CCS-Studie spricht von Megatonnen CO2

Zwei Standorten von Ethanolanlagen in Kalifornien

Eine Untersuchung des US-Unternehmens für fortschrittliche erneuerbare Kraftstoffe und Biochemikalien Aemetis Carbon Capture kommt zu dem Schluss, dass an zwei Standorten von Ethanolanlagen in Kalifornien mehr als zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre abgeschieden und sicher im Boden gespeichert werden können. Die Studie über die geologische Formation und die Bohrungen zur Abscheidung von Kohlendioxid (Carbon Capture & Sequestration, CCS) wurde von Aemetis Carbon Capture, einer Tochtergesellschaft von Aemetis, abgeschlossen und von Baker Hughes, einem globalen Energiedienstleistungsunternehmen mit Niederlassungen in 120 Ländern, durchgeführt. weiterlesen…

Biden soll US-Farmen OPEC+-Ölfeldern vorziehen

Biotreibstoff-Verband an Präsident

Als Reaktion auf die Ankündigung des Weißen Hauses, die OPEC+-Mitgliedsländer zu einer Erhöhung der Ölproduktion aufzufordern, hat der führende Handelsverband der US-Ethanolindustrie RFA (Renewable Fuels Association) am 13.08.2021 ein Schreiben an Präsident Biden gesandt, in dem er die Forderung der Regierung unterstützt, die wahren Ursachen der jüngsten Benzinpreissteigerungen zu untersuchen. In dem offenen Brief wird auch betont, dass die Lösung für die höheren Benzinpreise nicht in mehr Rohöl aus den OPEC+-Ländern liegt, sondern vielmehr in einer verstärkten Produktion und Verwendung von einheimischen Kraftstoffen wie Ethanol. weiterlesen…

Einsatz von Wasserstoff zur Stromproduktion in Deutschland

„Stromerzeugung aus klimaneutralem Wasserstoff dürfte sich im Jahr 2030 in Grenzen halten“

Die Bundesregierung rechnet nach eigener Aussage nicht damit, dass 2030 in Deutschland in nennenswertem Umfang Wasserstoff zur Stromproduktion eingesetzt wird. Das schreibt sie laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag in einer Antwort (19/31928) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (19/31724). Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie habe die Regierung zwar den Weg für den Markthochlauf von grünen Wasserstofftechnologien frei gemacht. Vorrangiges Ziel sei es jedoch, bis 2030 diesen Markthochlauf zu organisieren und mindestens fünf Gigawatt Elektrolyseleistung zur Produktion von grünem Wasserstoff zu erreichen. Dieser soll jedoch nach Auffassung der Bundesregierung vor allem in den Bereichen eingesetzt werden, in denen eine direkte Nutzung erneuerbarer Energien nicht möglich ist. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

THG-freie Kfz-Industrie?

Grüner Stahl für Autoproduktion in Deutschland

„Der Bundesregierung liegen keine abgrenzbaren Daten zu den Treibhausgasemissionen in der Automobilindustrie in Deutschland für die vergangenen Jahre vor“. Das geht wörtlich aus der Antwort der Regierung (19/31894) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/31562) hervor, berichtet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 20.08.2021. Die Regierung verfolge „mit dem gegebenen Interesse“, welche strategischen Entscheidungen die Unternehmen hinsichtlich ihrer produktionsbezogenen CO2-Emissionen treffen. Der regulatorische Rahmen werde „mit Blick auf eine Erreichung der verbindlich festgeschriebenen Klimaziele ausgestaltet und gegebenenfalls angepasst“. weiterlesen…

Windenergieanlagen mit integriertem Elektrolyseur demonstrieren nachhaltige Wasserstoffgewinnung auf See

Leitprojekt H2Mare soll über 100 Mio. Euro Förderung vom BMBF erhalten – Siemens-Gamesa koordiniert

Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft werden keine Elektronen, sondern Moleküle produzieren: Autarke Einheiten aus Windenergieanlage und integriertem Elektrolyseur stellen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab her und sparen die Kosten für elektrische Netzanschlüsse. Damit können sie maßgebliche Beiträge zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. In einem zweiten Schritt kann der Grüne Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe und Energieträger umgewandelt werden. Die Vision kann im Rahmen des vom BMBF geförderten Leitprojektes H2Mare Wirklichkeit werden – so das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES in einer Medienmitteilung vom 19.08.2021. (Foto: Offshore-Windgenerator schwimmend – Foto © press.siemens-energy.com) weiterlesen…

Wintershall Dea und VNG wollen Wasserstoff-Pilotprojekt starten

Gemeinsame Investition in Methanpyrolyse-Pilotprojekt

Wintershall Dea und die VNG AG wollen beim Thema Wasserstoff zukünftig enger zusammenarbeiten und planen in einem ersten Schritt den Bau einer Anlage zur Herstellung von klimafreundlichem „türkisem“ Wasserstoff. Wie sie am 18.08.2021 mitteilten, haben die zwei in Deutschland ansässigen Energieunternehmen einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ralph Diermann bestreitet auf pv magazine die Klimafreundlichkeit dieser Wasserstoffspielart: „Klimafreundlich ist türkiser Wasserstoff allerdings nicht.“ Bei der Produktion von türkisem Wasserstoff würden etwa 15mal mehr CO2-Äquivalente freigesetzt als bei grünem Wasserstoff. Die BASF hat zu Jahresbeginn eine Methanpyrolyse-Testanlage in Betrieb genommen (siehe Foto rechts © BASF SE) weiterlesen…

Studie: E-Fuels für Luftverkehr besser als CCS

E-Kraftstoffe versus DACCS

Soll die Luftfahrt weiter auf fossiles Kerosin setzen und das ausgestoßene CO2 mit zertifizierten Projekten speichern lassen? Oder daraus lieber grünes Kerosin herstellen? Auch wenn die erste Option zunächst günstiger wäre, ist sie die falsche, sagt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) unter dem Titel „Gesamtkosten von E-Kraftstoffen und direkter Luftabscheidung und Kohlenstoffspeicherung unter Berücksichtigung der direkten und nachgelagerten Emissionen und Umweltrisiken“. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff: Katalysator-Oberfläche im Blick

Forschende untersuchen erstmals Verhalten von Katalysator für Wasser-Elektrolyse auf atomarer Ebene

Mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Er kann aus Wind und Sonne gewonnene Energie CO2-neutral chemisch speichern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forschende die Prozesse an der Oberfläche des Iridiumoxid-Katalysators für die Wasser-Elektrolyse untersucht. Ihren Forschungsbeitrag zur Entwicklung verbesserter und effizienterer Katalysatoren stellen sie in einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 und im Journal ACS Catalysis der American Chemical Society vor (CC BY-NC-ND 4.0). weiterlesen…

2,3-Millionen-Schub für Klimawandel-Forschung

Senatskanzlei fördert Climate Change Center Berlin Brandenburg

Der Berliner Senat will das Climate Change Center (CCC) Berlin Brandenburg mit vier Universitäten, Forschungsinstituten und Think Tanks unter Federführung der Technischen Universität Berlin mit 2,3 Mio. Euro fördern – so eine gemeinsame Medienmitteilung der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung vom 16.08.2021 und der Technischen Universität Berlin. Berlin soll als Zentrum der Forschung über den Klimawandel und den Umgang mit seinen Folgen weiter gestärkt und die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser vernetzt werden. weiterlesen…

DLR-Projektträger zu IPCC-Bericht

Weltklimarat: Erhöhte Risiken durch fortschreitenden Klimawandel

Der Weltklimarat IPCC hat am 09.08.2021 den ersten Band seines Sechsten Sachstandsberichts vorgestellt. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen zeigt sich, dass mittlerweile in allen Regionen weltweit konkrete Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels nachweisbar sind. An der Verabschiedung des Berichtes war auch der DLR-Projektträger mit der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle beteiligt. (Bild: Titel des 1. Teils des 6. IPCC-Sachstandsberichts – © ippc.com) weiterlesen…