Windenergieanlagen mit integriertem Elektrolyseur demonstrieren nachhaltige Wasserstoffgewinnung auf See

Leitprojekt H2Mare soll über 100 Mio. Euro Förderung vom BMBF erhalten – Siemens-Gamesa koordiniert

Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft werden keine Elektronen, sondern Moleküle produzieren: Autarke Einheiten aus Windenergieanlage und integriertem Elektrolyseur stellen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab her und sparen die Kosten für elektrische Netzanschlüsse. Damit können sie maßgebliche Beiträge zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. In einem zweiten Schritt kann der Grüne Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe und Energieträger umgewandelt werden. Die Vision kann im Rahmen des vom BMBF geförderten Leitprojektes H2Mare Wirklichkeit werden – so das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES in einer Medienmitteilung vom 19.08.2021. (Foto: Offshore-Windgenerator schwimmend – Foto © press.siemens-energy.com) weiterlesen…

Wintershall Dea und VNG wollen Wasserstoff-Pilotprojekt starten

Gemeinsame Investition in Methanpyrolyse-Pilotprojekt

Wintershall Dea und die VNG AG wollen beim Thema Wasserstoff zukünftig enger zusammenarbeiten und planen in einem ersten Schritt den Bau einer Anlage zur Herstellung von klimafreundlichem „türkisem“ Wasserstoff. Wie sie am 18.08.2021 mitteilten, haben die zwei in Deutschland ansässigen Energieunternehmen einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ralph Diermann bestreitet auf pv magazine die Klimafreundlichkeit dieser Wasserstoffspielart: „Klimafreundlich ist türkiser Wasserstoff allerdings nicht.“ Bei der Produktion von türkisem Wasserstoff würden etwa 15mal mehr CO2-Äquivalente freigesetzt als bei grünem Wasserstoff. Die BASF hat zu Jahresbeginn eine Methanpyrolyse-Testanlage in Betrieb genommen (siehe Foto rechts © BASF SE) weiterlesen…

Studie: E-Fuels für Luftverkehr besser als CCS

E-Kraftstoffe versus DACCS

Soll die Luftfahrt weiter auf fossiles Kerosin setzen und das ausgestoßene CO2 mit zertifizierten Projekten speichern lassen? Oder daraus lieber grünes Kerosin herstellen? Auch wenn die erste Option zunächst günstiger wäre, ist sie die falsche, sagt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) unter dem Titel „Gesamtkosten von E-Kraftstoffen und direkter Luftabscheidung und Kohlenstoffspeicherung unter Berücksichtigung der direkten und nachgelagerten Emissionen und Umweltrisiken“. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff: Katalysator-Oberfläche im Blick

Forschende untersuchen erstmals Verhalten von Katalysator für Wasser-Elektrolyse auf atomarer Ebene

Mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Er kann aus Wind und Sonne gewonnene Energie CO2-neutral chemisch speichern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forschende die Prozesse an der Oberfläche des Iridiumoxid-Katalysators für die Wasser-Elektrolyse untersucht. Ihren Forschungsbeitrag zur Entwicklung verbesserter und effizienterer Katalysatoren stellen sie in einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 und im Journal ACS Catalysis der American Chemical Society vor (CC BY-NC-ND 4.0). weiterlesen…

2,3-Millionen-Schub für Klimawandel-Forschung

Senatskanzlei fördert Climate Change Center Berlin Brandenburg

Der Berliner Senat will das Climate Change Center (CCC) Berlin Brandenburg mit vier Universitäten, Forschungsinstituten und Think Tanks unter Federführung der Technischen Universität Berlin mit 2,3 Mio. Euro fördern – so eine gemeinsame Medienmitteilung der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung vom 16.08.2021 und der Technischen Universität Berlin. Berlin soll als Zentrum der Forschung über den Klimawandel und den Umgang mit seinen Folgen weiter gestärkt und die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser vernetzt werden. weiterlesen…

DLR-Projektträger zu IPCC-Bericht

Weltklimarat: Erhöhte Risiken durch fortschreitenden Klimawandel

Der Weltklimarat IPCC hat am 09.08.2021 den ersten Band seines Sechsten Sachstandsberichts vorgestellt. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen zeigt sich, dass mittlerweile in allen Regionen weltweit konkrete Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels nachweisbar sind. An der Verabschiedung des Berichtes war auch der DLR-Projektträger mit der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle beteiligt. (Bild: Titel des 1. Teils des 6. IPCC-Sachstandsberichts – © ippc.com) weiterlesen…

2021 höchster Anstieg der THG-Emissionen seit 1990

Prognose von Agora Energiewende – BEE fordert zügige Maßnahmen für EE-Ausbau

Berechnungen von Agora Energiewende zeigen, dass die Treibhausgasemissionen Deutschlands 2021 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um rund 47 Millionen Tonnen CO2 ansteigen und damit nur noch um 37 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen – so eine Medienmitteilung aus dem Think Tank. Damit steht die Bundesrepublik vor dem größten Anstieg von Treibhausgasemissionen seit 1990 – dem Referenzjahr, an dem internationale Klimabemühungen gemessen werden. Das deutsche Klimaziel von 2020 würde so dieses Jahr wieder verfehlt. Der BEE fordert, das Tempo bei der Energiewende zu erhöhen und „Erneuerbare-Beschleunigungspaket“ auf den Weg zu bringen – der BUND ein „Klimaschutzsofortprogramm“. weiterlesen…

Wasserstoff: Blau ist nicht das neue Grün

Laut Untersuchung schlimmer als Kohle, Diesel oder Erdgas

Eine Untersuchung der Stanford und der Cornell University zeige, dass blauer Wasserstoff mehr Treibhausgasemissionen verursachen könne als die durch Kohle und Gas erzeugte Wärme, schreibt auf pv magazine International. Die Modellierung klassifiziere die Emissionen von blauem Wasserstoff als Kohlendioxid und unverbranntes flüchtiges Methan sowie als Lebenszyklusemissionen im Zusammenhang mit dem Abbau, dem Transport, der Speicherung und der Nutzung von Methan. weiterlesen…

Der blinde Fleck des IPCC-Berichts

Tauender Permafrost lässt Methan aus der Tiefe entweichen

Welche Auswirkungen hatte die Hitzewelle des Sommers 2020 in Sibirien? In einer Untersuchung unter Federführung der Universität Bonn haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten verglichen. Das in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) publizierte Ergebnis: Die Methangehalte der Luft nach der Hitzewelle des vergangenen Jahres deuten darauf hin, dass verstärkte Gasaustritte aus Kalkstein stattfanden. (Foto: Tauender Permafrostboden – © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…

Wie weit verschlimmert Auftauen arktischen Permafrosts den Klimawandel?

Keine Klärung durch IPCC-Bericht (Lesehinweis)

Die globale Erwärmung setzt Kohlenstoff frei, der vor langer Zeit in den gefrorenen Böden der Arktis gebunden wurde, aber die Auswirkungen auf die Klimakrise sind unklar. Die Dauerhaftigkeit des gefrorenen Bodens in der Arktis ist nicht mehr gewährleistet, da die Temperaturen auf der Erde weiter steigen. Doch wie sehr die Zerstörung des sogenannten Permafrosts den Klimawandel verschlimmern wird, ist laut dem diese Woche veröffentlichten Sechsten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) noch unklar. Diese Ungewissheit hinterlasse bei den Forschern eine frustrierende Lücke in ihren Klimaprojektionen, schreibt Jordan Wilkerson am . (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…