„Starkes Signal für mehr Klimaschutz und ambitionierten Umweltschutz“

Abschlusserklärung der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister mit erstmaligem Bekenntnis zum Kohleausstieg

Das Treffen der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister ist einer gemeinsamen Medienmitteilung zufolge am 27.05.2022 mit einer Abschlusserklärung zu Ende gegangen, die ein starkes Signal für mehr Klimaschutz mit Blick auf die 1,5-Grad-Grenze und Solidarität mit den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern sendet. Damit haben die G7 auch die Weichen gestellt, um dringend notwendige Fortschritte im Kreis der G20 und bei der nächsten Weltklimakonferenz COP27 anzustoßen. Die Klima- und Energiekrise, das massenhafte Artenaussterben und die Verschmutzungskrise machen keine Pause und verschärfen sich mit jedem Tag des Zögerns. Lösungen gelingen nur mit internationalen Absprachen und in enger Zusammenarbeit. Dieses starke Signal der Geschlossenheit und das Bekenntnis für mehr Klima- und Umweltschutz ist die Botschaft des zweitägigen G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltministertreffens in Berlin. weiterlesen…

Kontroversen über Stilllegungen von Ackerflächen

Anhörung im Landwirtschaftsausschuss

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat sich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 16.05.2022 in einer öffentlichen Anhörung mit einem Antrag (20/1336) der CDU/CSU-Fraktion zur Sicherung der weltweiten Nahrungsmittelversorgung befasst. Die Experten waren sich einig, dass der Umbau der Landwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit weitergehen muss, gleichzeitig aber agrarpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Staaten des globalen Südens ausgebaut werden müssten, um nicht nur die globale Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen, sondern auch die europäische und deutsche Landwirtschaft gegen Krisen wie den Ukraine-Krieg und den Klimawandel zu wappnen. weiterlesen…

Update planetarer Grenzen: Limit für Süßwasser überschritten

Ernste Bedrohung für lebenserhaltende Systeme der Erde

Eine Neubewertung der planetaren Grenze im Bereich Süßwasser deute darauf hin, dass diese nun überschritten sei, so ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre und unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese Schlussfolgerung sei auf die erstmalige Einbeziehung von „grünem Wasser“ – dem für Pflanzen verfügbaren Wasser – in die Bewertung der planetaren Grenze zurückzuführen, wie das PIK-Potsdam mitteilt. weiterlesen…

Umweltverschmutzung nach wie vor Haupt-Todesursache

The Lancet aktualisiert Untersuchung

Neue, am 17.05.2022 open access in Lancet Planetary Health veröffentlichte Forchungsergebnisse zeigen, dass Umweltverschmutzung nach wie vor die größte Bedrohung für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle darstellt, wobei mehr als 90 Prozent in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verzeichnen sind. Wie die sogenannte Lancet-Kommission für Umweltverschmutzung und Gesundheit 2015 berichtete, war jeder sechste Todesfall auf schlechte Luftqualität, unsauberes Wasser und chemische Verschmutzung zurückzuführen. Dieser tödliche Tribut – 9 Millionen Menschen pro Jahr – hat sich bis 2019 unvermindert fortgesetzt und fordert mehr Opfer als Krieg, Terrorismus, Verkehrsunfälle, Malaria, Drogen und Alkohol. weiterlesen…

Verbraucherportale decken Greenwashing-Investments auf

Faire Fonds und urgewald: Nur jeder fünfte Fonds „ohne Kontroversen“

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald haben am 19.05.2022 ein weiteres Update des frei zugänglichen Verbraucherportals Faire Fonds und einen hierauf basierenden Nachhaltigkeitscheck von Investmentfonds veröffentlicht. Das Portal bewertet nun insgesamt 2.163 in Deutschland zugelassene Publikumsfonds, unter anderem Eigen- und Fremdfonds der vier größten deutschen Fondsgesellschaften Allianz Global Investors, Deka, DWS und Union Investment. weiterlesen…

Gesunde Ökosysteme für mehr biologische Vielfalt und natürlichen Klimaschutz

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt rückt Schutz und Bedeutung bedrohter Tier-, Pflanzenarten und Ökosysteme in den Fokus

Angesichts der globalen Artenkrise und des ungebremsten Verlustes gesunder Natur wirbt Bundesumweltministerin Steffi Lemke dafür, das Motto des heutigen Internationalen Tages der biologischen Vielfalt – „Eine gemeinsame Zukunft für alles Leben auf der Erde“ zum Leitmotiv für politische Entscheidungen zu machen. Heute vor dreißig Jahren wurde die Internationale Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt unterzeichnet. Dennoch bestehe beim Zustand der biologischen Vielfalt ungemindert dringender Handlungsbedarf. Nur durch gemeinsame und gezielte Anstrengungen könne das Überleben von Fauna, Flora und der Menschheit auf unserem Planeten sichergestellt werden, heißt es in der BMUV-Pressemitteilung vom 22.05.2022. weiterlesen…

Klimapartnerschaften, globaler Schutzschirm, Ernährungssicherheit

G7 setzen wichtige Signale

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zieht ein insgesamt positives Fazit der Ergebnisse des Treffens der G7-Entwicklungsminister. Beim G7-Gipfel Ende Juni müssten allerdings noch weitere Schritte folgen, insbesondere viele Finanzierungsfragen seien noch offen, heißt es in der Germanwatch-Pressemitteilung vom 19.05.2022. weiterlesen…

Zeitenwende für konsequente Nachhaltigkeitspolitik

Nachhaltigkeitsrat fordert Beschleunigung der Transformation

„Der Krieg Russlands gegen die Ukraine gefährdet weltweit die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der SDGs, insbesondere jener Ziele zur Ernährungssicherung, zur Armutsbekämpfung und zur Energieversorgung“, so Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). „Die zentrale Antwort auf die Folgen des Krieges muss eine noch viel stärkere Beschleunigung der Transformation sein. Der Rat spricht sich daher für einen ‚Transformationsturbo‘ aus“, so Schnappauf. Analog zu den Wurzeln der Europäischen Gemeinschaft, der sogenannten Montanunion, brauche es unter dem Dach der EU eine neue Allianz für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff. (Titel: Zeitenwende für eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik – © Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)) weiterlesen…

Wiederaufforstung wirkt sich auf den Wasserkreislauf aus

Studie berechnet globale Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf Wasserflüsse und Wasserverfügbarkeit

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ liefert interessante Antworten. Die Auswirkungen auf die Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und sogar Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet zum Beispiel Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. Die Studie wurde am 11.05.2022 in Nature Geoscience veröffentlicht. weiterlesen…

EU-Abgeordnete wollen CO2-Markt überarbeiten

Einbeziehung von Prozesswärme in ETS II sorgt für Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und effektive Erreichung der Klimaziele

Die Unterhändler der Fraktionen im Europäischen Parlament haben sich laut einer Mitteilung von Peter Liese, MdEP, CDU, auf einen umfassenden Kompromiss über den europäischen Emissionshandel, Kernstück des europäischen Klimaschutzpaketes Fit for 55, geeinigt. Er umfasst nicht nur wie bisher Kraftwerke, energieintensive Industrie wie Stahl und Chemieindustrie und Flugverkehr, sondern in Zukunft auch den Seeverkehr, den Straßenverkehr und den Wärmebereich inklusive Prozesswärme und mittelständischen Unternehmen. weiterlesen…