Wertvolle Klimaschutz-Ressourcen

Untersuchung zeigt hohe Kohlenstoffspeicherung in afrikanischen Bergwäldern

Die tropischen Bergwälder Afrikas speichern in ihrer oberirdischen Biomasse mehr Kohlenstoff als alle anderen tropischen Wälder der Erde. Sie leisten mit dieser – bisher vom Weltklimarat IPCC erheblich geringer veranschlagten hohen Speicherkapazität einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 25.08.2021 in Nature veröffentlichte Untersuchung eines internationalen Forschernetzwerks, das mit Nachdruck zum Erhalt dieser kohlenstoffreichen Ökosysteme aufruft. Andreas Hemp von der Universität Bayreuth und sein Team haben einer Medienmitteilung vom 26.08.2021 zufolge in diesem Rahmen die Kohlenstoff-Vorräte in den Bergwäldern am Kilimandscharo untersucht. (Foto: Nebelwald am Kilimandscharo – m. frdl. Erlaubnis © Andreas Hemp) weiterlesen…

Rechenschaftsbericht 2021 der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vorgelegt

Notwendige Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt noch nicht erreicht

Viele mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verfolgten Ziele wurden sind nicht erreicht worden, berichtet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht 2021 der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (19/31999) hervor, der dem Bundestag in Form einer Unterrichtung zugegangen ist. weiterlesen…

Erstmals in Spanien Biokerosin aus Abfällen produziert

Fortschritt bei der Dekarbonisierung von Kraftstoffen für die Luftfahrt

Die spanische Repsol S.A., eines der zehn größten privaten Mineralölunternehmen der Welt und spanischer Marktführer, hat – so eine Medienmitteilung vom 25.08.2021 – die Produktion der ersten Charge von Biojet aus Abfällen für den spanischen Markt in seinem Petronor-Industriekomplex in Bilbao erfolgreich abgeschlossen. Dies sei ein bedeutender Meilenstein in der Herstellung von Kraftstoffen mit einem geringen Kohlenstoff-Fußabdruck. Biojet-Kraftstoff wird aus pflanzlichen Ölen, Zuckern, tierischen Fetten und Biomasse (einschließlich holzartiger Biomasse) hergestellt. weiterlesen…

CO2-Grenzausgleich im europäischen Kontext

Votum des wissenschaftlichen Beirats

Der Wissenschaftliche Beirat (WB) beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) spricht sich nach Angaben der Bundesregierung „für ein multilaterales Vorgehen beim Klimaschutz aus und gegen Maßnahmen, die Handelsstreitigkeiten auslösen und die Effektivität der EU-Klimapolitik untergraben“. Auch die Bundesregierung setze sich für kooperative Lösungen mit internationalen Partnern beim Klimaschutz ein und beziehe das Votum des WB in ihre Klimapolitik ein, heißt es in der Antwort (19/32001) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31732) vom 27.08.2021. (hib/HAU) weiterlesen…

Guardian: Konzerne sackten mit „falschen Angaben“ Milliarden Steuergelder ein

Ex-Lobbychef: GB-Ölfirmen machten „unrichtige Behauptungen“ über Kosten fossilen Wasserstoffs

Chris Jackson, Vorsitzender der UK Hydrogen & Fuel Cell Association (UK HFCA) glaubt, dass die Unternehmen „nicht nachhaltige“ fossile Gasprojekte gefördert haben, um Milliarden an Steuergeldern zu erhalten. So hätten das Londoner Finanzministerium überzeugt, sagte Jackson zur Begründung seines Rücktritts als HFCA-Vorsitzender – laut Guardian im Vorfeld eines Strategiepapiers der Regierung, das Unterstützung für blauen Wasserstoff vorsieht, der aus fossilem Gas gewonnen wird und Kohlenstoffemissionen erzeugt, die via CCS unterirdisch entsorgt werden müssen. weiterlesen…

Rückschlag für Willow-Projekt von ConocoPhillips in Alaska

Bundesrichterin lehnt Genehmigungen der Trump-Regierung ab – auch von Biden unterstützt

