Klimawandel lässt Ernten schrumpfen

Anstieg der Getreidepreise befürchtet

Im Rahmen der Tagung Impacts World in Potsdam wagten Forscher erstmals eine Prognose, wie die Erderwärmung die Ernten weltweit zurückgehen lassen könnte, mit der Folge, dass Weizen, Reis, Mais und Soja im fünfjährigen Durchschnitt um 10 bis 60 Prozent teurer würden als ohne die Erderwärmung. Dürren könnten die Preise zeitweise noch weitaus höher treiben, so das Ergebnis der internationalen Großstudie des Agricultural Model Intercomparison and Improvement Projects (AgMIP), die bei Impacts World vorgestellt wurde. Das Ergebnis soll in den nächsten UN-Klimabericht einfließen. weiterlesen…

Potsdamer Klimakonferenz: Keine Entwarnung

Hunderte Wissenschaftler beraten in Potsdam über Folgen der Erderwärmung

In Potsdam hat am 27.05.2013 die erste Weltkonferenz zu Klimafolgen begonnen. Im Mittelpunkt von „Impacts World 2013“ stehen mögliche Szenarien, die mit der Erwärmung des Weltklimas einhergehen würden. In Europa könnte die schon bestehende Spaltung durch die Erderwärmung extremer werden, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, vor der Tagung: Die Trockenheit könnte in den Ländern, die zurzeit ohnehin schon unter einer Wirtschaftskrise leiden, zu Ertragseinbußen in der Landwirtschaft, steigender Arbeitslosigkeit und sozialen Ungleichheiten führen.
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Von Potsdam nach Pakistan

Das vom Klimawandel besonders bedrohte Land baut eigene Forschungskapazitäten auf

Pakistan ist eines der am stärksten vom Klimawandel bedrohten Länder; die Risiken reichen von dem verheerenden Hochwasser 2010 bis hin zur Gletscherschmelze und deren Auswirkungen auf die örtliche Wasserversorgung. Um diesen Herausforderungen besser zu begegnen, nahm im Mai dort das Zentrum für Klimaforschung und Entwicklung (Centre for Climate Research & Development, CCRD) seine Arbeit auf – um eigene Forschungskapazitäten da aufzubauen, wo der Klimawandel starke Auswirkungen zeigt. Das Zentrum wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelt – von dort kam diese Mitteilung. Eine über fünf Jahre laufende Vereinbarung sieht gemeinsame Forschungsprojekte und den Austausch von Wissenschaftlern vor. weiterlesen…

Klima-Katastrophe statt -wandel

Essay:
Die Leugner sind zufrieden und kassieren

Angesichts der immer neuen Scherbenhaufen (oder kleinen Zu-wenig-Erfolgen) nach den „Conference-of-Parties“ genannten Weltklimakonferenzen haben bei Öl-, Energie- und Autokonzernen vermutlich jeweils die Champagnerkorken geknallt. Guter Laune waren und sind – bis auf deutschen Atomausstieg samt Energiewende – sicher auch ihre willigen Helfer: bezahlbare Wissenschaftler, ethikfreie Journalisten und dienstbare Verschwörungstheoretiker. weiterlesen…

„Und sie erwärmt sich doch“

Klima-Aufklärungs-Broschüre aus dem Umweltbundesamt

Aus dem Inhalt: Fragen zu den Grundlagen der Klimawissenschaft, die immer wieder gestellt werden. Wer mehr über die Thesen der „Klimawandelskeptiker“ und die Entgegnungen der Fachleute erfahren möchte, findet in der Broschüre des Umweltbundesamtes detaillierte Informationen und umfangreiches Faktenmaterial. Außerdem wird gezeigt, wie gezielt Zweifel am Kenntnisstand der Klimawissenschaft verbreitet und Klimawissenschaftler in Misskredit gebracht wurden. Leserinnen und Leser, die an Fakten und Zusammenhängen aus Naturwissenschaft und Meteorologie Interesse haben, kommen ebenso auf ihre Kosten. weiterlesen…

Der Klimawandel macht nur Pause

Erderwärmung geht weiter, auch wenn schlimmste Prognosen weniger wahrscheinlich werden

