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Archiv: COP23


Hitzefieber der Erde steigt rasanter denn je, aber Bonner Weltklimakonferenz bietet keine Lösungen an

Ohne großen Streit ging die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn zu Ende. Deshalb wird nun über viele Medien der Eindruck erweckt, der Klimaschutz sei in der Welt auf einem guten Weg. Doch was bedeuten denn die Ergebnisse des Bonner Weltklimagipfels wirklich? fragt Klimaexperte Hans-Josef Fell auf seiner Webseite. Und er kommt zu dem Schluss: Fossiles Divestment muss weitergehen.


Germanwatch: Deutschland droht bei Klimaschutz Anschluss zu verlieren

Die Weltklimakonferenz in Bonn, die am Abend des 17.11.2017 beendet wurde, ist nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein wichtiger Fingerzeig für die Jamaika-Sondierungsgespräche in Berlin. „Deutschland droht beim Klimaschutz international den Anschluss zu verlieren“, warnt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch. „Unser Klimaschutzindex zeigt, dass Deutschland nur noch im Mittelfeld ist.“


Merkel vor COP23: „Klimawandel ist Schicksalsfrage“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt am 15.11.2017 bei der 23. Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen COP23 in Bonn eine Rede. „Unsere gemeinsame Botschaft lautet: Wir wollen unsere Welt schützen“, sagte sie vor den Delegierten. Gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier und dem französischen Präsidenten Macron rief sie zu entschlossenem Handeln auf. Solarify dokumentiert.

„Wir wissen um die Dramatik“


Rede Steinmeiers vor Weltklimakonferenz

Am 15.11.2017 sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor den Delegierten der 23. Klimaschutzkonferenz COP23 der Vereinten Nationen in Bonn – Solarify dokumentiert.

Deutschland nur auf Rang 22


Klares Bekenntnis zu Pariser Klimazielen – Umsetzung bislang mangelhaft

Die globale Energiewende nimmt zwar Fahrt auf, so der am 15.11.2017 bei der Weltklimakonferenz in Bonn vorgestellte Klimaschutz-Index (KSI) 2018 von Germanwatch: „Doch kein Land ist schnell genug. Schweden, Litauen, Marokko und Norwegen liegen vorne, die USA im freien Fall, Deutschland nur auf Rang 22. Insgesamt: Die CO2-Emissionen sinken nicht.“


Klimaerwärmung nie da gewesenes Risiko“

Eindringlich mahnten Klimaforscher die Verhandler der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn am 13.11.2017, schnelle und umfangreiche Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen – „schnell“ deshalb, weil die globale Erwärmung wissenschaftlich untermauert ein „nie da gewesenes Risiko für die Menschheit“ darstelle, erklärte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Menschen müssten ihr kurzsichtiges Konsumverhalten überdenken, um ihren Fortbestand nicht weiter zu gefährden.


Global Carbon Project bei COP23: 2%

Drei Jahre lang waren die globalen CO2-Emissionen (auf hohem Niveau) verblieben, und es keimte bereits die Hoffnung, die Treibhausgase könnten zu sinken beginnen – doch 2017 geht es der am 13.11.2017 im Rahmen der Bonner COP23 vorgestellten, neuen Schätzung Global Carbon Dioxide Budget 2017 des Global Carbon Projects zufolge wieder weiter nach oben – 2% hat der internationale Forschungsverbund aus 70 Wissenschaftlern ermittelt. Vor allem China und Indien geben Anlass zur Sorge.

Städte können mehr…


…z.B. Treibhausgasemissionen weit über ihre Grenzen hinaus senken

Der Ausstoß von Treibhausgasen, den Städtebewohner durch den Einkauf von Waren und Dienstleistungen außerhalb der Stadtgrenzen verursachen, ist laut einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung viel größer als bisher angenommen. Diese indirekten Emissionen sind in etwa gleich groß wie die Gesamtemissionen aus dem eigenen Stadtgebiet, wie eine neue Studie zeigt. Das ist keine schlechte Nachricht sondern bietet im Gegenteil der lokalen Politik die Chance, mehr gegen den Klimawandel tun zu können, so argumentieren die Autoren mit Blick auf den gerade gestarteten UN-Klimagipfel COP23.

Umweltfreundliche COP23


BMUB: „Nicht von Pappe und abfallarm“: Bonner Weltklimakonferenz setzt Maßstäbe

Die Bonner Weltklimakonferenz soll Maßstäbe in Sachen Umweltfreundlichkeit setzen – teilt das BMUB in einer Presseerklärung mit: „Alle Umweltauswirkungen der Veranstaltung werden analysiert, negative Folgen so weit wie möglich verringert. Den Maßstab dafür bildet das international anerkannte Prüfsystem EMAS, das besonders hohe Ansprüche an die Umweltverträglichkeit von Dienstleistungen stellt. CO2-Emissionen, die nicht vermieden werden können, etwa durch An- und Abreise von Delegierten, sollen anschließend ausgeglichen werden“.


DKK-Forscher mit Stellungnahme zu UN-Klimagipfel

In Deutschland sind die Emissionen nicht gesunken – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die 2016 schon 29 Prozent des Strommixes ausmachten, stellte das Deutsche Klimakonsortium in einer Medienmitteilung am 09.11.2017 fest. „Ohne Kohleausstieg wird Deutschland das Klimaziel 2020 drastisch verfehlen. Die verantwortlichen Politiker müssen die kommende Legislaturperiode nutzen, um nachzusteuern. Der Kohleausstieg ist dafür der erste notwendige Schritt“, sagte der Klimaforscher Mojib Latif in Berlin.

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