Heißzeit – Mojib Latifs Appell in Buchform

Keine Kompromisse mit der Natur

Einen „flammenden Appell“ nennt Mojib Latif sein Buch, in dem er nicht nur davor warnt, dass wir mit Vollgas in die Klimakatastrophe rasen. Immer noch. Trotz all der Klimakonferenzen, auf denen Staatsoberhäupter regelmäßig Schritte zur CO2-Reduzierung vereinbaren, schöne Reden halten, nach Hause fahren – und dann wird weitergefeuert wie bisher, werden immer neue Treibhausgas-Rekorde vermeldet. Mojib Latif ist nicht irgendwer, so die Leipziger Internetzeitung. weiterlesen…

Kohleausstieg weltweit: Gerechtigkeit breit denken

Fachleute aus vier Kontinenten werben dafür, den Begriff von „Just Transition“ auf Industrie und Verbraucher auszuweiten

„Just Transition“, dieser Schlüsselbegriff inspirierte viele Transparente bei Klima-Demos – und steht in der Präambel des Weltklimaabkommens: Ein „gerechter Strukturwandel für die arbeitende Bevölkerung“, heißt es dort, sei „zwingende Notwendigkeit“ im Kampf gegen die Erderwärmung. Doch angesichts der bislang mäßigen Bilanz warnen jetzt Fachleute aus vier Kontinenten: Dieser Ansatz reiche nicht. Es sei an der Zeit, den Begriff „Just Transition“ auf Industrie und Verbraucher auszuweiten, argumentieren sie in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Federführend bei dem Beitrag war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Massenmigration – Mythos für Rechte und Linke

Klimawandel führt nicht zwingend zur Auswanderung

Überschwemmung durch Taifun Ketsana in Hoi An, Vietnam - Foto © Solarify„Die Klimakrise erhöht die Migration, darum braucht es Klimaschutz, sagen die einen. Die anderen fordern Abschottung. Dabei ist schon die Annahme dahinter falsch“, schreibt Andreas Sator in seiner Kolumne „alles gut? Weltverbessern für Anfänger“ im Wiener Standard am 26.07.2020. Dass durch den Klimawandel viele Menschen vor Dürren, Fluten und Unwettern ins Ausland fliehen, werde oft als gegeben angenommen. Er hinterfragt die gängigen Muster zum Thema. weiterlesen…

Zu viel heiße Luft

Grazer Klimaforscher dokumentieren Temperaturtrends in der Atmosphäre: CO2-Reduzierung unerlässlich

Kumuluswolken - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAtlantik-Tief, Azoren-Hoch, Regenfront vom Mittelmeer: Temperaturunterschiede und Strömungen in der untersten Schicht der Atmosphäre bestimmen unser Wetter. Erwärmt sich dieser Teil der Lufthülle langfristig, beeinflusst das auch Hitzewellen in Europa oder extreme Niederschläge. Wie sich die Temperaturen in der Tropo- und Stratosphäre in den letzten vier Jahrzehnten verändert haben, konnten Forschende der Universität Graz erstmals konsistent aus Beobachtungen nachweisen. Die Ergebnisse dieser internationalen Studie werden in der aktuellen Ausgabe des Journal of Climate publiziert – so eine Medienmitteilung der Uni Graz vom 30.07.2020. weiterlesen…

Buchkritik: Die Klima-Schmutz-Lobby

Schmutziges Geld und schmutzige Politik

Klimawandel und Waldsterben - Angst- und Lamettatriebe an Fichten am Jenner - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyIn ihrem im Piper-Verlag erschienenen Buch „Die Klima-Schmutz Lobby“ klären die Autorinnen Susanne Götze und Anima Joeres darüber auf, „wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen“. Eine Buchempfehlung als Aufruf von Walter Tauber, zuerst veröffentlicht am 29.06.2020 im Ökologischen Zukunftsportal Wiki Stade. Danach Leseproben aus dem Buch. Mit freundlicher Genehmigung. weiterlesen…

Im Schatten von Wasserstoff entsteht eine gewaltige grüne Ammoniak-Wirtschaft

Speicherung, Transport und Weiterverwendung

Wasserstoff ist mittlerweile in aller Munde. Der Energieträger kann mithilfe von erneuerbaren Energien dem Wasser entrissen werden und wird beim Verbrennen wieder in Wasser zurückverwandelt. Er könnte somit potenziell für eine emissionsfreie Energiewelt sorgen. Doch der reine Wasserstoff ist nicht der einzige Kandidat dafür. Zuletzt war in Fachmedien immer häufiger von Ammoniak die Rede, wenn es um die nachhaltige Kopplung der Energiesektoren geht. Eine Untersuchung von Ralf Anders im Portals The Motley Fool am 26.07.2020 . weiterlesen…

EU-Parlament not amused über Wiederaufbau-Beschlüsse

Mangelnde Kontrolle bei EU-Klimaausgaben und Rechtsstaatlichkeit, Rechnungshof-Kritik und merkwürdiger Atombericht

Mit deutlicher Mehrheit hat das EU-Parlament am 23.07.2020 den Ratsbeschuss über den mehrjährigen Haushalt (MFR) sowie für den Wiederaufbauplan der EU abgelehnt – meldete EURACTIV am gleichen Tag. In einer Aussprache nannten die Europaabgeordneten den Kompromiss der Staats- und Regierungschefs unambitioniert und monierten die Kürzungen an klimarelevanten Geldtöpfen, den Forschungsprogrammen und die mangelhafte rechtsstaatliche Bindung der Fördergelder. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Restmüll in 35 Jahren fast halbiert

Noch zu viel Bioabfall und Wertstoffe im Hausmüll

Müllverbrennung Berlin-Ruhleben - Foto © Solarify Das Bundesumweltministerium hat am 28.07.2020 Daten zur getrennten Sammlung des Hausmülls in Deutschland herausgegeben. Demnach fällt in Deutschland derzeit nur noch rund halb so viel Restmüll an wie vor 35 Jahren, verglichen mit den alten Bundesländern. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Siedlungsrestabfällen in Deutschland für das Umweltbundesamt. Die letzte Erhebung dieser Art ist 1985 erstellt worden. weiterlesen…

BMU/UBA: Umweltschutz in Gesetz zu globalen Lieferketten integrieren

UBA-Studie zeigt Möglichkeiten für unternehmerische Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umweltschutz

Container im Hafen von Barcelona - Foto © SolarifyUm nachhaltigere globale Wertschöpfungsketten zu erreichen, empfiehlt eine Studie einen gesetzlich verankerten systematischen Ansatz zur Risikofrüherkennung, Maßnahmenumsetzung und Berichterstattung durch die Unternehmen – so eine gemeinsame Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums mit dem Umweltbundesamt vom 27.07.2020. weiterlesen…

Zusätzliches kommunales Klimaschutz-Konjunkturprogramm

Ab 1. August 100 Millionen zu beantragen

Fahrräder in Berlin - Foto © SolarifyIm Zuge des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung stellt das Bundesumweltministerium den Kommunen zusätzlich 100 Millionen Euro für Klimaschutz zur Verfügung. Diese können zum Beispiel für die Förderung des Radverkehrs und kommunale Klimaschutz-Modellprojekte beantragt werden. Für finanzschwache Kommunen ist unter bestimmten Bedingungen eine Vollfinanzierung ihrer Klimaschutzmaßnahmen möglich. Zudem wird der Kreis der Kommunen, die Gelder beantragen können, erweitert. Die zusätzlichen Fördergelder können ab dem 01.08.2020 abgerufen werden. weiterlesen…