Wie der Hochlauf der Wärmepumpen gelingen kann

Wuppertal: Vollständig erneuerbare Gebäudewärme bis 2035 machbar

Der vollständige Umstieg auf erneuerbare Energien für das Heizen von Gebäuden ist bereits bis 2035 möglich, ergab eine Untersuchung des Wuppertal Instituts. Besonders die Wärmepumpe spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings brauche es entsprechende Gesetzesreformen, so die Autoren. Das fordert auch der Bundesverband Wärmepumpe. Der russische Überfall auf die Ukraine befeuert die Debatte um die Sicherheit der deutschen Energieversorgung und die immer noch hohe Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle. Allein in Deutschland verursachen Gebäude durch ihren Energieverbrauch rund ein Viertel der Treibhausgas-Emissionen. Daher besteht in puncto Energieeffizienz und erneuerbare Energien besonderer Handlungsbedarf. Gleichzeitig bietet das auch die Chance, sich unabhängiger von importierten fossilen Energieträgern zu machen. Die neue Studie des Wuppertal Instituts, die im Auftrag von Greenpeace entstand, stellt heraus: Die Wärmeversorgung der Gebäude in Deutschland ließe sich bis 2035 auf der Basis eines Politikmixes des „Forderns und Förderns“ vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. weiterlesen…

AKW-Laufzeitverlängerung auch angesichts aktueller Gaskrise „nicht empfehlenswert“

Gemeinsame Pressemitteilung von BMWK und BMUV

Die Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) haben am 08.03.2022 einen Prüfvermerk zur Debatte um die Laufzeiten von Atomkraftwerken vorgelegt. Beide Ministerien haben geprüft, ob und inwiefern eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und der aktuell hohen Importabhängigkeit von Russland zur Energiesicherheit beiträgt. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob längere Atomlaufzeiten mögliche Versorgungsengpässe im nächsten Winter ausgleichen können. Aber auch eine mehrjährige Verlängerung wurde betrachtet. weiterlesen…

Infolge des Klimawandels drohen in Deutschland sinkende Grundwasserspiegel

Klimawandel: Deutschland Grundwasserspiegel drohen zu sinken

Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) untersuchen die zukünftige Entwicklung des Grundwasserspiegels. Ihre Prognosen zeigen: Deutschland drohen in den nächsten Jahrzehnten sinkende Grundwasserstände. Grund: Der Klimawandel hat unmittelbare Auswirkungen auf die Grundwasserressourcen -ihre Studie wurde jetzt open access in Nature Communications veröffentlicht. (DOI: 10.1038/s41467-022-28770-2) (Grafik © KIT_BGR) weiterlesen…

EU-Kommission will russische Gasimporte um zwei Drittel reduzieren – Parlament beschließt EU-Umweltziele bis 2030

Mehr LNG, mehr Erneuerbare, besser gefüllte Gasspeicher

Wegen der schweren Spannungen mit Russland will die EU so schnell wie möglich unabhängig von russischem Gas werden. Am 08.03.2022 legte die EU-Kommission einen Plan mit Maßnahmen vor, um russische Gasimporte bis Ende des Jahres um zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben zudem am 10.03.2022 das EU-Umweltprogramm bis 2030 gebilligt, das den Übergang der EU zu einer klimaneutralen, sauberen, kreislauforientierten und wohlhabenden Wirtschaft beschleunigen soll. weiterlesen…

Neue EU-Regeln für Akkus: Mehr Ehrgeiz im Umwelt- und Sozialbereich! 

Batterien sollen nachhaltiger und leichter austauschbar sein, auch bei Smartphones

Das EU-Parlament hat einen Gesetzesentwurf mit neuen Vorschriften für den gesamten Produktlebenszyklus von Batterien beschlossen. Jetzt können Verhandlungen mit den EU-Regierungen beginnen. Es sollen Standards für die Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ehrgeizigere Abfallbewirtschaftungsziele eingeführt werden. Akkus sollen künftig herausnehmbar sein. weiterlesen…

Krieg als Impuls für schnellere Energiewende nutzen

Leopoldina-Vize Schlögl zu Ad-hoc-Stellungnahme „Wie sich russisches Erdgas in der deutschen und europäischen Energieversorgung ersetzen lässt“

