Starke Ablehnung schlägt Giegold entgegen

EU-Naturschutz soll unverändert bleiben

Der neue Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Sven Giegold (Grüne), will das EU-Naturschutzrecht verändern, damit Genehmigungsverfahren für Windkraft- oder Solaranlagen beschleunigt werden können und rechnet mit Widerstand durch die Umweltverbände: „Ich rechne mit Ärger bei einem Teil der Naturschutzverbände, aber auch hier hat bereits ein Umdenken eingesetzt. Wenn wir mit dem Ausbau der Erneuerbaren vorankommen wollen, ist die Änderung im Europäischen Naturschutzrecht notwendig.“ BUND und Nabu reagierten wie erwartet, so mehrere deutsche Medien. Nötig seien eine bessere Personalausstattung, Digitalisierung und verlässliche Standards sowie eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. weiterlesen…

Trotz Klimaanpassung Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern bedroht

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit gefragt

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat Relevanz, Effektivität und entwicklungspolitische Wirksamkeit von Maßnahmen zum Umgang mit residualen Klimarisiken untersucht. Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels nutzen Bauern auf der ganzen Welt Anpassungsmaßnahmen. Sie optimieren zum Beispiel ihre Bewässerungssysteme, um ihre Ernte vor Dürre zu schützen. Bei langanhaltenden Dürreperioden jedoch sind Ernteausfälle irgendwann nicht mehr vermeidbar – die Grenzen der Anpassung sind erreicht. (Foto: Vertrockneter Mais © Keagan Henman, unsplash.com_license) weiterlesen…

Ressort auf der Reste-Rampe

Die Schrumpfung des Umweltministeriums

von Michael Schroeren

Das Bundesumweltministerium (BMU) ist das jüngste unter den Bundesressorts. Es wurde im vergangenen Sommer gerade 35 Jahre alt. Seine Existenz verdankt es keinem weisen Ratschluss der damaligen Bundesregierung. Der konservative Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hatte es jahrelang vermocht, alle Forderungen der Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Grünen nach einem eigenständigen Umweltministerium abzuwehren. weiterlesen…

AWI: Dürregefahr auf Nordhalbkugel steigt

Wenn Erwärmung weiter ansteigt

Der menschengemachte Klimawandel und die daraus resultierenden Veränderungen des globalen Wasserkreislaufes werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Dürrehäufigkeit auf der Nordhalbkugel führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Expertenteam unter der Leitung von Klimaforschenden des Alfred-Wegener-Institutes in einer Untersuchung, die am 02.12.2021 in npj Climate and Atmospheric Science erschienen ist. weiterlesen…

Ampel-Energie-Pläne könnten rund 170 Mio. t CO2 einsparen

„Tempo in Sachen Klimaschutz macht Mut – und ist überfällig“

Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft hält es für möglich, dass die EE-Ausbaupläne der Ampelkoalition 172 Millionen Tonnen CO2-Emissionen zusätzlich einsparen – am meisten Photovoltaik. Um die aktuellen Klimaziele zu erreichen, müssten den IW-Berechnungen folgend 2030 dreimal so viele PV-Anlagen in Betrieb sein wie heute. Die Ampel-Koalition plant aber eine Vervierfachung. Entscheidend bleibt die praktische Umsetzung. weiterlesen…

Mit Steuern Mobilität in die Zukunft steuern

Klimaschutz im Verkehr fördern

Wie kann eine Reform von Steuern und Abgaben den Verkehrssektor in eine nachhaltige Zukunft lenken? Höhere CO2-Preise in Kombination mit der Abschaffung der EEG-Umlage, eine angemessene Besteuerung von Dienstwagen, ein Bonus-Malus-System beim Pkw-Kauf sowie eine zusätzliche CO2-Komponente in der Lkw-Maut könnten dazu kurz- bis mittelfristig beitragen. Das sind zentrale Ergebnisse einer am 22.11.2021 veröffentlichten Studie vom Öko-Institut, dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und Prof. Stefan Klinski im Auftrag des Umweltbundesamtes. weiterlesen…

Katastrophenschutz durch Simulation

Gletscherseen können ziemlich gefährlich werden

Die Anzahl der Gletscherseen hat sich in den vergangenen 40 Jahren verdoppelt. Für Menschen, die in Hochgebirgstälern leben, bilden sie eine Gefahr: Bei Gletschersee-Ausbrüchen entsteht eine schlammige Sturzflut, die sich mit hoher Geschwindigkeit talabwärts bewegt. Forschende der Hochschule München haben erstmals simuliert, was in einem Himalaya-Tal im Königreich Bhutan im Katastrophenfall passiert. weiterlesen…

„Banken haben blinden Fleck“

EZB warnt: EU-Geldinstitute weitgehend nicht auf Klimarisiken vorbereitet

„Einen blinden Fleck“ in Sachen Klima diagnostiziert eine Untersuchung der Europäischen Zentralbank von 112 europäischen Banken: Keine sei auch nur annähernd in der Lage, ihre Leitlinien für das Management von Klima- und Umweltrisiken vollständig zu erfüllen. In dem am 22.11.2021 veröffentlichten Bericht wurde untersucht, wie die europäischen Banken Klima- und Umweltrisiken in ihre Geschäftsprozesse integriert haben. Und sie hätten noch einen weiten Weg vor sich, schlussfolgert EZB-Direktoriumsmitglied Frank Elderson in einem Bericht von János Ammann auf EURACTIV am 23.11.2021. weiterlesen…

Flüssige Kraftstoffe aus Kohle

Elektrokatalysator a-CuTi@Cu wandelt CO2 in Multikohlenstoffprodukte um

Wie ein chinesisches Forscherteam in Angewandte Chemie berichtet, produziert aktives Kupfer auf einer amorphen Kupfer/Titan-Legierung Ethanol, Aceton und n-Butanol mit hoher Effizienz. Ein neuer Elektrokatalysator namens a-CuTi@Cu wandelt CO2 in flüssige Brennstoffe um. Das Team der Universität Foshan (Foshan, Guangdong), der University of Science and Technology of China (Hefei, Anhui) und der Xi’an Shiyou University (Xi’an, Shaanxi) hat einen neuartigen Elektrokatalysator entwickelt, der CO2 effizient in flüssige Kraftstoffe mit mehreren Kohlenstoffatomen (C2-4) umwandelt. Die Hauptprodukte sind Ethanol, Aceton und n-Butanol. weiterlesen…

Viskos und elastisch: Gletscher verhalten sich „fester“ als gedacht

AWI-Forscher zeigen: Elastische Verformung spielt viel wichtigere Rolle als bislang bekannt

Schmelzende Gletscher tragen erheblich zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Um diesen möglichst exakt vorhersagen zu können, müssen alle relevanten Prozesse in den großen Gletschern der Welt in Computermodellen realitätsnah nachgebildet werden. In den meisten Simulationen wird das Eis dabei ausschließlich als fließender Körper betrachtet. Wie eine Modellierungsstudie unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts nun nachweist, wurden dabei die Festkörpereigenschaften des Eises zu stark vernachlässigt. So konnten die Forschenden am Beispiel eines Gletschers an der Küste Grönlands zeigen, dass etwa die Gezeiten des Meeres das Eis noch in mehreren Kilometern Entfernung landeinwärts elastisch verformen. Die Untersuchung ist in Nature Communications: Earth & Environment open access erschienen. weiterlesen…