrinvestitionen von 860 Milliarden Euro erforderlich. Das zeige die gemeinsame Studie „Klimapfade 2.0“ des BDI und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft und CO2-Einsparung

BAM-Projekt zur Verwertung von Stahlwerksschlacken verspricht doppelten Nutzen

In der Stahlproduktion werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 5 Millionen Tonnen Schlacke erzeugt – eine wertvolle Ressource, die zu rund 30 Prozent aus Eisenoxid besteht. Daraus lassen sich aber große Mengen an Roheisen zurückgewinnen und gleichzeitig ein CO2-sparendes Bindemittel für die Zementindustrie erzeugen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) optimiert jetzt das Verfahren, um es schnell in die Anwendung zu bringen. weiterlesen…

Globale Klimaneutralität: Niemand macht genug

Klimatransparenzbericht 2021

Die G20-Länder unternehmen nicht genug, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Deutschlands Maßnahmen sind nirgendwo Vorreiter. Eine Kursänderung ist dringend erforderlich. Julia Broich hat sich für energiezukunft – Das Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende – den Klimatransparenzbericht 2021 näher angeschaut. weiterlesen…