Pakistan – Braunkohle und Wasserstoff-Elektrolyse

Oracle Power PLC: Kohle-Projekt Thar Block VI plus 400 MW Elektrolyse plus 1,2 GW Solar- und Wind

Oracle Power, an der Londoner Börse notierter Entwickler von Rohstoff- und Energieprojekten besitzt im Thar-Kohlefeld 380 Kilometer östlich von Karatschi mit 9.100 Quadratkilometern Fläche (mit Braunkohlevorkommen von insgesamt mehr als 175 Milliarden Tonnen, die sechstgrößten der Welt) über seine Tochtergesellschaft Sindh Carbon Energy Ltd (SCEL“) im Block VI mit über 1,4 Mrd. Tonnen Braunkohle eine 30-jährige Bergbaupacht. Gleichzeitig hat man von der Regierung der pakistanischen Provinz Sindh eine zustimmende Absichtserklärung für ein von Oracle geplantes Projekt für 400 Megawatt Elektrolyseleistung in Kombination mit 1,2 Gigawatt Solar- und Windkraftwerken zugesagt bekommen. weiterlesen…

Globale Stromnachfrage wächst weniger stark

IEA: Belastet durch wirtschaftliche Schwäche und hohe Preise

Das Wachstum der weltweiten Stromnachfrage wird sich 2022 gegenüber dem starken Aufschwung des Vorjahres deutlich verlangsamen, da sich das Wirtschaftswachstum abschwächt und die Energiepreise nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine in die Höhe schießen, so der jüngste Strommarktbericht der Internationalen Energie-Agentur IEA. weiterlesen…

Wichtige Fortschritte bei Halbleitermaterialien

Elektronik nächster Generation dank hoher Ladungsträgerbeweglichkeit in kubischem Borarsenid

Forscher der Universität Houston (UH) haben erstmals experimentell festgestellt und am 21.07.2022 veröffentlicht, dass ein kubischer Borarsenidkristall eine hohe Ladungsträgermobilität sowohl für Elektronen als auch für Löcher aufweist – die beiden Wege, auf denen eine Ladung in einem Halbleitermaterial transportiert wird – ein wichtiger Fortschritt für die Elektronik der nächsten Generation bedeutet. weiterlesen…

Die wahren Risiken einer Laufzeitverlängerung

„Wer jetzt am Atomausstieg rüttelt, gefährdet auch die sichere Endlagerung von radioaktivem Abfall“ –  von Wolfram König

Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, beschreibt am 31.07.2022 in der FAZ, welche Risiken er in der gegenwärtig heiß diskutierten Laufzeitverlängerung für AKW erkennt. Vor allem vermisst er eine „auf wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen beruhende Risikoabschätzung“. Bei der fehle oft die Frage der Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Am Schluss zieht er einen drastischen Vergleich. weiterlesen…

NRW-Ministerin Neubaur zu Besuch bei ressourceneffizienten Unternehmen

Mit Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz beitragen

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft („Circular Economy“) hilft Unternehmen, wertsteigernd Ressourcen zu schonen. In Nordrhein-Westfalen arbeiten viele Initiativen und Unternehmen bereits an solchen Lösungen. Energie- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur machte sich – laut einer NRW-Medienmitteilung vom 03.08.2022 – davon ein Bild. Unter dem Motto „Klimaschutz durch Ressourceneffizienz“ besuche sie Leuchtturmprojekte der Circular Economy in NRW – als erstes das Projekt Circular Valley in Wuppertal. (Foto: Mona Neubaur, Wirtschafts- und Klimaministerin, Landesvorsitzende GRÜNE NRW – © wikimedia commons, CC BY SA 2.0) weiterlesen…

CO2-Bepreisung für klimaneutrale Wärme

Maßnahmen gegen die „Trägheit des Wärmemarkts“

Eine Studie des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart hat für das Energiezukunft-Projekt Ariadne ermittelt, wie sich der Preis für CO2 auf einen klimaneutralen Wärmemarkt auswirkt. (Studie: Einfluss der CO2-Bepreisung auf den Wärmemarkt – © Kopernikus-Projekt Ariadne, Potsdam) weiterlesen…

