Systemversagen im Klimaschutz

Wissenschaftler kritisieren Zurückweisung der „Kinder-Klimaklage“ durch österreichischen VfGH

Die Wissenschaft zeigt nach dem Urteil des österreichischen Verfassungsgerichtshofs (VfGH) breite Unterstützung für die Klimaklage von 12 jungen und mutigen KlägerInnen – Rechtsexperte Helmut Sax spricht von “Systemversagen”. Am 07.07.2023 war die Kinder-Klimaklage aus formalen Gründen zurückgewiesen worden; als Reaktion auf dieses enttäuschende Urteil rief Fridays For Future am 10.07.2023 zum Protest auf. Neben AktivistInnen meldet sich jetzt auch die Wissenschaft zu Wort: Der Gerichtshof habe sich mit der Entscheidung aus der Verantwortung genommen, auf die Klimakrise zu reagieren. Damit sei das Rechtsschutzdefizit in Punkto Klimaschutz bestätigt worden. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Alt-Autos als Ressource

EU-Kommission legt Verordnung für Recycling von Fahrzeugen vor

Die EU-Kommission hat die bestehenden Regeln für die Wiederverwendung, Recycling und Verwertung von Fahrzeugen überarbeitet und am 13.07.2023 eine einzige Verordnung vorgeschlagen. Damit will sie den Zugang zu Ressourcen für die Wirtschaft der EU verbessern, zu den Umwelt- und Klimazielen der EU beitragen, den Binnenmarkt stärken und der Automobilindustrie helfen, die Herausforderungen durch den Wandel zu bewältigen. weiterlesen…

Illegaler Handel mit giftigen Chemikalien immer noch weit verbreitet

Globale Regelung missachtet

Forschende aus der Schweiz und China haben den weltweiten Handel mit hochgiftigen Chemikalien untersucht, die einem globalen Vertrag namens Rotterdamer Übereinkommen unterliegen. Die in Nature Sustainability publizierten Ergebnisse sind ernüchternd: Fast die Hälfte des Gesamtvolumens geht illegal über Ländergrenzen. Dies verlangt nach entschiedenen Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene. (Grafik: Warnzeichen W016 – Warnung vor giftigen Stoffen – © MaxxL, gemeinfrei) weiterlesen…

Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft nachhaltige Produkte im EU-Markt sicherstellen

Ökodesign: umweltfreundlichere und energieeffizientere Produkte

Am 12.07.2023 einigte sich das EU-Parlament auf seine Verhandlungsposition für Gespräche mit den EU-Regierungen über ein neues Gesetz mit Ökodesign-Vorschriften, das die Nachhaltigkeit von Produkten in der EU verbessern soll. Die EU will damit Mindeststandards einführen, um nahezu alle Produkte auf dem EU-Markt nachhaltig, langlebig und umweltfreundlich zu machen – also Kreislaufwirtschaftskriterien zu entsprechen. weiterlesen…

Provozieren viele Bioenergiepflanzen Niederschläge?

Biophysikalische Auswirkungen – Wasserrecycling der Erde verändert

Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCS) gilt als eine Schlüsseltechnologie zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Der großflächige Anbau von Bioenergiepflanzen führt jedoch zu Veränderungen der Bodenbedeckung und löst biophysikalische Auswirkungen auf das Klima aus, wobei das Wasserrecycling der Erde verändert und der Energiehaushalt neu angepasst wird. Das haben Forschende aus China und Frankreich herausgefunden und in Nature Communications publiziert. weiterlesen…

EU-Naturschutzgesetz: Abgeordnete legen Standpunkt für Verhandlungen mit Rat fest

Schlüssel zur Bekämpfung von Klimawandel und Verlust der biologischen Vielfalt

Nach einem heftigen politischen Schlagabtausch hat das EU-Parlament am 12.07.2023 seine Position zu dem weitreichenden Umweltgesetz zur Wiederherstellung der Natur beschlossen. Für das sogenannte Renaturierungsgesetz stimmten 336 EU-Abgeordnete, dagegen waren 300. Nach dem Ergebnis können die Verhandlungen mit den EU-Staaten über den finalen Gesetzestext beginnen. weiterlesen…

DBU mahnt: EE müssen bis 2030 auf 80 Prozent Anteil steigen

„Energiesparen, Energieeffizienz, beides in Kombination mit Circular Economy, einer umfassenden Kreislaufwirtschaft“

Angesichts der heftigen energiepolitischer Debatten fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen „klaren Kompass für die Energiewende“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Grüner Strom wird Öl, Kohle und Gas von morgen sein – vom Heizen bis zur Mobilität. Wir müssen neue Wege wagen mit praxisorientierten Innovationen, neuen Technologien und visionären Ideen. Sektorenkopplung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft“, so Bonde am 11.07.2023 im Rahmen der digitalen DBU-Jahrespressekonferenz (JPK – Titel: DBU-Jahresbericht 2022 – © www.dbu.de) weiterlesen…

Leihklamotten verringern CO2-Ausstoß

Versuch der Japan Airlines

Mit leichteren Koffern nach Japan reisen und für den Aufenthalt Anziehsachen leihen? Das ist jetzt mit Japan Airlines möglich. Noch einen Monat können deren Passagiere testweise Kleidungsstücke ausleihen. Wenn man Flugdaten, Kleidergröße, Aufenthaltsdauer und Jahreszeit mindestens einen Monat im Voraus angibt, wird die Kleidung direkt ans Hotel geschickt, damit sie bei der Ankunft bereit liegt. Hintergrund des Any Wear Anywhere genannten Versuchs ist, dass der CO2-Ausstoß verringert wird und so zur Nachhaltigkeit der Airline beiträgt, daüber berichtet auch Simple Flying. (Foto: Boeing 707-300ER der Japan Airlines – © NMOS332 – JA731J, CC BY-SA 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Durch „Transpiration“ der Pflanzen entsteht Verdunstungskälte und die Temperaturen in der Umgebung sinken

Rain-retaining Living Wall verbindet Nachverdichtung mit Hochwasserschutz

Durch den Klimawandel steigen Temperaturen und Zahl der Unwetter. Vor allem in den Innenstädten werden die Sommer zur Belastung für die Menschen. Durch Nachverdichtung wird zwar bestehende Infrastruktur genutzt und Zersiedelung vermieden, aber der Anteil an versiegelten Flächen steigt. Das wirkt sich negativ auf Umwelt und Klima aus. Fassadenbegrünungen bringen hier mehr Grün in die Städte. Werden textile Speicherstrukturen eingesetzt, können sie sogar aktiv zum Hochwasserschutz beizutragen. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) haben eine entsprechende „Living Wall“ entwickelt. weiterlesen…

Weniger Schiffsabgase – bis 2050 null

IMO beschließt Reduktionsstrategie

Die Mitgliedstaaten der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) haben im Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt (MEPC 80) die IMO-Strategie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen von Schiffen im Jahr 2023 angenommen. Die überarbeitete IMO-Strategie enthält ein verstärktes gemeinsames Ziel: die Netto-Null-Emissionen des internationalen Seeverkehrs bis 2050, eine Verpflichtung zur Gewährleistung der Einführung alternativer Treibhausgas-freier oder -naher Kraftstoffe bis 2030 sowie indikative Kontrollpunkte für 2030 und 2040. weiterlesen…