Australische Bergbau-Tochter wird GB’s größte Grün-Wasserstoff-Lieferantin

Fortescue Future Industries unterzeichnet Vereinbarung

Fortescue Future Industries (FFI) wird nach eigenen Angaben die größte Lieferantin Großbritanniens von grünem Wasserstoff, nachdem es ein milliardenschweres Abkommen mit dem Bauriesen J C Bamford Excavators (JCB) und Ryze Hydrogen (Ryze) unterzeichnet hat. Im Rahmen einer am 31.10.2021 im Vorfeld von COP26 unterzeichneten Absichtserklärung werden JCB und Ryze 10 % der weltweiten Produktion von grünem Wasserstoff von FFI erwerben. Es wird erwartet, dass die Produktion von grünem Wasserstoff von FFI bis 2030 auf 15 Millionen Tonnen GH2 pro Jahr ansteigt und sich in den darauf folgenden zehn Jahren auf 50 Millionen Tonnen pro Jahr beschleunigt. (Foto: Tankschiff – © hpgruesen auf pixabay) weiterlesen…

Vattenfall-Schiedsverfahren beendet

Seit 2014 hinter verschlossenen Türen hingezogen

Das heftig umstrittene Vattenfall-Schiedsverfahren ist laut einer Medienmitteilung aus dem BMWi am 02.11.2021 endgültig beendet worden. Das Schiedsgericht folgt damit den am 01.11.2021 abgegebenen einvernehmlichen Erklärungen der Klägerinnen (darunter die schwedische Vattenfall AB) und der Beklagten, der Bundesrepublik Deutschland. Das Vattenfall-Schiedsverfahren war seit Mai 2012 beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (kurz: ICSID) in Washington D.C. anhängig. weiterlesen…

COP26: Weltpolitiker geben Startschuss für beschleunigte Klimaschutzmaßnahmen: Wälder und Methan

Im Wortlaut: Medienmitteilung im Namen des britischen COP26-Vorsitzes und der hochrangigen Klimaexperten von COP25 und COP26

„Die Staats- und Regierungschefs sind am dritten Tag der COP26 im Vereinigten Königreich zusammengekommen, an dem sich viele Ankündigungen darauf konzentrierte, ein klares Zeichen für den Übergang von ehrgeizigen Zielen zu sofortigen Maßnahmen zu setzen. Die Länder sind beispiellose Verpflichtungen zum Schutz der Wälder, zur Verringerung der Methanemissionen und zur Beschleunigung der grünen Technologie eingegangen.“ So eine Medienmitteilung aus Glasgow von der COP26. (Screenshot: COP26 Eröffnungs-Plenum – © unfccc-cop26.streamworld.de_webcast) weiterlesen…

Stockender Ausbau der Erneuerbaren Energien lässt CO2-Preis und Stromkosten weiter steigen

… und gefährdet Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie

Der schleppende Ausbau der Erneuerbaren Energien gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie: Geht der Zubau von Wind und Solar so langsam weiter wie bisher, wird der CO2-Preis im Jahr 2030 um 80 Prozent höher liegen, als wenn der Ausbau an die Ziele angepasst wird, die sich die EU mit dem Fit-for-55-Paket gesetzt hat. Das wirkt sich auch auf die Großhandelsstrompreise aus: In Deutschland wären sie bei weiter stockendem Ausbau 2030 um 31 Prozent höher, bei angepasstem Ausbau dagegen um rund 14 Prozent niedriger als der Durchschnittswert des ersten Halbjahrs 2021 (vor der aktuellen Preisspitze). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, für die Energiemarktanalysten von Aurora Energy Research die Entwicklung der CO2– und Großhandelsstrompreise bis 2030 modelliert haben. weiterlesen…

Lesehinweis: „IPCC, Du hast Dich klar ausgedrückt: Der Mensch ist Hauptursache des Klimawandels“

1988 wurde das International Panel on Climate Change (IPCC) als gemeinsames Unternehmen der Weltorganisation für Meteorologie und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen gegründet, um die führenden Politiker der Welt über die Risiken des anthropogenen (vom Menschen verursachten) Klimawandels zu beraten. Im Jahr 1992 wurde der Auftrag präzisiert, als in der UN-Klimarahmenkonvention das Konzept der „gefährlichen anthropogenen Störung“ (DAI) des Klimasystems definiert wurde. (Foto: Naomi Oreskes bei 2. Europäischer TA-Konferenz in Berlin 2015 – © Adrian Grycuk – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Mikroorganismen bilden elementaren Kohlenstoff

