„Geschäfte machen, als ob der Planet wichtig wäre“

Leitartikel: Die Sicht des Guardian auf grüne Finanzen

„Der Klimawandel findet statt, und die Unternehmen wissen das. Warum also zeigen sie es nicht in ihren Berichten?“ fragte der Londoner Guardian eingangs eines Leitartikel am 08.12.2021. Kürzlich – so der Guardian – erklärte Shell mit der Aufgabe seiner Beteiligung an 170 Millionen Barrel Öl im Cambo-Ölfeld vor der Küste der Shetland-Inseln , die „wirtschaftlichen Argumente für Investitionen“ seien zu schwach (siehe: bbc.com/uk-scotland-59512742*)). Und das britische Blatt mutmaßt: „Wie bei einem politisch so sensiblen Projekt nicht anders zu erwarten, gab es viele Spekulationen darüber, welche anderen Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Aber: Wie kam Shell überhaupt zu dem Schluss, dass das wirtschaftlich sinnvoll ist?“ weiterlesen…

Mehr Klimaschutz gefordert

Europa und Deutschland im Fokus aktivistischer Investoren

Deutschland entwickelt sich mit dem stärksten Anstieg der prognostizierten gefährdeten Unternehmen zu einem Schlüsselmarkt für Finanz-Aktivisten. Das zeigen die Ergebnisse des jüngsten A&M Activist Alert (AAA) des Beratungsunternehmens Alvarez & Marsal (A&M). Aktivistische Investoren wollen nicht nur Anteile übernehmen, sondern mehr Klima- und Umweltschutz durchsetzen. Dabei wird Rendite erwartet. Bei den sogenannten aktivistischen Hedgefonds hatte die Corona-Krise zuletzt für Zurückhaltung gesorgt, doch die ist nun laut A&M vorbei. weiterlesen…

Neue Allianzen pro Klimaschutz

IÖW: Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbände fordern den sozial-ökologischen Wandel

Kohleausstieg, Verbrennerverbote, CO2-Preis und energetische Sanierung: Klimapolitik kostet zunächst Geld. Sie braucht daher ein solides sozialpolitisches Fundament, sonst würde sie ganze Berufsgruppen und sozial benachteiligte Menschen empfindlich treffen. Gewerkschaften und Sozialverbände nehmen die Herausforderung an und suchen den Schulterschluss zu Umwelt- und Naturschutzverbänden, um vereint an einer „Just Transition“ zu arbeiten – einem sozial gerechten ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine Untersuchung unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). weiterlesen…

Deutsche Chemieindustrie in puncto Nachhaltigkeit nicht so toll

Ranking der 50 größten Unternehmen der Branche

Die schwedische NGO Chemsec hat am 09.12.2021 ihren Chemscore veröffentlicht. Titel ihrer Medienmitteilung: „Chemieunternehmen preisen ihre Umweltfreundlichkeit an, während sie hinter verschlossenen Türen gefährliche Chemikalien entwickeln“. Deutsche Chemiefirmen stehen in Bezug auf Nachhaltigkeit im internationalen Vergleich noch nicht gut da. Chemsec hat sich die 50 größten Chemieunternehmen weltweit genau angeschaut und Noten vergeben. Am besten schneidet die thailändische Firma Indorama Ventures ab. Sie erreichte 29 von 48 Punkten und damit die Note B. Ganz hinten auf Platz 50 befindet sich Sinopec Shanghai Petrochemical aus China mit nur 4/48 Punkten und der Note D-. weiterlesen…

Recyclability by Design

In Kunststoff integrierte Elektronik wird nachhaltiger

Der Nachhaltigkeitsgedanke hat inzwischen Einzug in Entwicklung und Fertigung innovativer Produkte gehalten. Innovation bedeutet nicht mehr nur schneller, besser, günstiger, sondern auch sauberer, energieeffizienter und umweltfreundlicher, bis hin zum Ermöglichen von effizienterem Recycling. Im EU-geförderten Projekt ReIn-E, das im Januar 2022 in die zweite Halbzeit geht, entwickelt das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) zusammen mit Projektpartnern aus Forschung und Industrie Materialien und Methoden, um in Kunststoff eingebettete Elektronik wiederverwertbar zu machen. weiterlesen…

Produktion chemischer Produkte nachhaltig gestalten

Katalytische Hydrierung: Nachwuchsgruppe „H2Organic“ arbeitet an „grünem“ elektrochemischen Prozess

