Die Ärmsten trifft der Klimawandel am härtesten

Gefahr, Opfer des Klimawandels zu werden, ist extrem ungleich verteilt

Mehr Überschwemmungen, heftigere Unwetter und tödliche Dürren: Der Klimawandel wirkt sich bereits auf Millionen Menschen aus, zerstört ihre Lebensgrundlagen und erreicht traurige Rekorde. 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, die mittlere Temperatur lag um ein ganzes Grad höher als in vorindustrieller Zeit. Die Folgen sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels und die langsame Verschiebung von Klimazonen. Die Weltgemeinschaft hat die Verpflichtung – auf der Basis des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 – den von Klimakatastrophen am härtesten Betroffenen Ländern solidarisch zu helfen. Ein Weckruf von Brot für die Welt. weiterlesen…

Dicke Luft zum Jahreswechsel

In der Sylvesternacht steigt die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an

Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro jagen die Deutschen zum Jahreswechsel in die Luft. Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016). Das Einatmen von Feinstaub gefährdet die menschliche Gesundheit. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Zu den Beeinträchtigungen bzw. Gefahren durch Feuerwerkskörper hat das Umweltbundesamt am 27.12.2018 eine kleine Broschüre veröffentlicht. weiterlesen…

„Grüne Gemütlichkeit“

Heizen mit Erneuerbaren Energien

Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt. Öl und Kohle tragen 23 Prozent dazu bei, während die Erneuerbaren Energien 11,5 Prozent ausmachen. Vor allem die Bioenergie übernimmt bei grüner Wärmeversorgung eine tragende Rolle. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr haben Wärme und Kälte einen Anteil von 49,6 Prozent (ohne Strom). Um die Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, muss neben verstärkter Energieffizienz die erneuerbare Wärme deutlich ausgebaut werden, wie die Agentur für Erneuerbare Energien in ihrer Pressemitteilung vom 28.12.2018 – hier im Wortlaut – schrieb: weiterlesen…

Auch eidgenössischer Verkehr muss Kohlendioxid-Ausstoß stärker belasten

Schweiz: CO2-Abgabe auf Privat- und Flugverkehr gefordert

Auch die Schweiz kämpft um wirksame CO2-Verringerungen. Auch in der Schweiz steht der Verkehr (auf der Straße und in der Luft) im Mittelpunkt. Auch in der Schweiz wird nur ein kleiner Teil (ein Drittel) der CO2-Emissionen mit einer Abgabe belastet. Folglich fordert ein White Paper von SCCER Crest (Competence Center for Research in Energy, Society and Transition – CREST) unter dem Titel „Zur schweizerischen Klimapolitik: Wie effizient ist die Bepreisung des fossilen Energieverbrauchs?weiterlesen…

Europa kann Energiewende bis 2050 vollenden

Neue Studie: 100% Erneuerbare Energie in ganz Europa ist kostengünstiger als derzeitiges Energiesystem – vor 2050 Emissionen auf Null

Bis 2050 soll Europa klimaneutral werden. Dass die vollständige Energiewende in der EU tatsächlich umsetzbar ist, haben Forscher mit dem Ergebnis untersucht, dass 100 Prozent Erneuerbare möglich und kostengünstig sind – und den Arbeitsmarkt ankurbeln. Ende November hatte Miguel Arias Cañete, Klimakommissar der Europäischen Union, die neue EU-Klimastrategie 2050 vorgestellt, am 12.12. Hans-Josef Fell bei der COP24 (siehe solarify.eu/100-ee-in-ganz-europa-kostenguenstiger-als-aktuelles-energiesystem). Joschua Katz listete am 28.12.2018 für energiezukunft die Ergebnisse der Studie noch einmal auf. weiterlesen…

Windkraft-Kahlschlag in Sachsen

Fast 40 Prozent der Windräder in Sachsen droht das Aus

Weil die Förderung ausläuft, könnten sich schon bald Hunderte Anlagen nicht mehr rechnen. Um die bisherigen Kapazitäten zu erhalten, müsste massiv ausgebaut werden. Doch das koste nicht nur Geld, schreibt Jürgen Becker am 28.12.2018 in der Freien Presse. Von den aktuell 921 Windenergieanlagen in Sachsen ständen in den nächsten drei Jahren insgesamt 356 vor dem Aus – bis 2031 sogar 730. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) auf eine Kleine Anfrage des Grüne-Landtagsabgeordneten Gerd Lippold hervor. weiterlesen…

VW präsentiert E-Auto-Powerbank

Erste mobile Schnellladesäule

VW ist sichtbar stolz auf jede positive Nachricht – kein Wunder, dass die Wolfsburger zu großen Worten neigen: Eine „elektrisierende Weltpremiere“ nennt Volkswagen Konzern Komponente die nach eigenen Angaben erste mobile Schnellladesäule für E-Autos. Unabhängig vom Stromnetz könne sie flexibel dort aufgestellt werden, wo Bedarf sei. Zum Beispiel auf öffentlichen Parkplätzen in der Stadt, auf Betriebsgeländen oder als temporär eingerichteter Ladepunkt bei Großveranstaltungen. Die mobile Ladesäule funktioniere „nach dem Prinzip einer Powerbank, wie sie viele Menschen für ihr Mobiltelefon kennen – nur eben für E-Fahrzeuge“. weiterlesen…

Dieselbetrug verjährt – VW stur – VZBV mit Sammelklage

Autobauer lehnen Garantien ab

Das Bundesverkehrsministerium hat die Bedingungen für die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel-Autos fertiggestellt. Laut Medienberichten müssen die Hersteller der Systeme unter anderem garantieren, dass die nachgerüsteten Autos noch mindestens 100.000 Kilometer fahren können – die deutschen Autobauer lehnen solche Garantien aber ab. Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale-Bundesverband kritisierte im Berliner Inforadio und im Handelsblatt diese Haltung als „unsäglich“. weiterlesen…

RWE-Chef Schmitz ist „Dinosaurier des Jahres 2018“

Nabu: „Absichtliches Foulspiel an Klima und Natur“

Angesichts der Umwelt-Fehlleistungen etwa in der Landwirtschaft und beim Verkehr hätte der NABU nach eigenen Angaben 2018 „ganze Dinosaurierherden vergeben“ können. Beim Streit um die Braunkohle und den Hambacher Wald zeigte der RWE-Chef aber, dass an ihm als Umwelt-Dinosaurier kein Weg vorbei geht. Deshalb zeichnete der NABU den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG mit dem Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres“ aus. „Während international auf Klimakonferenzen und national in der Kohlekommission um konkreten Klimaschutz gerungen wird, hat sich Rolf Martin Schmitz mit seiner unzeitgemäßen Machtdemonstration im Streit um die Rodung des Hambacher Waldes selbst ins Abseits gestellt“, begründet NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl zum Dinosaurier des Jahres. weiterlesen…

Regierung will Referenzertragsmodell nicht abschaffen

Stellungnahme zu Energie-Gutachten der Monopolkommission

Die Bundesregierung hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 20.12.2018 – 13 Seiten lang auf die Empfehlungen der Monopolkommission zur Energiewende geantwortet. Die Stellungnahme (19/6222) wurde als Unterrichtung eingebracht. Damit reagiert die Bundesregierung auf die Inhalte des Sondergutachtens der Monopolkommission gemäß § 62 Absatz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes mit dem Titel „Energie 2017: Gezielt vorgehen, Stückwerk vermeiden“ vom Oktober 2017. Seitdem seien zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, die auch Empfehlungen der Kommission aufgegriffen hätten, heißt es darin. weiterlesen…