Wieder mal Klima gegen Jobs ausgespielt

PSA-Boss prophezeit Schwächung der Autoindustrie durch EU-CO2-Senkung

In einem Interview mit Le Figaro kritisiert Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender der Opel-Mutter PSA (Peugeot Société Anonyme) die Entscheidung des Straßburger Parlaments, die CO2-Emissionen von Autos bis 2030 um 37,5 % (gegenüber 2021) und um 31 % bei Nutzfahrzeugen herunter zu fahren. Das „Votum gegen die europäische Industrie“, wie er den Beschluss nannte, gefährde „die Jobs von 13 Millionen Menschen, die in unserer Industrie arbeiten, und wird mit Sicherheit unsere europäischen Gesellschaften destabilisieren“, sagte er empört. Der Entschluss der Europäer werde eine Schwächung der Automobilindustrie nach sich ziehen. weiterlesen…

Klimaschutz? Ja, gern, aber nicht bei uns!

Solartechnik auf Berlins Schuldächern

Das Energiewendegesetz sieht Solaranlagen auf Schuldächern vor. Das Vorhaben ist pädagogisch lobenswert. Klimawandel und Klimaschutz sollen an Berlins Schulen künftig im Unterricht behandelt werden, um das Bewusstsein und Verständnis dafür bei Kindern und Jugendlichen zu stärken. So steht es im Energiewendegesetz des Landes Berlin, das 2016 verabschiedet wurde. Solartechnik, Windkraft, erneuerbare Energien – das sind also die Themen, deren Bedeutung auch im Schulunterricht wächst, erst recht seit den aktuellen Schülerdemos zum Klimaschutz. Doch der Senat verstößt nun selbst dagegen. Dabei sollte Berlin doch Solarcity werden, wie am 04.03.2019 im Tagesspiegel schrieb. weiterlesen…

GB-Waldsterben?

Großbritanniens legendäre Eichen von Klimawandel und Schädlingen bedroht

Von den121 Millionen Eichen in Großbritannien verlieren die Rinde durch Wetterstress, während Schädlinge wie der Prozessionsspinner sie von ihren Blättern befreien. Wissenschaftler von sechs Universitäten berichten, dass die einheimischen britischen Eichen, die Stieleiche und die Cornwalleiche, zunehmend anfällig für Schädlinge und den Klimawandel seien. Die Experten sind laut zahlreichen Veröffentlichungen der Meinung, dass die charakteristischen Eichen durch widerstandsfähigere Arten ersetzt werden sollten. Die Ergebnisse einer Studie von Universitäten wie Oxford und York deuten darauf hin, dass es besser wäre, zähere Eichen – wie die amerikanische Roteiche oder die österreichische Eiche – zu pflanzen. weiterlesen…

Belgien schlägt Kerosinsteuer vor

Bahn zu teuer – Fliegen zu billig – Vorschlag in EU-Umweltminister-Konferenz

Belgien schlägt in der EU eine Steuer auf Flüge vor. Der Grund: Obwohl Reisen mit der Bahn das Klima schonen, sind sie oft teurer als Flüge. Das liegt auch an der fehlenden Besteuerung von Kerosin. Belgien will das nun EU-weit ändern. „Man kann weiter das Flugzeug nutzen, aber man wird sehr viel mehr dafür bezahlen“, sagte der wallonische Umweltminister Jean-Luc Crucke am 02.03.2019 dem belgischen Sender RTBF – wie unter anderem SPIEGEL-Online und viele frankophone Medien berichteten. Belgien hat denn auch die neue Steuer für den Luftverkehr am 05.03.2019 bei einem Treffen der EU-Umweltminister vorgeschlagen. Crucke kritisierte, derzeit gebe es keine Steuer auf Kerosin und auf Flugtickets. weiterlesen…

„Wir sind auf dem Weg zu 3, 4 oder 5 Grad Erwärmung“

Zwei-Grad-Grenze-Erfinder kein Verfechter von Temperaturzielen

Der amerikanische Ökonom William Nordhaus hat 1977 zum ersten Mal von einer Zwei-Grad-Grenze gesprochen (siehe solarify.eu/zwei-grad-grenze). 2018 bekam er unter anderem dafür den Wirtschaftsnobelpreis. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS: „Klimaschutz ist nicht sehr teuer“) plädierte der 67jährige am 03.03.2019 für eine weniger verbissene Sicht der Klimaziele: „Ich bin kein Verfechter davon, die Ziele so festzuzurren. Sie helfen natürlich, Politik zu machen. Aber das sind mehr Hoffnungen als tatsächliche Politik.“ Die 1,5-Grad-Grenze sei jetzt wahrscheinlich schon gar nicht mehr einzuhalten: „Selbst wenn wir es schaffen würden, die Erderwärmung auf drei Grad zu begrenzen, wäre das besser als der Pfad, auf dem wir jetzt sind.“ weiterlesen…