Am Anfang stand ein Wettbewerb. Mit seiner Idee, innovative Materialien für die elektrokatalytische Hydrierung von organischen Chemikalien einzusetzen, bewarb sich Daniel Siegmund beim „BMBF Nachwuchswettbewerb NanoMatFutur„. Ziel der Maßnahme: im Sinne einer Exzellenzförderung dem wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Werkstoff- und Nanotechnologie gute Startbedingungen zu ermöglichen. Einige Monate später dann die Bestätigung: Daniel Siegmund, Gruppenleiter „Elektrokatalyse“ am Fraunhofer UMSICHT sowie Habilitant bei Prof. Ulf-Peter Apfel an der Ruhr-Universität Bochum, und seine Gruppe „H2Organic“ begannen im Oktober 2021 mit ihrer Forschung. (Foto: Elektrochemische Zelle zur Umsetzung organischer Chemikalien im Labormaßstab – © Fraunhofer UMSICHT, Alina Gawel) weiterlesen…

Biodiversität als Chance. Handeln. Jetzt.

„Konferenz der Arten III“ will Artensterben stoppen

Am 21.11.2021 endete im Bonner Museum König die zweitätgige digitale „Konferenz der Arten III“ im Rahmen der „Bonner Thementage der Biodiversität“ mit einem großen Anliegen der mehr als 300 Teilnehmenden: Es sei jetzt nötig, zu handeln, um die abstürzende Kurve des Biodiversitätsverlustes wieder nach oben zu biegen – und zwar auf allen Ebenen. Im Privaten, an den Schule, in der Politik und in der Verwaltung. Es ist dringend notwendig, aktiv zu werden und das Artensterben zu stoppen. Die Energiewende darf nicht auf Kosten der Biodiversität gehen und die Klimakrise kann nicht ohne die Biodiversitätskrise gedacht werden. Mit mehr Vernetzung und mehr Austausch durch gemeinsames Handeln können nachhaltige Lösungen entstehen, die die Welt lebenswerter machen. weiterlesen…

Fossilfreie Handelsschifffahrt

Pioniere nachhaltigen Verkehrs pro Klimaschutz

Eine (nach eigenen Angaben) „bahnbrechende Partnerschaft“ von 18 Unternehmen aus der ganzen Welt schließt sich dem Nachhaltigkeits-Carreer GoodShipping an, um durch klimaneutrales Bunkern 4.000 Tonnen CO2 auf mehreren Schiffsreisen zwischen Rotterdam und Großbritannien zu reduzieren. Im Rahmen des COP26-Klimagipfels hat die Initiative für nachhaltige Fracht eine neue Partnerschaft angekündigt, welche die Emissionen der Schifffahrt erheblich reduzieren soll. Am 10.11.2021 haben diese Frachteigner und andere Partner die erste einer Reihe von Bunkerungen mit nachhaltigem Biokraftstoff für die Schifffahrt im Rahmen dieser Dekarbonisierungskampagne im Zusammenhang mit der COP26 abgeschlossen, die rund 4.000 Tonnen emittiertes CO2 reduzieren wird. weiterlesen…

21 Oberbürgermeister fordern Mobilitätswende als Priorität

Appell an kommende Bundesregierung

„Der Mobilitätswende Flügel verleihen!“, unter diesem Motto hat am 22.09.2021 der Dialog „Nachhaltige Stadt“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung unter Beteiligung von 21 Stadtoberhäuptern einen Appell an die kommende Bundesregierung veröffentlicht. Der Dialog „Nachhaltige Stadt“ ist ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung, das 2010 ins Leben gerufen wurde und in dem sich kommunale Entscheidungsträger parteiübergreifend austauschen. weiterlesen…

Klimaschutz als Nullsummenspiel

McKinsey: Einsparungen können Dekarbonisierungskosten bis 2045 ausgleichen

In einem neuen Report hat das Beratungsunternehmen die wichtigsten Herausforderungen und Maßnahmen bis 2045 in den fünf emissionsintensivsten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie im Bankensektor dargestellt. Die kommenden zehn Jahre sind demnach erfolgskritisch, um die Energiewende langfristig als echte Chance für Deutschland zu gestalten, schreibt . Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 könnten der McKinsey-Studie „Net-Zero Deutschland“ zufolge die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen. Voraussetzungen dafür seien der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie eine erheblich höhere Veränderungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz. (Bild: Titel der 103-Seiten-Studie „Net Zero Deutschland“ – © McKinsey) weiterlesen…