Bayernkommentar: Die stockende Energiewende

Die Meinung der anderen – Ernest Lang im Bayerischen Rundfunk

Ministerpräsident Seehofer hatte eine Vision: Bayern werde Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energie sein, das Hochtechnologie-Land könne beim Atomausstieg nur gewinnen. Für die Energiewende spürte Seehofer im wahrsten Wortsinn starken Rückenwind aus der Bevölkerung. Und das Schönste: Die Energieversorgung im Freistaat bleibe sicher, bezahlbar und klimafreundlich. Ist es tatsächlich erst elf Monate her, dass Seehofer in seiner viel beklatschten Regierungserklärung dieses Versprechen abgab? Dass der Ministerpräsident zusammen mit Wirtschaftsminister Zeil und Umweltminister Söder den Aufbruch Bayerns in ein neues Energiezeitalter ausrief? Nach nicht einmal einem Jahr ist Ernüchterung eingekehrt in der Energiepolitik… weiterlesen…

SPD fordert Masterplan Energiewende

Regierung soll handeln

Die Bundesregierung soll einen „Masterplan Energiewende“ erstellen, „der alle Maßnahmen zur Förderung der Energieeinsparung und Energieeffizienz, für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, zum Ausbau der Übertragungs- und Speicherinfrastrukturen und zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit durch ergänzende hocheffiziente konventionelle Kapazitäten umfasst“. Dies fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (17/9729). Darin heißt es: „Das gesamte gesellschaftliche und politische Spektrum hat vor dem Hintergrund der risikoträchtigen Atomkraft, des Klimaschutzes und der Ressourcen- und Importabhängigkeiten eine gemeinsame und umfassende Vision, nämlich eine zukünftig auf Erneuerbaren Energien fußende Energieversorgung.“ weiterlesen…

Jahrhundertprojekt Energiewende – Altmaier will Blockaden brechen

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker mit dem Ausbau der Stromnetze in Einklang bringen. Es könne nicht sein, dass für viel Geld neue Wind- und Solarparks gefördert würden, die dann aber mangels Netzen abgeregelt werden müssten, sagte Altmaier bei einer Windenergiekonferenz der Zeitung „Die Welt“. weiterlesen…

Ruck würdigt Röttgens Verdienst

Dr. Christian Ruck, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
Erfolgreicher Einstieg in die Energiewende untrennbar mit Röttgen verbunden
Energiewende gelingt nur als Gemeinschaftswerk
Bund und Länder müssen sich auf neuen Masterplan einigen

„Bei der Umsetzung der Energiewende stehen wir derzeit vor enormen Herausforderungen: Wenn immer mehr Strom aus volatiler Sonnen- und Windenergie erzeugt wird, birgt dies hohe Risiken für die Versorgungssicherheit. Mit der vorübergehend stärkeren Rolle, die fossile Kraftwerke durch den Ausstieg aus der Kernenergie zu übernehmen haben, werden große klimapolitische Fragen aufgeworfen. Die Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien über das EEG, den Netzausbau, die Schaffung von Speicherkapazitäten und den Bau neuer fossiler Kraftwerke stellen die Bezahlbarkeit der Energiewende in Frage. Wenn die Energiewende national und international Erfolg haben soll, muss sie jedoch versorgungssicher, sauber und bezahlbar umgesetzt werden. Dies kann nur als großes Gemeinschaftswerk gelingen. Deswegen muss von Bund und Ländern ein klares Signal für eine bessere Koordination der dafür erforderlichen Maßnahmen ausgehen. weiterlesen…

E-Wende nicht verzetteln!

Nachhaltigkeitsrat warnt vor Verzettelung der Energiewende

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat im Rahmen seiner Frühjahrstagung die vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten zur Energiewende begrüßt. „Immer mehr Menschen entwickeln ‚ihre‘ Energiewende in Städten und Gemeinden, durch ihre Nachfrage als Konsumenten, in Unternehmen, im bürgerschaftlichen Engagement, in der Landwirtschaft, an Schulen und in der Bildung“, so Marlehn Thieme, Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates. „Die Menschen sind bereit mitzumachen und haben den Startimpuls der Ethik-Kommission von 2011 kreativ und vielfältig aufgenommen.“ weiterlesen…

McKinsey untersucht Energiewende

Deutschland bei Klimaschutz Vorreiter
Ausbau von Energieeffizienz und Windkraft erforderlich
Kosten der Energiewende steigen bis 2020
um 60% – Strompreise für Verbraucher um 10%

