Neuer Denkansatz für Politik in der Klimakrise

Wie umgehen mit Kippunkten und Unsicherheiten?

Eine MCC-geführte Untersuchung erweitert die klassische Wohlfahrtsökonomie um das Konzept der planetaren Grenzen: Abrupt schmelzende Eisschilde, Kollaps von Korallenriffen oder Regenwäldern – die Natur ist komplex – und die Klimapolitik muss physikalische „Kipppunkte“ ebenso im Blick haben wie Rechenunschärfen und Messprobleme. Wie lässt sich der Kampf gegen den Treibhauseffekt gestalten, auch wenn die Welt nicht so simpel ist wie ein Treibhaus? Eine am 17.03.2023 publizierte Untersuchung liefert einen neuen, interdisziplinären Denkansatz. Sie wurde vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt; sie ist veröffentlicht in den Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik. weiterlesen…

Mehr Nachhaltigkeit in Elektromobilität und Co

Mit neuen Messmethoden zu höherer Lebensdauer von Batteriezellen

Die Alterung von Batteriezellen lässt sich unter realen Bedingungen schwer bestimmen. Eine genaue Aussage über den Alterungszustand der Zellen im Betrieb bildet aber die Grundlage für ein besseres Verständnis der Alterungsmechanismen einer Batterie und für eine Verlängerung ihrer Lebensdauer. Um den Zustand der Batteriezellen präziser und ohne Laboraufwand bestimmen zu können, wurde am Fraunhofer IFAM in Bremen die Bestimmung des Wechselstromwiderstands innerhalb der Batterie mittels dynamischer Impedanzspektroskopie weiterentwickelt. So sind Messungen während des Betriebs möglich, durch die Aussagen zur Leistungsfähigkeit in Echtzeit getroffen werden können. (Foto: Durch Messung der so genannten dynamischen Impedanz von Batteriezellen lässt sich deren Zustand während des Ladevorgangs direkt bestimmen – © Fraunhofer IFAM) weiterlesen…

KI für Müll und wiederverwendbare Pakete im Onlinehandel

Entwicklungen von Circular-Valley-Startups

Einwegverpackungen und ineffizientes Abfallmanagement sind zwei der Probleme, die durch den Online-Handel massiv an Bedeutung gewonnen haben. Wie man Müll richtig nutzt und Pakete wiederverwertbar macht, zeigen zwei Startups, die aktuell in der erweiterten Rhein-Ruhr-Region sind. Mehr als 90 Milliarden Euro haben Online-Händler 2022 in Deutschland umgesetzt, während der Pandemie lag die Summe sogar bei knapp 100 Milliarden. Um all die damit verbundenen Waren zu den Kunden zu bringen, sind viele, viele Transportfahrten und Verpackungen erforderlich. Entsprechend hoch sind die CO2-Emissionen durch die Fahrzeuge und entsprechend groß sind die Abfallmengen, die anschließend anfallen. Diese Werte massiv zu senken, ist eines der Ziele der internationalen Startups, die an der aktuellen Runde des Förderprogramms der Initiative Circular Valley® in der erweiterten Rhein-Ruhr-Region teilnehmen. weiterlesen…

Super-Energiespeicher

Ladungstransport in MXenen untersucht

MXene können große Mengen elektrischer Energie speichern und lassen sich dabei sehr schnell auf- und entladen. Damit vereinen MXene die Vorteile von Batterien und Superkondensatoren und gelten als spannende neue Materialklasse für die Energiespeicherung: Das Material ist wie eine Art Blätterteig aufgebaut, die MXene-Schichten sind durch dünne Wasserfilme getrennt. Ein Team am HZB hat nun an der Röntgenquelle BESSY II untersucht, wie Protonen in diesen Wasserfilmen wandern und den Ladungstransport ermöglichen. Ihre am in Nature Communications publizierten Ergebnisse könnten die Optimierung solcher Energiespeichermaterialien beschleunigen. (Grafik © M. Künsting /HZB) weiterlesen…

Strom und Wasserstoff für CO2-freie Mobilität

Elektroantriebe für Nutzfahrzeuge

Im Fraunhofer-Innovationsprogramm „Hocheffizienter Antriebsstrang für Nutzfahrzeuge unter Berücksichtigung der nationalen Mobilitäts- und Wasserstoffstrategie – HANNAe“ setzen sich elf Fraunhofer-Institute für die CO2-Reduktion im Lastwagenverkehr ein. Das Fraunhofer IFAM in Bremen leitet das Projekt und entwickelt Traktionselektroantriebe für Nutzfahrzeuge. Ziel ist die Senkung der CO2-Emissionen und Total Cost of Ownership (TCO) durch die Wirkungsgradsteigerung der E-Motoren. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft Brennstoffzelle: ein Leben ist nicht genug

Wie schaffen es möglichst viele Bauteile aus ausgedienten Stacks in ein zweites Produktleben?

