Wasserstoff-Aussichten

Aurora Energy Research: Fünf bis zehn Euro pro Kilo bis 2025

Für die Dekarbonisierung der Industrie ist Wasserstoff unverzichtbar: Allein die deutsche Industrie benötigt dafür im Jahr 2050 bis zu 300 Terawattstunden (mehr als 9 Mio. t) grünen Wasserstoff. Auf dem Weg dorthin hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Erzeugungskapazitäten bis 2030 auf 10 Gigawatt zu erhöhen. Die derzeit angekündigten Elektrolyseurprojekte mit in Summe 21 GW Leistung würden dafür genügen, allerdings seien bisher nur wenige davon realisiert, so Aurora Energy Research. weiterlesen…

Klimaneutralität oft irreführend

DUH prangert Mogelpackung „Klimakompensation“ an

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt acht Unternehmen wegen irreführender Werbeversprechen mit „Klimaneutralität“. Denn Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend mit den Adjektiven „klimaneutral“, „klimapositiv“ oder ähnlichen Begriffen beworben – so etwa Flüge, Kraftstoffe, Lebensmittel oder Kosmetika, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am 18.05.2022 in einem Pressegespräch in Berlin. Tatsächlich schwiegen sich die Unternehmen darüber aus, wie sie den angeblichen CO2-Ausgleich erbrächten – oder sie verwiesen auf Kompensationsprojekte, an die aber in der Regel nur ein niedriger Geldbetrag fließe. weiterlesen…

E-Mobilität drängt Öl-Bedarf zurück

Zero Emission Vehicle Transition Council: Übersicht über den Fortschritt

Anlässlich des Ministertreffens des Zero Emission Vehicle Transition Council (ZEVTC) in Leipzig am 18.05.2022, eines internationalen Forums, in dem Regierungen vertreten sind, die mehr als die Hälfte des weltweiten Automobilmarktes repräsentieren, veröffentlichte Bloomberg New Energy Finance (BNEF) ein „Dashboard“, das die Geschwindigkeit des Fortschritts hin zu ZEVs weltweit und in den Ländern des ZEVTV zeigt. 2022 unterstützte BNEF dessen Arbeit, um den globalen Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen. weiterlesen…

Energiequelle Bioabfall

Großes Potenzial – zu geringe Nutzung

Im Rahmen einer Pressekonferenz (https://www.facebook.com/FVBiogas) zum Auftakt der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT in München informierte der Fachverband Biogas e.V. am 30.05.2022 über das Potenzial biogener Abfälle zur Energiegewinnung – und die Hürden, die einer stärkeren Nutzung dieser Energiequelle im Wege stehen. weiterlesen…

Cybersecurity und Fachkräftemangel größte Herausforderung bei Energiewende

Medienmitteilung von VDE, BSKI, GreenTEC Campus und MIT Boston

Am 30.05.2022 erklärten die Technologieorganisation VDE, der GreenTEC Campus und der Bundesverband für den Schutz kritischer Infrastrukturen (BSKI) im Rahmen einer Pressekonferenz bei der Hannover Messe, dass ihrer Überzeugun nach die komplette Energiewende – Energieversorgung aus 100% Erneuerbare Energien – innerhalb weniger Jahre möglich sei. Vorausgesetzt – es fänden sich genügend Investoren und Fachkräfte. An ersterem zweifeln VDE, GreenTEC Campus und BSKI nicht, an letzterem schon. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff nach dem Vorbild der Natur

Transregio-Sonderforschungsbereich verlängert

Das Sonnenlicht als Quelle für die klimafreundliche Energieversorgung nutzen: Lange vor großen Initiativen wie dem europäischen „Green Deal“ oder der „nationalen Wasserstoffstrategie“ hat der Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB) CataLight mit der Entwicklung chemischer Solarenergiewandler begonnen. Das wichtigste Vorbild des Konsortiums der Universitäten Ulm und Jena ist die natürliche Photosynthese. Nach vier erfolgreichen Jahren auf dem Weg zur dezentralen Erzeugung von grünem Wasserstoff wurde einer Medienmitteilung vom folgend nun die Weiterfinanzierung des Transregio-SFBs beschlossen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB/Transregio 234 „Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien – Synthese und mechanistische Studien“ bis 2026 mit mehr als 12 Millionen Euro. weiterlesen…

Zwei SFBe zur Katalyse werden verlängert

Ziel: Nachhaltige und effiziente Chemikalien-Produktion im post-fossilen Zeitalter

Das Design der Katalyse als Schlüsseltechnologie der Chemie auf der atomaren Ebene ist Ziel der Sonderforschungsbereiche/Transregios SFB/TRR 247 „Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase“, beheimatet in der Universitätsallianz Ruhr, und „Molekulare heterogene Katalyse in definierten dirigierenden Geometrien“ (SFB 1333) an der Universität Stuttgart wurden nach einer erfolgreichen ersten Förderphase von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ab 01.07.2022 für weitere vier Jahre verlängert. (Bild: Molekulardynamische Simulation eines kovalenten, organischen Netzwerks (COF) – © Universität Stuttgart / SFB 1333) weiterlesen…

Zukunfts-Materialien aus Abfallstoffen

Freiberger Forschende extrahieren u.a. Schwermetalle

Unterhalb des Freiberger Entwicklungsstandortes Spülhalde Davidschacht dient der „Rote Graben“ (RG) der Entwässerung verschiedener Gruben. Deren bis heute einem Vorfluter zugeführte Grubenwasser sind sehr stark mit Schwermetallen verunreinigt, darunter Cadmium, Aluminium, Arsen und Zink- entsprechend stark verschlammt ist der RG. Das vom BMBF geförderte Großforschungsprojekt „rECOmine ZauBer“ soll Flüsse und Gräben reinigen und dabei wichtige Rohstoffe für die moderne Industrie und Wirtschaft aufbereiten, außerdem die Verwertung von eisenhaltigen Grubenschlämmen gemeinsam mit Schlackenrückständen aus der Hüttenindustrie realisieren. Dabei steht die Gewinnung enthaltener Wertstoffe sowie die Stabilisierung der Reste in neuartigen elutionsstabilen Baustoffen im Fokus. ZauBer Zudem erforscht die Technische Universität Freiberg mit vier regionalen Firmen neue Recyclingtechnologien für Klärschlämme. (Foto: Roter Graben bei Tuttendorf – © Unukorno – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

CO2-Kosten werden zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt

Bundesregierung beschließt Gesetzesentwurf

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der mehr Klimaschutz im Wärmesektor bringen und zugleich mehr Gerechtigkeit bei der Kostenaufteilung schaffen soll. Bei Wohngebäuden hängt von der energetischen Qualität des Gebäudes ab, wer welchen Anteil tragen muss. So zahlen bei Gebäuden in energetisch sehr schlechtem Zustand künftig die Vermieter 90 Prozent der CO2-Kosten. Das soll einen Anreiz zur energetischen Sanierung setzen. Allerdings sieht der Gesetzesentwurf viele Ausnahmen vor, schreibt Ralph Diermann am 25.05.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Elektromobilität boomt

Deutschland sichert sich Spitzenplatz

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 681.000 Elektro-Pkw neu zugelassen. Damit hat sich der Bestand mehr als verdoppelt. Diesem Aufwärtstrend können auch Lieferengpässe für Elektro-Autos nichts anhaben. Die aktuellen Zahlen zur Elektromobilität hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ermittelt. weiterlesen…