Deutschland ist beim Klimaschutz Vorreiter. Bis 2020 wird der Ausstoß von Treibhausgasen um 31% gegenüber dem Niveau von 1990 sinken. Das geht aus Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey & Company hervor. Dabei gehen die Berater von einem Fortbestehen der aktuell gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 1,6% aus. Gleichzeitig werden die Kosten der Energiewende für Unternehmen und Privathaushalte im Vergleich von heute 13,5 Mrd. Euro jährlich um rund 60% auf dann 21,5 Mrd. Euro steigen. Die Versorgungssicherheit mit Strom wird sinken. „Deutschland ist und bleibt weltweit führend beim Thema Treibhausgas- Reduzierung“, sagte Anja Hartmann, McKinsey-Partnerin und Co-Autorin der Studie „Die Energiewende in Deutschland – Anspruch, Wirklichkeit und Perspektiven“ vor Journalisten. weiterlesen…

Widersprüchliches zum EEG-Stopp im Bundesrat

Thomas Bareiß, Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Die Bundesländer gefährden mit ihrem Beschluss leichtsinnig die Energiewende. Wird die Photovoltaik weiterhin überfördert, führt das zu einem grenzenlosen Zubau an Anlagen. Dies wiederum treibt die Strompreise nach oben und gefährdet die Versorgungssicherheit. Auch Werksschließungen werden durch den Beschluss des Bundesrates nicht verhindert. Im Gegenteil: Der Beschluss ist ein Zeichen gegen die Verlässlichkeit von politischen Entscheidungen und verunsichert die Investoren. Die Photovoltaik ist nach wie vor eine teure Form, erneuerbaren Strom zu erzeugen. So ging im vergangenen Jahr über die Hälfte der EEG-Umlage in die Förderung der Photovoltaik. Der Anteil der Photovoltaik am Strommix ist mit nur drei Prozent jedoch marginal.“ weiterlesen…

Energiewende ohne Solar?

Der Pleitegeier kreist über der Solarbranche. Unternehmen wie Q-Cells, Solon, Solarhybrid sind bereits insolvent. Andere werden folgen. Auch im Saarland ist die Krise spürbar, hiesige Unternehmer bleiben trotzdem optimistisch, raten, weiter auf Solar zu setzen. Doch lohnt es sich noch und warum bricht der Solarmarkt ein?

von Peter Böhnel – mit freundlicher Genehmigung von Magazin-Forum

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Regierungschef Wen Jiabao kürzlich die Hannover-Messe eröffneten, drehte sich alles um Exportchancen für die deutsche Wirtschaft in China. Doch China ist auch selbst ein mächtiger Exporteur. Gerade die deutschen Produktionsstandorte von Photovoltaik-Anlagen geraten durch die billigere chinesische Konkurrenz derzeit unter Druck – massiv verstärkt durch die Kürzungen der Solarförderung, wie sie Wirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) planen. Die gesamte Solarbranche ist in Aufruhr. Die deutschen Solarmodul-Fabriken sind von den Kürzungen am stärksten betroffen. Sie fürchten, dass Stromproduzenten, Händler und Installateure wegen des steigenden Kostendrucks bald noch häufiger auf billigere Importware aus China zurückgreifen. weiterlesen…

Merkels E-Gipfel stößt auf Kritik

Über den Bedarf an neuen Kraftwerken

Bundeskanzlerin Merkel hat mit Branchenvertretern über den Bedarf an neuen konventionellen Kraftwerken zum Meistern des Atomausstiegs bis 2022 besprochen. Nach Schluss der Gespräche verlautete aus Regierungskreisen, alle wollten die Energiewende und würden gemeinsam nach Lösungen suchen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Fragen, wieviel Gas- und Kohlekraftwerke benötigt würden und wie der Strommarkt gestaltet werden soll, damit sich die Kraftwerke bei immer mehr Wind- und Solarenergie auch rechneten. Außerdem ging es um die Netzstabilität bei immer mehr Ökostrom, der Schwankungen unterliegt. Am 23. Mai will Merkel die Themen mit den Ministerpräsidenten beraten. weiterlesen…

Stromwechsel – Schöne neue Energie

Wie Bürger und Konzerne um die Energiewende kämpfen.

Für viele Menschen ist mit dem Atomausstieg das Thema Energiepolitik erledigt. Dabei ist die sogenannte Energiewende nur der erste Schritt, denn jetzt werden die Weichen gestellt, wie die Energieversorgung in Deutschland, Europa und der ganzen Welt in den nächsten Jahrzehnten aussehen wird. weiterlesen…