Wie müssen Stapel aus Brennstoffzellen (Stacks) in Fahrzeugen beschaffen sein, damit die eingesetzten Materialien am Ende des Produktlebens in automatisierten Prozessen demontiert, wiederverwertet oder am besten sogar wiederverwendet werden können? Dieser Frage gehen vier Fraunhofer-Institute im Verbund Stack to Piece (Stack2P) des Nationalen Aktionsplans Brennstoffzellen-Produktion (H2GO) nach. Das Ziel: bereits vor Beginn der industriellen Großserienproduktion von Stacks deren Produktdesign so zu beeinflussen, dass eine zerstörungsfreie Demontage erleichtert wird. (Foto: Brennstoffzelle Symbolbild – © www.referenzfabrik.de) weiterlesen…

Deutschland erreicht trotz teils gestiegener Emissionen Klimaziel 2022

UBA-Prognose: Treibhausgasausstoß sank 2022 um 1,9 Prozent

Obwohl 2022 mehr Kohle und Kraftstoff verbraucht wurden, dämpften laut einer Medienmitteilung aus dem Umweltbundesamt vom 15.03.2023 gestiegener Einsatz der Erneuerbaren und insgesamt reduzierter Energieverbrauch die Effekte, so dass Deutschland sein Klimaziel für 2022 erreicht hat. Zu verdanken ist das vor allem einem Rückgang bei der Industrie – Sektoren wie Verkehr und Energie emittierten dagegen mehr. weiterlesen…

Regierung legt Grundstein für modernes Wassermanagement

Bundeskabinett verabschiedet Nationale Wasserstrategie

Das Bundeskabinett hat am 15.03.2023 die Nationale Wasserstrategie verabschiedet. Angesichts der jetzt schon spürbaren Folgen der Klimakrise soll damit die Wasserwende eingeläutet und die Transformation in der Wasserwirtschaft beschleunigt werden. Mit der Strategie will die Bundesregierung die natürlichen Wasserreserven Deutschlands sichern, Vorsorge gegen Wasserknappheit leisten, Nutzungskonflikten vorbeugen, den Sanierungsstau in der Wasserinfrastruktur angehen sowie den Zustand der Gewässer und die Wasserqualität verbessern. weiterlesen…

Biokraftstoffe: Neue Raffineriekonzepte für Herstellung im Tonnenmaßstab

Kombination von E-Fuels mit Biokraftstoffen

Laut VDI-Nachrichten „werden auch weiterhin Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren gebraucht“. Wie deren ökologischer Fußabdruck gesenkt werden könne, erforsche ein von der der Technischen Universität München geleitetes Bündnis unter dem Namen „Synergy Fuels“. Gefördert vom BMVI mit 13 Millionen Euro soll ein neues Raffineriekonzept entwickelt werden, das erneuerbare Kraftstoffe im Tonnenmaßstab für den Verkehrssektor produziert – durch Kombination von E-Fuels mit Biokraftstoffen. (Foto: Screeningstation des Fraunhofer IGB zur Entwicklung der Prozessschritte zur Umwandlung von CO2 aus Prozessgasen zu E-Fuels – © Fraunhofer IGB) weiterlesen…

Klimawandel: Parlament für Senkung der Emissionen der Mitgliedstaaten um 40 Prozent

Bis 2030 müssen EU-Staaten Emissionen im Vergleich zu 2005 verringern

– Reduktionsziele für jeden Mitgliedsstaat richten sich nach Pro-Kopf-BIP und Kostenwirksamkeit
– Weniger Möglichkeiten, Emissionen zu übertragen, vorwegzunehmen und anzuhäufen
– Mehr Transparenz durch Veröffentlichung von Informationen über Maßnahmen der Mitgliedstaaten weiterlesen…