In der Diskussion um den Verzicht von Gaslieferungen aus Russland hat der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Robert Schlögl, vor einer Rückkehr zu Kohle- und Atomenergie gewarnt. „Nukleare Energie ist in Deutschland einfach grundsätzlich keine Option. Deswegen hat das keine Zukunft“, sagte Schlögl am 10.03.2022 im phoenix tagesgespräch und in mdr Radio Kultur unter Bzugnahme auf eine Ad-hoc-Stellungnahme von 13 Wissenschaftlern der Leopoldina. Der Abschaltprozess sei bereits so weit vorangeschritten, dass man daran weder ökonomisch noch technisch kurzfristig etwas ändern könne. Eine Reaktivierung der Kernkraftwerke sei daher nicht sinnvoll. Der Leitautor der ad-hoc-Stellungnahme sprach sich zudem gegen eine Laufzeitverlängerung der Kohlekraftwerke aus. weiterlesen…

Rund zehn Prozent russische Erdgasimporte aus Russland sofort einsparbar

„Sparsam durch die Krise“

Nicht nur beim Baden und Duschen lässt sich schnell und mit wenig Aufwand viel Energie sparen: Ein Spar-Duschkopf etwa senkt den Energieverbrauch fürs Duschen um rund 30 Prozent. Wenn das alle Menschen in Deutschland nutzen, spart das rund 11,3 TWh Erdgas. Das entspricht 2,6 Prozent der Erdgasimporte aus Russland und bedeutet etwa 2,8 Millionen Tonnen Treibhausgase und 1,1 Milliarden Euro Energiekosten weniger. Das Umweltbundesamt (UBA) ruft angesichts des Krieges in der Ukraine dazu auf, mit Energie deutlich sparsamer umzugehen. Schon eine um zwei Grad niedrigere Raumtemperatur in allen deutschen Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie durch den Einbau von Spar-Duschköpfen könnten rund zehn Prozent des russischen Erdgases eingesparbart werden. weiterlesen…

Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit

Neue Erkenntnisse aus der Analyse von Satellitendaten

Der Regenwald am Amazonas hat die Fähigkeit, sich von Störungen zu erholen, seit Anfang der 2000er Jahre abgenommen. Möglicherweise steht er nahe an einer kritischen Schwelle, ab der er sich in eine Savanne verwandelt. Auch in Deutschland sind laut Tagesspiegel Waldbestände betroffen, die bisher eher als trockenresistent galten. Einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK vom 08.03.2021 zufolge verliert der Amazonas-Regenwald wahrscheinlich an Resilienz, wie eine Datenanalyse von hochauflösenden Satellitenbildern zeige. Das sei auf Stress durch Abholzung und Brandrodung zurückzuführen – der Einfluss des vom Menschen verursachten Klimawandels sei bisher nicht eindeutig feststellbar, werde voraussichtlich bald eine große Rolle spielen. weiterlesen…

Wasserstofferzeugung – Vorteile dezentraler Elektrolyseure

Neue Studie des Reiner Lemoine Instituts

Dezentrale Elektrolyseure verbessern die Energieausbeute aus Wind- und Solaranlagen, machen unser Energiesystem resilienter und sparen Netzausbaukosten. Dies zeigt eine Untersuchung des Reiner Lemoine Instituts (RLI) im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy eG. Solche dezentral eingesetzten Elektrolyseure nutzen lokale Überschüsse aus Wind- und Sonnenstrom volkswirtschaftlich vorteilhaft für die Produktion von grünem Wasserstoff. Sie können in vielen Netzgebieten in ganz Deutschland wirtschaftlich betrieben werden. weiterlesen…

„REPowerEU“

Gemeinsames europäisches Vorgehen für erschwinglichere, sichere und nachhaltige Energie

Angesichts der russischen Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission am 08.03.2022 den Entwurf eines Plans vorgestellt, mit dem Europa deutlich vor 2030 von fossilen Brennstoffen aus Russland, zunächst von Gas, unabhängig werden soll. Dieser Plan enthält auch eine Reihe von Maßnahmen als Reaktion auf die steigenden Energiepreise in Europa und zur Wiederauffüllung der Gasvorräte für den nächsten Winter. Europa ist zwar schon seit mehreren Monaten mit einem Anstieg der Energiepreise konfrontiert, das Problem wird jetzt aber durch die unsichere Versorgung verschärft. Durch REPowerEU sollen die Gasversorgung diversifiziert und die Einführung von Gas aus erneuerbaren Quellen für Heizung und Stromerzeugung beschleunigt werden. Dadurch kann die Nachfrage der EU nach russischem Gas vor Ende des Jahres um zwei Drittel verringert werden. weiterlesen…