Merkel lobt Schüler-Klima-Demo

Greta Thunberg erhält viel Zuspruch für „Fridays for future“

Unter dem Motto „Fridays for future“ (Fff) demonstrieren Schüler jeden Freitag dafür, dass im Klimaschutz endlich etwas vorangeht. Dafür bekommen die jungen Umweltaktivisten viel Lob, jetzt auch von Bundeskanzlerin Merkel (was seinerseits wiederum auf breites Medienecho stößt). Die schwedische Schülerin Greta Thunberg begann im August 2018 mit dem Schulstreik und will so lange weitermachen, bis Schweden das Übereinkommen von Paris wirklich umsetzt. Thunberg (Foto, mi.) nahm diese Woche an einem Protestmarsch mit mehreren tausend Teilnehmern in Hamburg teil. Längst haben sie die Demos weltweit ausgebreitet – und stoßen auf sehr unterschiedliches Echo. weiterlesen…

Eine Vision für Nachhaltigkeit

Innovative Wechselrichter für Batteriespeicher

Energiespeicherung soll zum Stützpfeiler der Energiewende und Elektromobilität werden, ihr stehen aber noch viele Hindernisse im Wege. Arthur Singer ist überzeugt, eine Lösung gefunden zu haben. Mit seinem Team hat der Projektleiter an der Universität der Bundeswehr München eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Batteriespeicher günstiger, sicherer und gleichzeitig leistungsstärker zu machen. (Foto: Das Gründerteam Arthur Singer, Christoph Dietrich, Nam Truong, Martin Sprehe (v.l.n.r.) – © Universität der Bundeswehr München) weiterlesen…

Ausbau von PV-Dachanlagen könnte abrupt einbrechen

Bündnis aus Mittelstand, Verbraucher- und Umweltschutz fordert Abschaffung des EEG-Förderdeckels – nur 6 Prozent der Bevölkerung für Solardeckel

Ein breites Verbändebündnis spricht sich für einen stärkeren Ausbau der Solarenergie aus und fordert von der Bundesregierung die sofortige Streichung eines Förderdeckels im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Photovoltaik-Dachanlagen seien eine tragende Säule der Energiewende. Sie reduzierten den Flächenbedarf und seien Akzeptanzträger der dezentralen Energiewende. Die 15 Erstunterzeichner vertreten die Interessen von mehreren 100.000 Unternehmen und mehr als 10 Millionen Bürgern. Der Initiative des Bundesverbandes Solarwirtschaft haben sich führende Dach- und Bundesverbände aus den Bereichen Mittelstand, Handwerk, Energie- und Immobilienwirtschaft sowie Mieter-, Verbraucher- und Umweltschutz angeschlossen. weiterlesen…

Antarktis-Eisberg doppelt so groß wie New York City

Brunt-Eisschelf vor Auflösung?

Der antarktische Eisschelf am Wedellmeer schickt sich an, „ein Baby zur Welt zu bringen. Dieses Baby ist ein Riese, der durch wachsende Risse im Brunt-Eisschelf entsteht. Es ist nicht klar, was das für die wissenschaftliche Infrastruktur in der Region und für die menschliche Präsenz dort bedeutet, die beide in den 1950er Jahren entstanden sind“, schreibt Evan Gough im Magazin universetoday.com. Der Brunt-Eisschelf im Bereich Coats Land an der Küste des Weddellmeeres weist massive Risse auf, einer davon wird als Halloween-Riss bezeichnet, weil er Ende Oktober 2016 entdeckt wurde. Auch das sogenannte McDonald-Eisrumpeln spielt eine Rolle. Informationen vom Earth Observatory der NASA und der British Antactic Survey. weiterlesen…

Weiterhin Kritik und Lob für BMU-Klimaschutzgesetzentwurf

Koalitionsstreit – kontroverses Echo

Der Entwurf von Umweltministerin Schulze für ein Klimaschutzgesetz trifft nach wie vor auf gegensätzliches Echo. Petra Pinzler konstatierte in der ZEIT: „Schulze hat die Vertreter der Unionsparteien damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt“. Der VKU (Katherina Reiche) reagierte kritisch: „Der vorgelegte Entwurf lässt konkrete Vorschläge vermissen“. Greenpeace forderte Kanzlerin Merkel auf, sie müsse „endlich Schluss machen mit ihrer Taktik des Wegduckens und Aufschiebens beim Klimaschutz“. Und der Bundesverband Geothermie befürwortet die Festschreibung ambitionierter Klimaschutzziele. BMU-Staatssekretär Flasbarth: Unions-Vorwurf des Vorpreschens geht ins Leere. weiterlesen…