Reaktionen auf EEG-Umlage-Erhöhung

Ein wildes Konzert der Meinungen

PV auf Dach des Tagungs-Saals - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20150914_183248Richtig zufrieden ist niemand mit der Erhöhung der EEG-Umlage – anhand seiner Reaktion legt jeder seine Motivlage klar. Wirtschaftsnahe Kreise schieben den Erneuerbaren Energien die Schuld in die Schuhe. Deren Verfechter sehen die sinkenden Börsenpreise als Ursache. Wieder andere kritisieren die zahlreichen Befreiungen stromintensiver Unternehmen. weiterlesen…

Für 8,16 Milliarden weniger Fossil-Importe dank EE

Öko-Institut: Erneuerbare Energien reduzieren fossile Einfuhren nach Deutschland

Dem Zuwachs der EEG-Umlage von rund einem halben Cent stehen sinkende Kosten für den Import fossiler Rohstoffe gegenüber: Allein 2015 wurden durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr fossile Rohstoffimporte  in Höhe von 8,16 Milliarden Euro vermieden – 11 Prozent im Vergleich zu 1990. Das geht aus einem Kurzgutachten „Eingesparte Kosten für Energieimporte im Jahr 2015 und die Innovationseffekte durch die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland“ des Öko-Instituts im Auftrag des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick und der Naturschutzorganisation WWF Deutschland hervor. weiterlesen…

Klimaschutz planlos – „Horrorkatalog für die Industrie“ oder viel zu lasch?

Klimaschutzplan 2050 hoch umstritten – Umweltverbände kritisieren ihn als zu lax – Union hält ihn für zu scharf – Agrar- und Verkehrsministerium korrigieren derweil fleißig weiter

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat den Entwurf des Klimaschutzplans 2050 vorgestellt. Der CDU- Wirtschaftsrat hat den Plan auf der Titelseite seines Verbandsblattes als „Horrorkatalog für die Industrie“ bezeichnet. Industrieverbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) beklagten, sie seien bei der Anhörung zum Klimaschutzplan nicht angemessen berücksichtigt worden. Aus dem BMUB verlautete dagegen, dass sich 136 Teilener aus Verbänden, Ressorts, aus dem Bundestag und der Wissenschaft an der Debatte beteiligt hätten. (Website: Bürgerdialog zum Klimaschutzplan2050 – BMUB) weiterlesen…

Ernüchternde Bilanz der DUH-Dienstwagenstudie

Nur vier „Grüne Karten“ für Fahrzeuge deutscher Firmenchefs

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) untersuchte wie jedes Jahr Motorisierung und CO2-Werte deutscher Vorstandslimousinen, die Zusammensetzung der Fahrzeugflotten sowie die Mobilitätsstrategien von 193 börsennotierten und ausgewählten mittelständischen Unternehmen. Der durchschnittlicher Firmenflottenwert aller Dienstwagen enttäuscht mit 129 g CO2/km und entspricht einfach dem Durchschnittswert der Neuzulassungen für 2015. DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: „Der CO2-Zielwert im Jahr 2020 ist so nicht zu erreichen. weiterlesen…

Neuer PV-Marktwertatlas hilft Direktvermarktung optimieren

Erlös-Chancen online ermitteln

PV-Dächer in Radolfzell, - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft_20150808_134202Die Erlösdifferenzen bei PV-Anlagen in der EEG-Direktvermarktung werden immer wichtiger für die wirtschaftliche Optimierung von PV-Projekten. Dies gilt sowohl für die kosteneffiziente Vermarktung des produzierten Stroms durch den Direktvermarkter als auch für die Projektbewertung durch Entwickler, Anlagenbetreiber und Investoren. Wie hoch die Mehr-Erlöschancen oder Minder-Erlösrisiken für jeden individuellen PV-Anlagenstandort in Deutschland sind, lässt sich mit dem neuen PV-Marktwertatlas von enervis nun direkt online ermitteln. Damit steht das in der  Windenergiebranche bereits etablierte Bewertungsinstrument Marktwertatlas ab sofort auch für Photovoltaik zur Verfügung. weiterlesen…

Eigenverbrauch führt nicht zur Entsolidarisierung

Agora/Prognos: PV-Eigenstromversorgung „bleibt überschaubar“ – kein Erosionsrisiko

