Kraftfahrzeugverkehr unterschätzte Quelle städtischer Ammoniakverschmutzung

Mit Hilfe von Satellitendaten zum ersten Mal aus dem Weltraum untersucht

Durch die Unterbrechung normaler gesellschaftlicher Aktivitäten, wie z. B. des Autofahrens, boten die COVID-19-Sperrungen eine einzigartige Gelegenheit, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu untersuchen. Forscher berichteten am 23.11.2021 in den ACS Environmental Science & Technology Letters, Satellitendaten vor und während des Lockdowns im Frühjahr 2020 in Los Angeles hätten gezeigt, dass Fahrzeuge und nicht die Landwirtschaft die Hauptquelle für Ammoniak (NH3) sind, das kleine Partikel bildet, die zur Luftverschmutzung beitragen und die menschliche Gesundheit schädigen. weiterlesen…

Mindestens 45 GW PV jährlich für Deutschland

HTW: Solarstromausbau muss bis 2035 auf 590 GW verzehnfacht werden

Wenn Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten will, muss der Photovoltaikausbau bis 2035 auf 590 Gigawatt verzehnfacht werden. Das sagt eine Untersuchung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die weiter feststellt, die Ampelregierung habe mit ihrem Koalitionsvertrag versäumt, den zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendigen Ausbau von Windkraft und Solarenergie festzulegen. Das Ziel, die installierte Photovoltaikleistung bis 2030 auf 200 Gigawatt zu erhöhen, sei ein guter Anfang, reiche aber nicht aus. weiterlesen…

Arktischer Schnee verwandelt sich in Regen

Klimawandel lässt Temperaturen auch in der Arktis steigen

Die Veränderung der arktischen Niederschläge könnte schneller eintreten als von Wissenschaftlern vorhergesagt wurde, schreibt Chelsea Harvey in ClimateWire über einen Artikel in Nature Communications. Während sich die Arktis erwärmt und verändert, lösen sich viele ihrer gefrorenen Merkmale auf: Die Gletscher schmelzen und sickern ins Meer. Das Meereis weicht dem offenen Meer. Der Permafrost taut auf und wird zu Brei. Und der Schnee, der die außergewöhnliche arktische Umwelt bedeckt, verwandelt sich zunehmend in Regen. (Foto: Eisbären auf dem Meereis des Arktischen Ozeans – © Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann (CC-BY 4.0) weiterlesen…

Mikroplastik in Antarktis auf der Spur

Weltweit verteilt

Mikroplastik findet sich überall, selbst in Gebieten, in denen sich kaum Menschen aufhalten. Woher kommen die winzigen Kunststoffpartikel? Forschende der Universität Basel und des Alfred-Wegener Institutes zeigen, dass nur präzise Analysen diese Frage beantworten können. Mikroplastik ist ein Problem für die Umwelt, weil die kleinen Partikel von Organismen aufgenommen werden und sie schädigen können. Nicht nur das eigene Spülbecken, auch entlegene Regionen sind davon betroffen, beispielsweise die Antarktis. weiterlesen…

Wettlauf an die Grenzen des Planeten

148 Länder auf dem Prüfstand

Kein Land der Erde erreichte in den vergangenen drei Jahrzehnten soziale Mindestanforderungen, ohne dabei ökologische Grenzen zu übertreten. Das fand ein britisches Forschungsteam unter Beteiligung der an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien in Zusammenarbeit mit einem von der Humboldt Universität zu Berlin koordinierten Forschungsprojekt heraus. (Ähnlich: Die Agenda 2030, 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) – Grafik © UN) weiterlesen…

Klimaschutz und Armutsbekämpfung gut vereinbar

„Weiterentwickelte Forschung zu optimaler Politik“

Wenn der Staat mit CO2-Bepreisung Tempo macht, muss das nicht zu Lasten Einkommensärmerer gehen – sie können sogar profitieren, meldet das Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) am 29.11.2021 in einer Medienmitteilung. Der Kampf gegen die Erderhitzung und das Zurückdrängen der Armut auf der Welt sind demnach auch kurzfristig vereinbar: Für beides kann es sich lohnen, Treibhausgas-Emissionen und damit fossile Brennstoffe schnell und drastisch zu verteuern. Zwar zeigen häufig verwendete Rechenmodelle hier einen Zielkonflikt – doch der löst sich auf, wenn man die Rückverteilung der Einnahmen miteinbezieht. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt ein MCC-Forschungsteam und 16 wissenschaftliche Einrichtungen in Europa, Amerika und Asien, darunter Princeton, Harvard und Berkeley. Die Studie wurde ebenfalls am 29.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Jülicher Forschungsteam produziert Wasserstoff aus Gräsern

Der Kraft-Stoff aus dem Bioreaktor

Noch lebt unser Wirtschaftssystem von der Nutzung und Verbrennung von Kohlenstoffprodukten – Öl, Erdgas, Kohle. Dabei entsteht das für den Treibhauseffekt und damit für die globale Erwärmung verantwortliche CO2. Es sei Aufgabe der gesamten Menschheit, die Dekarbonisierung – also die Abkehr von Kohlenstoffprodukten – so schnell wie möglich umzusetzen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, so eine Medienmitteilung der FH Aachen vom . Am Campus Jülich der FH wird jetzt eine Methode erforscht, die zum flächendeckenden Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff für unsere Wirtschaft beitragen kann. weiterlesen…

Selbst die Besten machen zu wenig Klimaschutz

Nur 24 von 197 Staaten erreichen Marke, aber nicht mehr

Weltweit könnte man nur 24 Länder als Vorreiter bezeichnen – das mindestens Nötige, ein jährlicher Rückgang der Emissionen um 4 Prozent, wurde bislang fast nirgendwo erreicht. Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine „dauerhafte“ Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa – so eine Medienmitteilung aus dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) vom 29.11.2021. weiterlesen…

120 Seiten Klimalösungen

Von SPIEGEL-Bestseller-Autoren

Der Klimawandel ist zwar unbestritten menschengemacht, aber wir können noch etwas tun. Das Buch „Machste dreckig – machste sauber: Die Klimalösung“ von David Nelles und Christian Serrer zeigt 120 Klimalösungen auf. Mehr als 250 Wissenschaftler haben daran mitgewirkt. Sie zeigen darin, wie es möglich ist, den Klimawandel in den Griff zu bekommen und somit die globale Erwärmung zu begrenzen. (Bild: Buchtitel „Machste dreckig – machste sauber“ – Illustrationen: Eva Künze – © klimawandel-buch.de) weiterlesen…

Lebensqualität steigt, wenn wir energieeffizient wohnen, essen und reisen

Aufwendiges Forschungsprojekt: Weltumspannendes Expertenteam ergründet Zusammenhang von „nachfrageseitigen Klima-Lösungen“ und „menschlichem Wohlergehen“

Das Angebot an erneuerbarer Energie und energieeffizienter Produktion ist nur die eine Seite beim Klimaschutz. Um die Erderhitzung wie im Paris-Abkommen vereinbart zu begrenzen, braucht es laut den wissenschaftlichen Szenarien auch „nachfrageseitige Klima-Lösungen“, die vor allem den Verbrauch von Energie in den privaten Haushalten drosseln. Ihr Potenzial ist groß: Sie können in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Ernährung und Konsumprodukte 40 bis 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Und sie bedeuten nicht qualvollen Verzicht, sondern ganz überwiegend sogar ein Mehr an Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam aus 17 Ländern, angeführt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde am 25.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…