Europäischer Menschenrechts-Gerichtshof hört Schweizer Frauen an

Vor zweieinhalb Jahren Beschwerde eingereicht

Anhörung vor der Großen Kammer des Europäischen Menschenrechts-Gerichtshofs zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Lebensbedingungen und Gesundheit: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hielt am 29. März 2023 eine Anhörung vor der Großen Kammer in der Rechtssache Verein KlimaSeniorinnen Schweiz u.a. gegen die Schweiz (Antrag Nr. 53600/20) ab. (Bild: Anhörung vor dem EGMR an 07.04.2023 – Screenshot © echr.coe.int) weiterlesen…

Raus aus der Flaute

Wie der Ausbau der Windkraft an Land beschleunigt werden kann

Der schnelle Ausbau der Windenergie an Land ist zentral für ein klimaneutrales Stromsystem und den Klimaerfolg in allen Sektoren. Agora Energiewende zeigt in einem neuen Impuls, mit welchen Maßnahmen der Windkraftausbau an Land in Deutschland auf Zielkurs gebracht werden kann.Um die Lücke beim Windausbau an Land zu schließen und auf den Zielpfad für 2030 zu kommen, braucht es zusätzlich zu den aktuell in der Bundesregierung diskutierten Maßnahmen zügig ein Beschleunigungspaket. In einem neuen Impulspapier legt Agora Energiewende 15 Maßnahmen vor, die kurz-, mittel- und langfristig Wirkung entfalten können und im Kern darauf zielen, Projektentwicklungsverfahren zu beschleunigen und ausreichend Flächen bereit zu stellen. weiterlesen…

Kreislaufwirt­schaft: Recyclingrate von Li-Ionen-Batterien erhöhen

Verbundprojekt an der TU Dresden

Der Chemiker Prof. Jan J. Weigand und sein Team an der TU Dresden arbeiten in einem Verbundprojekt an der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von Lithium-Ionen-Batterien (LIBs). Das von der Firma Elyte Innovations-GmbH geleitete Projekt trägt den Namen „SWELL – Stoffliche Wiederverwertung von Elektrolyt-Leitsalzen und-Lösungsmitteln“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Forschungsansätzen fokussiert sich das Projekt dabei nicht auf das Recycling der Metalle, sondern auf die Rückgewinnung der nichtmetallischen Komponenten, darunter Lithiumsalze, Lösungsmittel und Elektrolytadditive. weiterlesen…

Hunderte unterschreiben Offenen Brief an Scholz

“Unsere Generation – unser Job”

Mehr als 400 PolitikerInnen, Prominente, WissenschaftlerInnen und Intellektuelle aus NGO, Kultur, Religionen und Wirtschaft haben am 06.04.2023 einen Offenen Brief an Bundeskanzler, Abgeordnete und Konzernvorstände unterzeichnet und veröffentlicht. Anlässlich des jüngsten Weltklima-Berichts (siehe: solarify.eu/weltklimarat-schlaegt-alarm-erneut), des Aufweichens des Klimaschutzgesetzes und der anhaltenden Klimaproteste mahnen sie bei den Verantwortlichen unsere gemeinsame Handlungs-Verantwortung als erste und letzte Generation an, die den Klimakollaps noch aufhalten kann. Unter dem Titel “Unsere Generation – unser Job: Aufruf zur gemeinsamen Generationenverantwortung!” rufen sie zu einer gemeinsamen, parteiübergreifenden historischen Leistung auf. weiterlesen…

Vorwarnung: Trotz Verbots steigen FCKW-Werte

Neuere Messungen in der Atmosphäre ergaben Rekorde

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) sind vollständig künstlich hergestellte Gase, die in einer Vielzahl von Anwendungen wie Kühlung, Klimaanlagen oder als chemische Lösungsmittel eingesetzt werden. Seit den 80er Jahren werden sie durch eine Reihe von internationalen Verträgen zunehmend reguliert. Das weltweit ratifizierte Montrealer Protokoll von 1987 beschränkt die Freisetzung von FCKW in die Atmosphäre, wo sie zur Zerstörung der Ozonschicht beitragen: eine Region hoch oben in der Stratosphäre, die schädliche ultraviolette (UV-)Strahlung absorbiert und das Leben darunter schützt.Dennoch: Trotz eines seit 2010 geltenden weltweiten Verbots haben die Konzentrationen von fünf ozonabbauenden Chemikalien in der Atmosphäre Rekordwerte erreicht – so das Blatt THE CONVERSATION und ein Artikel in Nature am 03.04.2023. weiterlesen…