Neuer Weg zur Bildung von reinem Kohlenstoff durch Mikroorganismen identifiziert

Kohlenstoff kommt auf der Erde in verschiedenen Strukturen und Formen vor. Elementarer Kohlenstoff entsteht meist durch hohen Druck und hohe Temperaturen. Nun haben Forschende erstmals Mikroorganismen identifiziert, die elementaren Kohlenstoff bilden. Das Team, dem auch Gunter Wegener vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und dem Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie Bremen angehört, hat seine Ergebnisse dazu am 27.10.2021 in Science Advances (CC BY-NC 4.0) veröffentlicht. (Bild: Die Konsortien unter dem Mikroskop – © Gunter Wegener, Benedikt Geier, MPI Bremen, CC BY-NC 4.0) weiterlesen…

COP26 soll neue Phase internationaler Klima-Zusammenarbeit einleiten

Regierung: „Ambition, Implementation, Finalisierung des Pariser Regelwerks“

Am 31.10.2021 begann in Glasgow die 26. Weltklimakonferenz COP 26. Unter Vorsitz von Großbritannien verhandeln dort Regierungsvertreter aus 197 Ländern. Am 1. und 2. November findet ein Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs statt, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt. Bis zum geplanten Ende der Konferenz am 12.11.2021 soll sich die Weltgemeinschaft zu den letzten noch offenen Fragen des Regelwerks zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens einigen. COP- Veteranin ist Bundeskanzlerin Merkel: Sie leitete 1995 als Bundesumweltministerin die erste Vertragsstaatenkonferenz, damals in Berlin. Ausschnitte aus Merkels Rede und mehr. (Screenshot: COP26 Eröffnungs-Plenum – © unfccc-cop26.streamworld.de_webcast) weiterlesen…

Eine Tonne CO2 aus der Luft zu filtern, kostet tausend Kilowattstunden Strom

„Direct Air Capture“-Anlagen können einen effizienten Klimaschutz-Beitrag leisten

Das Zehntausend-Seelen-Dorf Hilwil bei Zürich ist eine Art Mekka für Klimaschutz-Bewegte: Schon seit 2017 betreibt dort die Firma Climeworks eine futuristisch anmutende Pilotanlage für „Direct Air Caputure“ – und holt mit chemischen Filtern jährlich 900 Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Dass dies nicht nur imposant aussieht, sondern auch in großem Umfang sinnvoll sein könnte, belegt jetzt eine Studie unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde in der Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht. (Foto: Futuristischer Look CO2-Luftfilteranlage in Hilwil in der Schweiz, gespeist von Energie aus Müllverbrennung – © Climeworks, Dunlop) weiterlesen…

Energieversorger erhöhen unzulässig Strom- und Gasabschläge 

Verbraucherzentrale NRW fordert Einschreiten der Bundesnetzagentur

Energieversorger wie ‚immergrün‘ oder ‚Wunderwerk‘ teilen aktuell ihren Kunden eine drastische Erhöhung der Abschlagszahlungen von teilweise über 100 Prozent bereits zum nächsten Monatsanfang mit. Den Kölner Strom- und Gasanbieter „immergrün“, eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH, hat die Verbraucherzentrale NRW erst vor Kurzem wegen unzulässiger Preiserhöhungen abgemahnt. weiterlesen…

„Meilenstein in der globalen Zusammenarbeit“

G20 in Rom: Keine Einigung über Klimaziel
Im Wortlaut: PK von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesminister Scholz

Nach dem G20-Gipfel in Rom erklärten die beiden deutschen Teilnehmer, Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz das Ergebnis der Konferenz als vollen Erfolg – im Unterschied zu den Medien-Kommentatoren. Der in der ewigen Stadt erzielt Kompromiss sei „ein sehr gutes Ergebnis“. Das, obwohl die bereits fest beschlossenen Hilfszahlungen an die Entwicklungsländer, 100 Mrd. pro Jahr, erst 2023, wenn überhaupt beginnen werden. Merkel betonte, die Grenze von „1,5 Grad muss in Reichweite sein“. Scholz sagte, wichtig sei es, „jetzt dafür zu sorgen, dass die Ziele nicht nur Ziele bleiben“. Gegenwärtig errechnen wissenschaftliche Modellierer des IPCC eher eine Temperaturerhöhung auf 2,7 Grad, wenn es bei den aktuellen Zielen bleibt. Solarify dokumentiert die Statements von Merkel und Scholz. (Archiv-Foto: Olaf Scholz, Angela Merkel 2018 – © Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…