CO2-freie Was­ser­stoff­kraft­wer­ke

For­schung und In­dus­trie trei­ben Marktrei­fe vor­an

Verlässliche und umweltfreundliche Kraftwerke sollen die Stromversorgung sicherstellen. Deshalb entwickelt das DLR an seinen Kölner Prüfständen gemeinsam mit Partnern aus der Industrie die Technologie für Wasserstoffkraftwerke weiter. Ziel ist eine Infrastruktur zur Forschung und Erprobung von kritischen Kraftwerkskomponenten mit den Schwerpunkten: Energie, Klima, Wasserstoff. (Foto: Montagearbeiten im Prüfstand – Foto © DLR) weiterlesen…

Katalytische Aktivität einzelner Kobaltoxid-Nanopartikel

Analyse mithilfe eines Roboterarms

Nanopartikel einzeln zu analysieren ist eine Herausforderung, eben weil sie so klein sind. Eine neue Technik mit Elektronenmikroskopie und Roboterarm könnte das Verfahren erheblich erleichtern. Edelmetallfreie Nanopartikel könnten künftig als leistungsfähige Katalysatoren dienen, zum Beispiel für die Wasserstoffherstellung. Um sie zu optimieren, müssen Forscherinnen und Forscher die Eigenschaften einzelner Partikel analysieren können. Ein neues Verfahren dafür hat ein Team vom Zentrum für Elektrochemie der RUB und vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE) vorgestellt. (Foto: Zwei Kobaltoxidpartikel auf einer Kohlenstoff-Nanoelektrode – © T. Quast, RUB) weiterlesen…

Erste detaillierte Beschreibung einer SEI

Borat-basierte Passivierungsschichten ermöglichen reversible Calcium-Batterien

Eine in Energy and Environmental Science veröffentlichte Studie hat experimentelle und theoretische Ansätze kombiniert, um die auf Calcium-Metallelektroden gebildeten Passivierungsschichten und deren Einfluss auf den reversiblen Betrieb von Calcium-basierten Batterien zu untersuchen. Die Versuche wurden von Forschern des ICMAB-CSIC durchgeführt, die sowohl mit dem ALBA-Synchrotron (MIRAS-Beamline) als auch mit anderen internationalen Labors und Universitäten zusammenarbeiteten. weiterlesen…

Wirtschaftsminister in der Kritik

Gutachten mehr als ein Jahr zurückgehalten

Bundeswirtschaftsminister Altmaier ist in heftige Kritik geraten, teils wird gar sein Rücktritt verlangt: Das BMWi hatte im vergangenen Jahr bei den renommierten Unternehmen BET und EY ein Gutachten für das Kohleausstiegsgesetz in Auftrag gegeben. Der brisante Text verschwand Ende November 2019 in einer Schublade des Ministeriums und wurde erst am 16.12.2020 frei gegeben – mehr als ein Jahr später. Herausgebrachte hat das der SPIEGEL, der argwöhnt, die öffentliche Debatte sei „so womöglich manipuliert“ worden. weiterlesen…

„Ortho-“ und „Parawasserstoff“ unter Druck instabil

Bayreuther Forschungsteam: Hohe Drücke lassen Wasserstoff-Varianten kollabieren

Wasserstoff existiert als gasförmige Verbindung zweier Wasserstoff-Atome (H2). Unter normalen Laborbedingungen kommt H2 in den Varianten „Orthowasserstoff“ und „Parawasserstoff“ vor. Offen blieb bisher die Frage, wie sich diese Varianten unter hohem Druck verhalten. Forscher*innen der Universität Bayreuth haben einer Medienmitteilung vom 18.12.2020 zufolge jetzt die Antwort gefunden: Sowohl Ortho- als auch Parawasserstoff werden unter hohen Drücken instabil und hören auf, als unterscheidbare Zustände zu existieren. Die in Nature Communications vorgestellten Forschungsergebnisse erweitern das Verständnis grundlegender quantenmechanischer Prozesse. weiterlesen…

Win-Win-Situation: Deutsch-tunesische Partnerschaft zur Förderung grünen Wasserstoffs

25 Mio für P2X in Tunesien – Wasser aus Meerwasser-Entsalzungsanlagen

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat am 15.12.2020 der tunesischen Regierung einen Zuschuss in Höhe von 25 Mio. EUR für ein Vorhaben zum Wissenstransfer und zur Errichtung von Demonstrationsanlagen zur Herstellung und Weiterverarbeitung von grünem Wasserstoff in Tunesien zugesagt. Die Zusage erfolgte im Rahmen der Unterzeichnung eines Memorandums zwischen Deutschland und Tunesien zur langfristigen Partnerschaft im Bereich des grünen Wasserstoffs. Die KfW – so eine Medienmitteilung – fördert mit den tunesischen Partnern die Entwicklung und Anwendung von grünem Wasserstoff und dessen Derivaten – auch „Power to X“ genannt. weiterlesen…

Zweite Luft für alte Windräder

Worst Case abgewendet – aber nicht überall

Betreiber alter Windenergieanlagen hatten den Countdown sicher schon ticken gehört: Zum Jahresende läuft die EEG-Vergütung für rund 5.000 Anlagen mit einer Leistung von zusammen circa 3.700 MW aus. Bis zuletzt war offen, ob es für diese Anlagen in der aktuellen EEG-Novelle eine Anschlusslösung geben würde. Das ist nun der Fall, die Koalitionsfraktionen haben sich auf der Zielgeraden doch noch geeinigt. Der Worst Case für die Energiewende, nämlich die drohende Stilllegung vieler dieser ausgeförderten Anlagen, dürfte somit vom Tisch sein – meint, meint Naturstrom-Chef Oliver Hummel in einem Gastbeitrag für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Bundesrat winkt Plastiktütenverbot durch

Noch ein ganzes Jahr „Schonfrist“

Ab dem 01.01.2022 gilt in Deutschland ein Verbot für Plastiktüten. Nach der Zustimmung des Bundestags hat der Bundesrat am 18.12.2020 eine entsprechende Änderung des Verpackungsgesetzes passieren lassen. In einem guten Jahr dürfen leichte Plastiktüten (mit Wandstärken von 15 bis 50 Mikrometern) nicht mehr in Umlauf gesetzt werden – 2019 waren es in Deutschland 1,49 Milliarden – so das BMU in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Fluktuation in synchronen Netzgebieten

Frequenzdaten für stabile Stromversorgung

Im Zeitalter Erneuerbarer Energien wird die Netzfrequenz ein immer wichtigerer Indikator für die Stabilität der Stromversorgung. Ein interdisziplinärer Forschungsverbund analysiert unter Federführung der Helmholtz-Gemeinschaft Frequenzfluktuationen in zwölf synchronen Netzgebieten auf drei Kontinenten. Für die Datenaufzeichnung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) einen tragbaren, GPS-synchronisierten Rekorder mit einer neuen Messtechnik entwickelt. Über erste Ergebnisse berichtet das Team nun in Nature Communications – DOI: 10.1038/s41467-020-19732-7. (Foto: KIT-Datenrekorder mit GPS-Empfänger zeichnet Roh- und Frequenzdaten auf – © Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…