Wie die EU die CO2-Grenzabgabe gerecht gestalten kann

RIFS Policy Brief

Die EU plant die Einführung einer neuen Abgabe auf kohlenstoffintensive Importwaren. Forscherinnen des Forschungsinstituts für Nachhaltigkei am Helmholtz-Zentrum Potsdam (RIFS) geben Empfehlungen, wie dabei Fragen der Gerechtigkeit und der Partizipation berücksichtigt werden können. Der CO2-Grenzausgleich (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM), der im Oktober 2023 eingeführt wird, soll sicherstellen, dass die europäischen Anstrengungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen nicht zum so genannten „Carbon Leakage“ führen. Dies würde passieren, wenn in der EU ansässige Unternehmen ihre kohlenstoffintensive Produktion in Länder mit weniger ehrgeizigen Klimastandards verlagern oder ihre Importe kohlenstoffintensiver Produkte erhöhen. (Foto: Grenze – © BlueMars, eig. Werk, commons.wikimedia.orggemeinfrei) weiterlesen…

E-Fuels – Hindernis für Verkehrswende?

Synthetische Kraftstoffe nicht sinnvoll für großflächigen Einsatz bei Pkw und Lkw

Günstigere Alternativen, hoher Energiebedarf zur Herstellung, fragwürdige Umweltbilanz und mögliches Hindernis für die Verkehrswende: Die Gründe, die gegen den Einsatz von mit Strom hergestellten synthetischen Kraftstoffen bei Pkw und Lkw sprechen, sind mannigfaltig. Zu diesem Schluss kommt ein neues Diskussionspapier des Fraunhofer ISI. Es nimmt kritisch und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Stellung zur jüngsten Entscheidung der Bundesregierung, die vorsieht, dass E-Fuels künftig eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Klimaneutralität im Verkehr spielen sollen. weiterlesen…

Mieterstrom in Passivhäusern

naturstrom versorgt Wuppertaler Klimasiedlung mit Solarstrom

Für die Energiewende ist es wichtig, Energie dort zu produzieren, wo sie verbraucht wird. Genau dies leisten Mieterstrom-Projekte. Und auch sonst bringen sie viele Vorteile mit sich, wie Dr. Sarah Debor, Leiterin des Geschäftsfelds Urbanes Wohnen und Gewerbe bei naturstrom erklärt: „Mieterstrom lässt auch Haushalte ohne eigenes Dach an der Energiewende teilhaben und sie vom günstigen Solarstrom profitieren. Eine solche Direktstromnutzung kann insbesondere in Zeiten der fossilen Energiekrise die Folgen der stark schwankenden Preise auf den Energiemärkten abschwächen.“ In Wuppertal hat der Öko-Energieversorger naturstrom  ein Mieterstromkonzept für Mehrfamilienhäuser entwickelt und in Zusammenarbeit mit der I.D.G.-Genossenschaft umgesetzt. weiterlesen…

„Ein richtiger bayrischer ‚Spezl'“ – Robert Schlögl geht in Ruhestand

FHI: „Vielen Dank für die letzten 29 Jahre“

Seit dem 01.04.2023 sieht das Fritz-Haber-Institut in Berlin „etwas anders aus“, so eine Mitteilung auf der Internetseite des FHI. „Der Direktor der Abteilung für Anorganische Chemie hatte am 31.03.2023 seinen letzten Arbeitstag in dieser Position und ging dann in Ruhestand. Zwar startete er zu Beginn des Jahres seine Präsidentschaft in der Alexander von Humboldt-Stiftung, seine primär wissenschaftliche Karriere beendete er jedoch an diesem Tag“. 1994 sei Schlögl mit 39 Jahren als Direktor ans FHI gekommen und habe seitdem das Institut sowohl wissenschaftlich als auch institutionell maßgeblich mitgestaltet. Er hat 2012 das Portal Solarify aus der Taufe gehoben. weiterlesen…

Extreme Wetterbedingungen begünstigen sogenannte Verbraunung der Wälder

Warum immer mehr Bäume im Sommer verbraunen

Wälder in ganz Europa leiden im Sommer vermehrt unter Hitze und Dürre – in manchen Jahren verbraunen Bäume vorzeitig, manche sterben sogar ganz ab. Forschende der  Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich  und der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (ETH-WSL) in Birmensdorf zeigen auf, wie extreme Wetterbedingungen über mehrere Jahre die sogenannte Verbraunung der Wälder begünstigen, so Michael Keller am 31.03.2023 auf der Internetseite der ETH Zürich. weiterlesen…