ISE: Weniger Regulatorik = mehr PV-Dächer bis 30 kW

Anzahl neu installierter Batteriespeicher nimmt rasant zu

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat die Neuauflage einer Kurzstudie zum Ausbau der Photovoltaik in Deutschland vorgelegt. Neben leistungsbezogenen Auswertungen beinhaltet die Studie nun auch Auswertungen zum Batteriespeicherausbau. Zu den wichtigsten aktuellen Trends gehört das Wachstum bei den Aufdachanlagen bis 30 Kilowatt sowie der Zuwachs bei den PV-Heimspeichern. Zudem ist der Ausbauanteils großer Freiflächenanlagen gestiegen. Basis der am veröffentlichten Kurzstudie ist das Marktstammdatenregister (MaStR), in dem seit Januar 2019 alle an das allgemeine Versorgungsnetz angeschlossenen Stromerzeugungseinheiten eingetragen sein müssen. weiterlesen…

Noch viel zu wenig EE-Anteil an Raumwärmeversorgung

Neue Daten unterstreichen Erdgasabhängigkeit mehrerer EU-Länder im Raumwärmesektor

Die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser verbraucht fast ein Drittel der europäischen Endenergie und wird immer noch von fossilen Brennstoffen, vor allem Erdgas, dominiert. Ein neuer, im Rahmen der Untersuchung „Renewable Space Heating under the Revised Renewable Energy Directive“ von TU Wien, Fraunhofer ISI, e-think, Öko-Institut und Viegang Maagoe entwickelter Datensatz zeigt, dass in der EU fast 50 Prozent der Heizwärme durch Erdgas erzeugt werden. Die Erdgasabhängigkeit variiert jedoch stark zwischen den einzelnen Ländern und reicht von null bis 90 Prozent. Die Studie will zu einer besseren Informationsgrundlage zur Gestaltung politischer Dekarbonisierungs-Maßnahmen beitragen. Der neu veröffentlichte und offen zugängliche Datensatz mit Zusammenfassungen für alle 27 EU-Länder ermöglicht es Nutzern, die Struktur der Raumwärmenachfrage und -versorgung in allen EU-Ländern zu erkunden. weiterlesen…

Waldschutz finanziell belohnen

Untersuchung des Öko-Instituts

Ein Anreizsystem, das Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen des Waldes finanziell honoriert, kann auf zwei Säulen ruhen: Es sollte einerseits die ökologische Waldwirtschaft direkt fördern und andererseits über ein marktwirtschaftliches Zertifikatssystem zusätzliche Finanzierung für den Klimaschutz im Wald bereitstellen. Wie ein solches modulares Anreizsystem aussehen kann, beschreibt das Öko-Institut im Team aus Forst- und Naturwissenschaft sowie Juristen in einer am 04.08.2022 publizierten Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. weiterlesen…

„Groteske Gier“

UN-Generalsekretär Guterres fordert Übergewinn-Steuer

Antonio Guterres hat die Krisen-Gewinne der Energie-Multis als „unmoralisch“ bezeichnet. Weil wegen dieser Gewinne (und explodierter Energiepreise viele Entwicklungsländer , die in Schulden ertränken, keinen Zugang zu Finanzmitteln hätten und darum kämpften, sich von der Coronapandemie zu erholen, ständen am Abgrund, sagte er. Daher müssten die Staaten aktiv werden. Während er vor Turbulenzen warnte, warf Guterres den Öl- und Gaskonzernen „groteske Gier“ vor. Weltweit müssten die Regierungen dafür sorgen, dass die im Zuge der Energiekrise auf Grund des Krieges in der Ukraine erzielten übermäßigen Gewinne besteuert werden, sagte Guterres am 03.08.2022. „Es ist unmoralisch, dass Öl- und Gasunternehmen aus dieser Energiekrise Rekordgewinne auf dem Rücken der ärmsten Menschen und Gesellschaften erzielen – zu massiven Kosten für das Klima.“ weiterlesen…