Agora-Prognos-Studie Eigenversorgung aus Solaranlagen - Titel © PrognosSinkende Preise für Solaranlagen und Stromspeicher lassen Eigenversorgungslösungen absehbar zunehmend attraktiver werden. Immer wieder wird behauptet, dass sich in der Folge mehr und mehr Privathaushalte mit PV-Dachanlagen wegen der Rendite aus dem Stromsystem verabschieden würden und damit eine Kostenverlagerung hin zu Haushalten ohne PV-Anlagen stattfinde, Stichwort Entsolidarisierung. Das zerpflückt jetzt eine Prognos-Analyse im Auftrag von Agora Energiewende: Gemessen am bundesweiten Stromverbrauch werde demnach der Eigenverbrauch von Solarstrom auch mittelfristig nur eine untergeordnete Rolle spielen. (Titel: Agora-Prognos-Studie Eigenversorgung aus Solaranlagen – © Agora Energiewende, Prognos, RAP)

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EEG-Umlage steigt 2017 erneut auf Rekordhoch

Fast 7 ct/kWh

Ende der 41. Woche wollten die ÜNB die EEG-Umlage – korrekt „Sonderabgabe zur Förderung erneuerbarer Energien“- für das kommende Jahr und (erstmalig) die EEG-Mittelfristprognose bekannt geben. Doch bereits am Montag, dem 10.10.2016, sickerte durch: Die EEG-Umlage steigt von 6,35 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde – das meldete die FAZ exklusiv unter Berufung auf die vier Netzbetreiber. Der Anstieg von 8,35 Prozent entspricht laut Strom-Report 0,53 ct/kWh. Der neue EEG-Umlagesatz gilt ab 01.01.2017. weiterlesen…

10,8 Ct/kWh „Konventionelle-Energien-Umlage“

Zur Diskussion um Energiewendekosten und EE-Umlage

Im Gegensatz zu den Behauptungen der INSM-Studie sind die erneuerbaren Energien nicht die „Preistreiber“ der Stromversorgung, sondern sie ersetzen Energieträger mit viel höheren Folgekosten für Steuerzahler und Gesellschaft: Stromkunden müssten nämlich einer Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zufolge 2017 auf jede verbrauchte Kilowattstunde bis 10,8 Ct „Konventionelle-Energien-Umlage“ zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden. Die Studie entstand im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy.
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bne: Änderung der EEG-Umlagebasis bringt Sektorkopplung voran


IÖW-Studie: Verbreiterung auf fossile Energieträger wie Heizöl, Benzin und Diesel oder Erdgas

„Die Belastung des Strompreises mit Abgaben und Umlagen ist ein wesentliches Hemmnis für die Ausweitung der Energiewende auf den Wärme- und Verkehrssektor, sagt ein Gutachten des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des bne-logo-energie-fuer-die-maerkte-von-morgenBundesverbandes Neue Energiewirtschaft e.V. (bne), dem zufolge die EEG-Umlage auf den Strompreis deutlich sinken könnte, wenn der Ausbau der Erneuerbaren auch über den Verbrauch fossiler Energieträger mitfinanziert würde. (Titel: Umgestaltung der EEG-Umlagepraxis – © IÖW) weiterlesen…

INSM-Studie zum EEG und den Energiewendekosten – Falk: „Unseriös!“

„Zwölf Stellen und ein Währungszeichen“ – „EEG & Co. treiben“ Energiewendekosten bis 2025 auf 520 Milliarden Euro – Fossile vernachlässigt

„Nicht einmal die eingefleischtesten Fans von EEG und Co. würden behaupten, dass es bei der Energiewende marktwirtschaftlich zuginge“ – ohne jede Süffisanz beginnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ihre Pressemitteilung über eine neue Studie zum EEG und den Energiewendekosten. Die mangelhafte Marktwirtschaftlichkeit sei jedoch „nicht nur für überzeugte Marktwirtschaftier, wie die INSM ein Problem. Der Grund hat zwölf Stellen und ein Währungszeichen“. BEE-Falk widerspricht mit guten Argumenten: „Die INSM-Rechnung geht nicht auf“. weiterlesen…