Die Erderwärmung stellt Klimaforscher immer wieder vor Rätsel, aber eines steht so gut wie fest: In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde weiter erhöhen, auch wenn sie in den Jahren von 2001 bis 2010 deutlich langsamer gestiegen ist als im Jahrzehnt zuvor. Das belegt die neue Prognose eines internationalen Forscherteams, das von Wissenschaftlern der Universität Oxford geleitet wurde und an dem auch die beiden Direktoren Jochem Marotzke und Björn Stevens des Max-Planck-Instituts für Meteorologie beteiligt waren. Die Wissenschaftler haben anhand aktueller Klimadaten neu berechnet, wie stark sich die Luft an der Erdoberfläche erwärmt haben wird, sobald sich der Kohlendioxid-Gehalt der Luft verdoppelt hat. Das wird etwa in der Mitte des Jahrhunderts der Fall sein, wenn die Konzentration des Treibhausgases weiter unvermindert wächst. Dann wird die Durchschnittstemperatur im Vergleich zu vorindustriellen Werten wahrscheinlich um 0,9 bis 2,0 Grad Celsius angestiegen sein. Bis zum Ende des Jahrhunderts würde sich die Atmosphäre deutlich stärker aufheizen als um zwei Grad, auf die die UN-Klimakonferenz die Erwärmung begrenzen will. weiterlesen…

Die Hockeyschläger-Debatte

Angriff der Klimaskeptiker: Rufmord, Klagen und Drohungen

Angriff der Klimaskeptiker: Rufmord, Klagen und Drohungen
von Stefan RahmstorfDie neue Klimarekonstruktion des PAGES 2k-Projekts hat einmal mehr den Hockeyschläger-Verlauf der Klimageschichte der letzten tausend Jahre bestätigt. Man kann über die Hockeyschläger-Kurve kaum sprechen, ohne auch auf die in der Wissenschaftsgeschichte wohl einzigartige Kampagne zu ihrer Diskreditierung und zur Diffamierung und Einschüchterung der beteiligten Forscher einzugehen, die bis zu Todesdrohungen reichte. Dies tun wir deshalb hier in Teil 2 unserer kleinen Paläoklima-Serie. (Grafik: Hockeyschläger-Kurve – Grafik © SciLog.png) weiterlesen…

Klimaerwärmung gebremst – aber keine Entwarnung

Erde erwärmt sich langsamer

Ein internationales Forscher-Team an der Universität Oxford schreibt in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“, die Prognosen für die Erderwärmung seien bislang zu hoch angesetzt gewesen. Zur Entwarnung taugen diese Erkenntnisse nicht. Die Erde wird sich der Studie zufolge in den kommenden Jahrzehnten nicht ganz so stark erwärmen wie befürchtet. Ohne weitere Anstrengungen und Fortschritte im Klimaschutz dürfte die Erwärmung aber auf längere Sicht ein für die Menschheit gefährliches Niveau erreichen. weiterlesen…

Streit um Ursachen des Klimawandels entschieden

Endlich Klarheit: Der Mensch ist schuld

Wer ist verantwortlich für den Klimawandel? Ein häufig vorgebrachtes Argument: Nicht einmal die Wissenschaft sei sich darüber einig, ob er wirklich vom Menschen verursacht wird.  Mit diesem Vorwand räumt nun eine Studie auf. Unter Forschern herrscht eigentlich Konsens: Nach Prüfung Tausender wissenschaftlicher Arbeiten aus 20 Jahren kommt die Masterstudie zu einem eindeutigen Ergebnis. weiterlesen…

Rösler-Blockade gefährdet UN-Klimaverhandlungen

In Bonn starten Verhandlungen für Klimaabkommen

Bei der am 22.04.2013 in Bonn beginnenden UN-Klimaverhandlungsrunde wird wahrscheinlich vor allem die EU im Brennpunkt der Kritik stehen. Weltweit interpretieren Regierungen und Beobachter die Blockade der deutschen Regierung und des Europaparlaments zur Reform des Emissionshandels als ein „Nein“ zu ernsthafter Klimapolitik, so Germanwatch in einer Erklärung. Vom 29. April bis 3. Mai treffen sich Regierungsverhandler aus der ganzen Welt. Im Zentrum steht einerseits der Start der Verhandlungen zu einem neuen umfassenden Klimaabkommen für die Zeit ab 2020. Zum anderen geht es darum, kurzfristig Beschlüsse für mehr Ambition im Klimaschutz vorzubereiten. weiterlesen…