Mehr als 160.000 Barrel pro Tag wollte der Konzern ConocoPhillips in der National Petroleum Reserve Alaskas westlich der Prudhoe Bay fördern. Eine Bundesrichterin hat am 25.08.2021 laut Washington Post die Genehmigungen für das umstrittene, an der Nordküste Alaskas geplante Ölprojekt verweigert. Sie bemängelte, wie die US-Regierung die Umweltauswirkungen des Projekts bewertet hatte, einschließlich der Frage, dass es Eisbären schaden könnte. (Foto: Central Gas Facility, Prudhoe Bay, Alaska – Foto © FairbanksMikeflickr.com photos, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Buch: Der Holzweg

„Kampfansage für den Wald“

Vor lauter Holz sehen wir den Wald nicht mehr. In einer Gesellschaft, die Rentabilität allem voranstellt und “Werte” Feiertagsreden vorbehält, ist das nicht erstaunlich. Aber tragisch. Wir bilden uns ein, über den Wald viel zu wissen, denn allzu gerne bestaunen wir die Pracht der Bäume auf sonntäglichen Spaziergängen. Dann durchströmt uns ein diffuses Wohlbefinden und wir versichern einander, dass Wald gesund ist für den Menschen. Die Japaner nennen das Shinrin Yoku, “die Atmosphäre des Waldes aufnehmen” – übersetzt schlicht “Waldbaden”. Im Buch „Der Holzweg – Wald im Widerstreit der Interessen“ gibt der oekom-verlag besorgten und kritischen Stimmen zur Situation des Waldes in Deutschland Raum. 36 fachlich ausgewiesene Autoren legen ihre Einsichten und praktischen Erfahrungen in aller Klarheit dar. Vor allem der öffentliche Wald muss mit der ihm gesetzlich auferlegten Vorbildfunktion der Daseinsvorsorge Natur und Menschen dienen. Walter Tauber hat das Buch am 18.08.2021 rezensiert. weiterlesen…

Leibniz-Uni publiziert Standortplanungsdaten von Windgeneratoren

Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung online und frei verfügbar

Die Energiewende ist zentral für die Reduzierung der CO2-Emissionen. Dass sie in Deutschland schneller vorangehen muss als bisher, ist inzwischen unbestritten. Einer der Schlüsselfaktoren dafür ist, die Umsetzung vor Ort planerisch so vorzubereiten, dass Konflikte um Standorte und Ausmaß der Ansiedlung von Wind- und Solarenergieanlagen weitgehend vermieden werden. Um diesen Prozess zu unterstützen, stellt das Institut für Umweltplanung der Leibniz-Universität Hannover (LUH) einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 zufolge Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung zur Umsetzung der Energiewende im Einklang mit Mensch und Natur online zur Verfügung. weiterlesen…

Wie weit verschlimmert Auftauen arktischen Permafrosts den Klimawandel?

Keine Klärung durch IPCC-Bericht (Lesehinweis)

Die globale Erwärmung setzt Kohlenstoff frei, der vor langer Zeit in den gefrorenen Böden der Arktis gebunden wurde, aber die Auswirkungen auf die Klimakrise sind unklar. Die Dauerhaftigkeit des gefrorenen Bodens in der Arktis ist nicht mehr gewährleistet, da die Temperaturen auf der Erde weiter steigen. Doch wie sehr die Zerstörung des sogenannten Permafrosts den Klimawandel verschlimmern wird, ist laut dem diese Woche veröffentlichten Sechsten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) noch unklar. Diese Ungewissheit hinterlasse bei den Forschern eine frustrierende Lücke in ihren Klimaprojektionen, schreibt Jordan Wilkerson am . (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…

Ruhrgebiet kann grünste Industrieregion der Welt werden

Studie des Wuppertal Instituts entwickelt Leitbild und Indikatorenset, schätzt die Vorreiterpotenziale der Metropole Ruhr ein und benennt Schlüsselmaßnahmen

Industrieregionen stehen vor besonderen Herausforderungen für eine nachhaltige und klimagerechte Entwicklung, sie müssen zu „grünen Industrieregionen“ werden. Doch was macht eine „grüne Industrieregion“ überhaupt aus? Eine am 12.08.2021 publzierte Untersuchung des Wuppertal Instituts verdeutlicht, worauf es besonders ankommt, wie Fortschritte gemessen werden können und welche Maßnahmen die erforderliche Transformation beschleunigen können. Das Autorenteam schätzt die Vorreiterpotenziale der Metropole Ruhr für sieben Indikatoren ein, die besonders deutlich bei der Umweltwirtschaft und der Entwicklung der Grün- und Erholungsflächen herausstechen. weiterlesen…