IÖW untersucht Energy Sharing

90 Prozent der Haushalte könnten Teil der Energiewende werden

Wenn das Konzept Energy Sharing aus dem EU-Recht in nationales Recht umgesetzt würde, könnten 90 Prozent der Haushalte in Deutschland von günstigeren Strompreisen profitieren. Dafür ist ein Marktrahmen gefragt, der den Zusammenschluss von Bürgern in Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften ermöglicht, damit diese Wind- und Photovoltaikanlagen errichten und den erzeugten Strom gemeinschaftlich über das Verteilnetz nutzen können. Wie ein solches Energy Sharing ausgestaltet werden kann, beschreibt das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) am 03.05.2022 in einem Konzeptpapier. Auf dieser Grundlage hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Bündnisses am 03.05.2022 eine Potenzialstudie für Energy Sharing vorgelegt. weiterlesen…

Aus der Luft geholt

Bewertungsrahmen für Potenziale und Risiken der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre entwickelt

Welche Chancen und Risiken stecken in den sogenannten negative Emissionen, mit denen wir der Atmosphäre CO2 entziehen könnten? Forschende des Netto-Null-2050 Clusters der Helmholtz-Klima-Initiative haben unter Federführung von Wissenschaftlern des UFZ Leipzig jetzt einen Bewertungsrahmen dafür entwickelt. Denn um die Grenze des Pariser Abkommens COP21 zu erreichen, reicht es nicht allein, den Ausstoß des Treibhausgases weiter zu reduzieren – so eine UFZ-Medienmitteilung. Um die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, muss der Atmosphäre bereits ausgestoßenes CO2 auch wieder entzogen werden. weiterlesen…

Neue Lebenszyklusanalyse des Fairphone 4

Fünf Jahre Nutzung verringert jährliche Auswirkung auf globale Erwärmung um ein Drittel

Der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone schafft einen Markt für ethisch produzierte Smartphones und veröffentlichte am 03.05.2022 einen 215-Seiten-Bericht des Berliner Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM zur Lebensdauer des Modells Fairphone 4. Im Fokus stehen die Auswirkungen des neuen Geräts auf die Umwelt. weiterlesen…

Wie wirkt sich der Ukrainekrieg auf die Wasserstoffwende aus?

Grüner Wasserstoff wird befördert

Deutschland will (muss) künftig mehr auf erneuerbare Energien setzen. Weg von fossilen Rohstoffen – vor allem denen aus Russland. Grüner Wasserstoff soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Konnte die Klimakrise bisher nicht den nötigen Druck ausüben, die Energiewende zügig voranzutreiben, scheint jetzt vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine ein höheres Tempo zu herrschen. Zitate aus einer 30-Minuten-Sendung des Deutschlandfunks. weiterlesen…

Gemeinsame Absichtserklärung zur Deutsch-Indischen Wasserstoffkooperation

Habeck unterzeichnet am 02.05. – Indo-German Energy Forum wird eingerichtet

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und der Indische Energieminister R.K. Singh haben am 02.05.2022 eine Vereinbarung zur Deutsch-Indischen Wasserstoffkooperation unterzeichnet. Die Vereinbarung im Rahmen der Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen unterstreicht den Willen beider Länder, in den Bereichen Erzeugung, Weiterverarbeitung, Anwendung und Transport von grünem Wasserstoff eng zu kooperieren. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – Montage © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

„Wie ein gerechter Strukturwandel gelingen kann“

Wuppertal Institut entwickelte „Just Transition“-Praxishandbuch für Kohleregionen

Um die globalen Klimaziele umsetzen zu können, muss der Kohleausstieg bald verwirklicht werden. Jedoch ist die Energiewende nicht nur eine technische Herausforderung, sondern die hieraus resultierenden Kosten und den Nutzen müssen ausgewogen verteilt werden. Zudem müssen alle Beteiligten im Transformationsprozess eingebunden werden. Vor diesem Hintergrund hat das Wuppertal Institut die „Just Transition toolbox for coal regions“ entwickelt. Dieses Kompendium enthält neben Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis auch Empfehlungen zu weiteren Handbüchern, Tools und Leitfäden. Das Handbuch ist ab sofort auf der Projekt-Website in drei Sprachen verfügbar. (Bild: Cover des Just Transition-Praxishandbuchs für Kohleregionen – Quelle © Wuppertal Institut) weiterlesen…

EWI: Folgen eines russischen Gas-Lieferstopps

EU müsste Verbrauch bereits im Sommer reduzieren

Wenn die EU kein Erdgas mehr aus Russland beziehen kann oder will, müsste sie schon über den Sommer ihren Verbrauch deutlich reduzieren. Falls Erdgaslieferungen aus Russland ab Mai vollständig eingestellt würden, müsste Europa in den kommenden zwölf Monaten seinen Verbrauch um insgesamt 790 TWh reduzieren. Das geht aus der Kurzanalyse „Auswirkungen ausbleibender Gas-Lieferungen aus Russland auf die Versorgungssicherheit“ des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln hervor. Sollen die Speicher zum 30.04.2023 vollständig entleert werden, dann müsste die Nachfrage nach Erdgas immer noch um 459 TWh verringert werden. weiterlesen…

Abhängigkeit von russischen Energieimporten weiter reduziert

Habeck legt zweiten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vor – DUH kritisiert

Deutschland ist dabei, seine Energieabhängigkeit von Russland in hohem Tempo zu verringern und die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen, erklärt das BMWK in einer Medienmitteilung am 01.05.2022 aus Anlass der Vorlage des zweiten Fortschrittsberichts Energiesicherheit durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Durch intensive Anstrengungen mit allen relevanten Akteuren sei es gelungen, deutliche Fortschritte zu erzielen, die Lieferketten zu diversifizieren und damit die Abhängigkeit deutlich zu verringern. Seit dem ersten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vom 25.03.2022 sind weitere Etappen genommen. weiterlesen…

Lemke und Schulze wollen Biosprit herunterfahren

Teller-Tank-Streit neu ausgebrochen

In Europa wird täglich „Weizen für 15 Millionen Brote zu Sprit verarbeitet“, so der SPIEGEL unter berufung auf Umweltschützer. Wegen des Kriegs in der Ukraine will die Bundesregierung das ändern. Widerstand meldet sich vor allem aus der Industrie: „Die aktuelle deutsche Gesetzgebung begrenzt bereits seit 01.01.2022 die Verwendung von Nahrungsmittelrohstoffen für die Biokraftstoffproduktion auf ca. 4 Prozent. In der EU liegt diese Begrenzung bei maximal 7 Prozent. Deutschland hat also bereits eine um 40 Prozent schärfere Beschränkung als die anderen EU-Mitgliedsstaaten,“ klagt Biosprithersteller VERBIO. weiterlesen…

Aus der Vogelperspektive

Satelliten überwachen Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen

Die Fähigkeit eines Ökosystems, Störungen zu widerstehen und sich davon zu erholen, kann aus dem Weltraum gemessen werden. Das zeigen Taylor Smith von der Universität Potsdam, seine Kollegen am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Technischen Universität München (TUM) in einer empirischen Untersuchung in Nature Climate Change (open access). Ihre auf Satellitendaten basierende Methode könnte in den kommenden Jahrzehnten des Klima- und Landnutzungswandels an Bedeutung gewinnen. weiterlesen…